Zahlt Apple zu wenig? iPhone-Fertiger steigert Profit mit Kungeleien
Foxconn ist seit Jahren Apples wichtigster Partner, wenn es um den Bau von iPhone, Macs & Co. geht, doch anscheinend steht die Beziehung der beiden Konzerne wegen unterschiedlicher Interessen unter Druck. Der eine will möglichst wenig zahlen, der andere seinen Profit steigern.
Wie das US-Magazin The Information unter Berufung auf eine Reihe von Mitarbeitern von Hon Hai Precision Industry, hierzulande besser bekannt als weltweit größter Vertragsfertiger für Elektronikprodukte und unter dem Namen Foxconn, berichtet, verschlechtert sich die Beziehung zu Apple seit einiger Zeit zunehmend. Hintergrund ist angeblich ein Ringen um Gewinnmargen.
Um auch noch den letzten Cent herauszuquetschen, bedient sich Foxconn im Umgang mit Apple wohl auch einiger höchst fragwürdiger Taktiken. Unter anderem soll das Unternehmen bei der Berechnung von Angeboten für Apple höhere Zahlen von benötigten Mitarbeitern angegeben haben, als letztlich tatsächlich zum Einsatz kamen. Apple sollte also für Mitarbeiter zahlen, die Foxconn gar nicht an Apple-Produkten arbeiten ließ.
In der Folge soll Apple mittlerweile stärker kontrollieren, wie Foxconn seine Anlagen und Mitarbeiter einsetzt. Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer Vorwürfe, die aus dem Bericht hervorgehen. Dazu gehört auch, dass Foxconn angeblich Mitarbeitern von Google einen Werksrundgang durch die Fertigung des noch nicht erschienenen MacBook mit 12-Zoll-Display ermöglichte, ohne dass Apple davon wusste.
Apple soll sich seinerseits aber auch nicht immer "korrekt" verhalten haben. So hatte Foxconn angeblich bereits ein Werk für die Fertigung der AirPods Pro eingerichtet, doch Apple schwenkte in letzter Minute auf einen anderen Vertragsfertiger um, um so seine Gewinnmarge zu steigern. Offen ist, welche Auswirkungen die zunehmenden Probleme zwischen Apple und Foxconn auf die weitere Zusammenarbeit haben werden.
Apple streicht die Marge ein, Foxconn hat die Arbeit
Während Apple nämliche riesige Margen von bis zu 40 Prozent beim Vertrieb seiner Hardware-Produkte erzielt, bleibt für Foxconn als Vertragsfertiger, der die Geräte eigentlich baut, kaum etwas übrig. Der taiwanische Konzern, dessen Fertigung hauptsächlich in China erfolgt, baut zwar 60-70 Prozent aller Apple-Geräte, hat letztlich aber wohl eine Gewinnmarge von allerhöchstens drei Prozent.Um auch noch den letzten Cent herauszuquetschen, bedient sich Foxconn im Umgang mit Apple wohl auch einiger höchst fragwürdiger Taktiken. Unter anderem soll das Unternehmen bei der Berechnung von Angeboten für Apple höhere Zahlen von benötigten Mitarbeitern angegeben haben, als letztlich tatsächlich zum Einsatz kamen. Apple sollte also für Mitarbeiter zahlen, die Foxconn gar nicht an Apple-Produkten arbeiten ließ.
Foxconn nutzte Apple-Maschinen für Bau von Fremdprodukten
Außerdem soll Foxconn Maschinen, die eigentlich Apple gehören und nur für die Fertigung von dessen Produkten vorgesehen sind, für die Produktion der Geräte anderer Hersteller eingesetzt haben. Hinzu kommt, dass Foxconn versucht haben soll, Einsparungen bei der Qualitätskontrolle für fertige Produkte und Komponenten zu erzielen, damit aber unter den von Apple gemachten Vorgaben zurückblieb.In der Folge soll Apple mittlerweile stärker kontrollieren, wie Foxconn seine Anlagen und Mitarbeiter einsetzt. Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer Vorwürfe, die aus dem Bericht hervorgehen. Dazu gehört auch, dass Foxconn angeblich Mitarbeitern von Google einen Werksrundgang durch die Fertigung des noch nicht erschienenen MacBook mit 12-Zoll-Display ermöglichte, ohne dass Apple davon wusste.
Apple soll sich seinerseits aber auch nicht immer "korrekt" verhalten haben. So hatte Foxconn angeblich bereits ein Werk für die Fertigung der AirPods Pro eingerichtet, doch Apple schwenkte in letzter Minute auf einen anderen Vertragsfertiger um, um so seine Gewinnmarge zu steigern. Offen ist, welche Auswirkungen die zunehmenden Probleme zwischen Apple und Foxconn auf die weitere Zusammenarbeit haben werden.
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