EU genehmigt Geldfluss: Schnelleres Internet darf gefördert werden
Lange gab es Streit um staatliche Förderungen von Gigabit-Netzen in Deutschland, nun hat die EU eine Genehmigung erteilt. Somit können die Pläne der Bundesregierung umgesetzt werden, mit denen bis zum Jahr 2025 Gigabit-Netze für alle Bürger bereitstehen sollen.
Das sind einmal gute Nachrichten aus Brüssel - wenn sie denn nun auch rasch umgesetzt werden: Die EU-Kommission hat den Streit um staatliche Förderungsmaßnahmen, mit denen die deutsche Regierung den Breitbandausbau beschleunigen will, beendet.
Infografik: Das passiert in einer Minute im Internet
Geplant ist eine Förderung mit bis zu 6 Milliarden Euro aus dem Digitalfonds Europa, plus weiteren 6 Milliarden Euro vom Bund. Damit die Gebiete, in denen die Internetverbindung für Haushalte bislang am schlechtesten ist, Priorität bekommen, gibt es einen zweistufigen Ausbauplan:
Durch die Umsetzung dieser zweiten Ausbaustufe will Deutschland bis Ende 2025 allen Bürgerinnen und Bürgern Gigabit-Netze zur Verfügung stellen, heißt es in der Meldung.
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Für den Ausbau von Gigabit-Infrastrukturen in Europa
Die für Wettbewerbspolitik zuständige Kommissions-Vizepräsidentin Margrethe Vestager erklärte: "Der digitale Wandel in Europa hängt maßgeblich von hochwertigen Netzen ab. Hochwertige Netze sind von entscheidender Bedeutung für die Anbindung der Regionen in der Europäischen Union und tragen zu einer wettbewerbsfähigeren und nachhaltigeren sozialen Marktwirtschaft bei. Die Kommission setzt sich entschlossen für den Ausbau von Gigabit-Infrastrukturen in Europa ein. Die deutsche Regelung wird die Bereitstellung von Internetverbindungen mit sehr hohen Übertragungsgeschwindigkeiten in Deutschland wesentlich verbessern. Sie wird dafür sorgen, dass öffentliche Gelder in Gebiete fließen, die am dringendsten eine bessere Anbindung benötigen, und gleichzeitig Investitionen privater Betreiber fördern."Geplant ist eine Förderung mit bis zu 6 Milliarden Euro aus dem Digitalfonds Europa, plus weiteren 6 Milliarden Euro vom Bund. Damit die Gebiete, in denen die Internetverbindung für Haushalte bislang am schlechtesten ist, Priorität bekommen, gibt es einen zweistufigen Ausbauplan:
- In der ersten Ausbaustufe wird die Errichtung von Gigabit-Infrastruktur für Haushalte unterstützt, die bislang nur Zugang zu einer Internetverbindung mit weniger als 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) haben.
- In der zweiten Ausbaustufe, die 2023 beginnt, wird der Aufbau von Gigabit-Infrastruktur für Haushalte gefördert, die bereits Zugang zu einer Internetverbindung mit 100 Mbit/s haben, aber nicht zu einem Netz, das sehr hohe Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s bietet.
Durch die Umsetzung dieser zweiten Ausbaustufe will Deutschland bis Ende 2025 allen Bürgerinnen und Bürgern Gigabit-Netze zur Verfügung stellen, heißt es in der Meldung.
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