Linux 5.9: Microsoft hilft wichtigem Performance-Feature ins Leben

Seit gestern steht die neue Linux-Version 5.9 in der finalen Variante offiziell zur Verfügung. Mit Hilfe Microsofts gelang es dabei, ein wichtiges Performance-Feature nach jahrelanger Entwicklung über die Ziellinie zu bringen.
Betriebssystem, Sicherheit, Sicherheitslücke, Hacker, Security, Hack, Linux, Kriminalität, Cybersecurity, Cybercrime, Hacking, Hackerangriff, Internetkriminalität, Hacken, Hacks, Unix, Basis
Ausgehend von der ersten RFC-Veröffentlichung wurde nunmehr seit rund fünf Jahren am FSGSBASE-Support des Linux-Kernels gearbeitet. Das Feature sorgt vor allem dafür, dass beim Kontext-Switching bei hohen Lasten wie I/O-Operationen deutliche Performance-Vorteile zum Tragen kommen. Software im User-Space kann darüber außerdem in die x86_64 GSBASE schreiben, ohne dabei über den Kernel zu gehen.

Das Feature setzt letztlich da an, wo die verschiedenen Patches gegen den Spectre-Meltdown-Komplex die Performance von Systemen deutlich schmälerten. Anwender können sich hier darauf freuen, dass sie weit weniger Abstriche in Kauf nehmen müssen. Das gilt allerdings nur bei Prozessoren, die das Feature generell unterstützen - wozu aber bei Intel seit Ivy Bridge und auch alle neuere AMD-CPUs der Ryzen-Serie gehören. Grundsätzlich hätte man hier also wohl auch schon etwas eher dabei sein können, es bedurfte zum Ende hin aber eben einiger Beihilfen aus Redmond, um den Kernel mit den entscheidenden Patches zu versorgen.

Mehr Grafik-Support

Ansonsten ist Linux 5.9 aber nicht gerade eine Neufassung, die in die Geschichte eingehen wird. Nach dem ziemlich umfangreichen 5.8-Release ging es nun ein wenig beschaulicher zu. Laut Linus Torvalds, der noch immer die oberste Instanz bei der Weiterentwicklung des Linux-Kernels ist, wären ihm zum Ende sogar noch ein paar Rückmeldungen weniger Recht gewesen. Nun aber ist die finale Fassung da und es kann mit den Arbeiten an Linux 5.10 weitergehen.

Linux 5.9 bringt aber ansonsten auch einige Neuerungen mit, die für verschiedene Nutzer von großem Interesse sein werden. Im Grafik-Bereich gibt es nun beispielsweise Support für die Radeon RX 6000 "RDNA 2"-Karten von AMD und Intels Intel Rocket Lake-Einheiten. Die Unterstützung von USB 4 wurde verbessert. Und nicht zuletzt ist natürlich die Zusammenarbeit mit einer breiteren Palette von ARM-Kernen erwähnenswert.

Siehe auch:


Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!