Verbraucherzentrale NRW warnt vor 1-Cent-Verkäufen bei Amazon
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt vor vermeintlichen Schnäppchen-Angeboten bei Amazon: Dabei geht es häufig um Bekleidung oder Elektronik-Artikel, die zum Preis von einem Cent angeboten werden. Dazu kommen aber immense Versandkosten.
"Ein-Cent-Artikel eignen sich prächtig als tricky Lockangebot, wobei die oftmals absurd hohen Transportkosten den Warenwert verschleiern", so die Verbraucherschützer. Sie warnen daher jetzt vor diesem Trick, der aktuell bei Amazon von chinesischen Händlern massiv eingesetzt wird. Nach Kundenbeschwerden hatte sich die Verbraucherzentrale daher an den PC gesetzt und ist selbst auf Shoppingtour gegangen.
Dazu suchten sie zum Beispiel bei Schuhen mit dem Filter "Preis aufsteigend" nach günstigen Angeboten und fanden schnell Schuhe zum Preis von nur einem Cent. Versandkosten in diesem Fall: 15,50 Euro. Zusammengerechnet erscheint das zwar vielleicht noch immer wie ein Schnäppchen, doch halten die Angebote selten das, was sie versprechen. Schaut man sich in einschlägigen Foren um, merkt man schnell, dass allzu oft Bekleidung in unpassenden Größen, defekte Produkte oder ganz andere Waren als die bestellten Angebote beim Kunden ankommen.
Bei Amazon findet man 1 Cent-...
... Angebote mit hohen Versandkosten
Im Normalfall ist das natürlich bei einem Kauf bei Amazon kein Problem, denn man kann Bestellungen reklamieren, Nachbesserungen anfordern oder die Waren zurücksenden. Dazu schreibt die Verbraucherzentrale: "Das kann Kunden ins Grübeln bringen, die den Onlinekauf retournieren wollen: ob und wie teure Paketkosten von und nach China erstattet werden? Stattdessen bat Amazon: Kontaktieren Sie den Händler, um Informationen über Richtlinien zu erhalten." Das hat die Verbraucherzentrale mehrfach vergeblich per E-Mail versucht.
Bei einem Widerruf oder bei einer Rückgabe muss laut den Verbraucherschützern per Gesetz nicht nur der Kaufpreis, sondern es müssen auch die Hinsendekosten erstattet werden. Die ursprünglichen Versandkosten schließt das nicht mit ein.
Der Rat für diese vermeintlichen Schnäppchen-Angebote ist dennoch, dass man besser davon Abstand nehmen sollte - bei vielen Vergleichen hatte die Verbraucherzentrale dabei bei Amazon günstigere Gesamtpreise gefunden als bei den 1-Cent-Angeboten mit ihren hohen Versandkosten. Ein echtes "Schnäppchen" kann man dabei kaum finden.
Zum Amazon Prime Day 2020 Alle Highlights der Aktion im Überblick
Dazu suchten sie zum Beispiel bei Schuhen mit dem Filter "Preis aufsteigend" nach günstigen Angeboten und fanden schnell Schuhe zum Preis von nur einem Cent. Versandkosten in diesem Fall: 15,50 Euro. Zusammengerechnet erscheint das zwar vielleicht noch immer wie ein Schnäppchen, doch halten die Angebote selten das, was sie versprechen. Schaut man sich in einschlägigen Foren um, merkt man schnell, dass allzu oft Bekleidung in unpassenden Größen, defekte Produkte oder ganz andere Waren als die bestellten Angebote beim Kunden ankommen.
Bei Amazon findet man 1 Cent-...
... Angebote mit hohen Versandkosten
Im Normalfall ist das natürlich bei einem Kauf bei Amazon kein Problem, denn man kann Bestellungen reklamieren, Nachbesserungen anfordern oder die Waren zurücksenden. Dazu schreibt die Verbraucherzentrale: "Das kann Kunden ins Grübeln bringen, die den Onlinekauf retournieren wollen: ob und wie teure Paketkosten von und nach China erstattet werden? Stattdessen bat Amazon: Kontaktieren Sie den Händler, um Informationen über Richtlinien zu erhalten." Das hat die Verbraucherzentrale mehrfach vergeblich per E-Mail versucht.
Bei einem Widerruf oder bei einer Rückgabe muss laut den Verbraucherschützern per Gesetz nicht nur der Kaufpreis, sondern es müssen auch die Hinsendekosten erstattet werden. Die ursprünglichen Versandkosten schließt das nicht mit ein.
Amazons A-Z-Garantie
Amazon hat dabei für seine Kunden eine gute Regelung getroffen, nach der internationale Händler vom Marketplace entweder eine Rücksendeadresse innerhalb Deutschlands anbieten müssen oder ein vorfrankiertes Etikett für eine kostenlose Rücksendung. Alternativ können sie auf eine Retoure der Ware verzichten. Wenn der Händler sich aber wie im Fall des Testkaufs der Verbraucherschützer nicht meldet, beginnt die Auseinandersetzung mit Amazon. Das kostet in den besten Fällen nur Zeit und Nerven, denn Amazon bietet mit seiner A-Z-Garantie auch einen Kundenschutz vor den unseriösen Angeboten.Der Rat für diese vermeintlichen Schnäppchen-Angebote ist dennoch, dass man besser davon Abstand nehmen sollte - bei vielen Vergleichen hatte die Verbraucherzentrale dabei bei Amazon günstigere Gesamtpreise gefunden als bei den 1-Cent-Angeboten mit ihren hohen Versandkosten. Ein echtes "Schnäppchen" kann man dabei kaum finden.
Zum Amazon Prime Day 2020 Alle Highlights der Aktion im Überblick
Thema:
Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
Amazons Aktienkurs in Euro
Videos zum Thema Amazon
- Die Ringe der Macht: Amazon zeigt den offiziellen Trailer zur 3. Staffel
- Bloodaxe: Prime Video zeigt den ersten Trailer zur Wikinger-Serie
- Blade Runner 2099: Prime Video zeigt einen neuen Trailer zur Miniserie
- Star Wars: Galactic Racer startet - Kampagne gratis auf Amazon Luna
- Carrie: Prime Video zeigt den Trailer zur modernen Serienadaption
Beiträge aus dem Forum
Interessante Links
Neue Nachrichten
- Google Suncatcher: Satellit meldet sich mit schrägem Haiku aus dem All
- Disney+ Premium: Verbraucherzentrale mahnt wegen Bildqualität ab
- Microsoft: Fehlende Taskleistenfunktion in Windows 11 ist ein Feature
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- SMS-of-Death-Exploit bringt Android-Smartphones zum Absturz
- Windows-Veteran erklärt: Das ist das große Problem des Task-Managers
- Geldregen durch Datensteuer in Frankreich: 5,5 Cent/GB Abgabe geplant
Videos
Neueste Downloads
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen