Deezer erwischt Musik-Piraten, meint aber, dass man sie toleriert
Der Musik-Dienst Deezer ist zwar kleiner und auch nicht ganz so bekannt wie Spotify oder Apple Music, das französische Angebot hält sich aber seit Jahren mehr oder weniger erfolgreich über Wasser. Eine ungewöhnliche Eigenheit von Deezer ist: Man toleriert illegale Nutzung.
Deezer ist im Vergleich zu Spotify und Co. eine verhältnismäßig kleine Nummer, der in Paris beheimatete Streaming-Dienst hat sich aber seine treue Nutzerschaft gesichert und schafft es damit, sich trotz der übermächtigen Konkurrenz am Markt zu behaupten. Allzu viele funktionelle Unterschiede zu Spotify gibt es nicht, so haben beide europäischen Musik-Streaming-Dienste eine kostenlose Schiene und mehrere Premium-Varianten.
Infografik: Die Geschichte der tragbaren Musik
Wie TorrentFreak berichtet, sind beide Anbieter davon betroffen und beide versuchen dagegen vorzugehen. Doch bei der Schärfe der Maßnahmen gibt es große Unterschiede: So warnte Spotify in Vergangenheit Piraten und teilte ihnen mit, dass sie Gefahr laufen, ihr Konto zu verlieren, dazu kommen diverse Maßnahmen gegen die Anbieter solcher Apps.
Deezer will natürlich auch, dass Nutzer, die Premium wollen, auch dafür bezahlen. Doch man droht Piraterie-Nutzern, die man dabei erwischt, nicht. Diese Woche haben einige Deezer-Hörer eine Mail bekommen, in der man Folgendes lesen kann: "Wir sehen dich (Piratenflagge). Wir wissen, dass du nicht die offizielle Version von Deezer verwendest, und wir werden dich nicht daran hindern."
Infografik: Die Geschichte der tragbaren Musik
Premium nutzen, nichts bezahlen
Die kostenlosen Angebote finanzieren sich teilweise durch Werbung, wer keine Unterbrechungen wünscht, der muss bezahlen. Doch es gibt Wege, diese Beschränkungen auszutricksen bzw. zu umgehen, sowohl bei Spotify als auch bei Deezer. Das geht zumeist über manipulierte oder besser gesagt manipulierende Apps, die auf PC sowie vor allem auf Android genutzt werden. Diese blocken Werbung, dienen als Downloader und entfernen sonstige Einschränkungen.Wie TorrentFreak berichtet, sind beide Anbieter davon betroffen und beide versuchen dagegen vorzugehen. Doch bei der Schärfe der Maßnahmen gibt es große Unterschiede: So warnte Spotify in Vergangenheit Piraten und teilte ihnen mit, dass sie Gefahr laufen, ihr Konto zu verlieren, dazu kommen diverse Maßnahmen gegen die Anbieter solcher Apps.
Deezer will natürlich auch, dass Nutzer, die Premium wollen, auch dafür bezahlen. Doch man droht Piraterie-Nutzern, die man dabei erwischt, nicht. Diese Woche haben einige Deezer-Hörer eine Mail bekommen, in der man Folgendes lesen kann: "Wir sehen dich (Piratenflagge). Wir wissen, dass du nicht die offizielle Version von Deezer verwendest, und wir werden dich nicht daran hindern."
Warnung vor Sicherheitsrisiko
Man teilt den Erwischten aber auch mit, dass ihnen klar sein muss, dass das ein Sicherheitsrisiko ist. Eine Drohung einer Kontosperre gibt es keine, man teilt den Piraten lediglich mit, wo sie die echte App finden können. Deezer meint, dass man auch für wenig Geld ganz legal einen Zugang bekommen und somit die Künstler, die man liebt, auch unterstützen könne.
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