Ruhr-CIX: Das Ruhrgebiet hat jetzt seinen eigenen Internet-Knoten

Im Ruhrgebiet haben sich mehrere Netzbetreiber zusammengeschlossen und einen neuen Internetknoten gegründet. Der Ruhr-Commercial Inter­net Exchange (Ruhr-CIX) wird dabei von den Experten des großen DE-CIX-Knotens mitbetrieben.
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Den Kern des Ruhr-CIX bildet dabei ein Glasfaserring, der die Ruhrgebietsstädte Dortmund, Bochum und Gelsenkirchen miteinander verbindet. Die Verbindung verläuft dabei zwischen DOKOM21 aus Dortmund, die Gelsenkirchener GELSEN-NET und die Bochumer TMR. Der Zusammenschluss mit dem Betreiber DE-CIX als Bindeglied soll das digitale Ökosystem des Ruhrgebietes deutlich voranbringen.

"Zukünftig dürfen wir uns nicht mehr allein darauf verlassen, den Datenverkehr über außereuropäische Clouds abzuwickeln. Gerade für die Wirtschaft brauchen wir in Deutschland sichere und stabile Lösungen", sagte Stephan Albers, Geschäftsführer des Branchenverbandes Breko. Und das soll der Ruhr-CIX für die Region sicherstellen.

Auftakt für mehr Knoten

An den Knoten sind nicht nur die Glas­faser-Strecken ange­bunden, sondern auch die Rechen­zentren der regio­nalen Netz­betreiber. Diese hoffen nun, dass auch große Kon­zerne wie Akamai, Amazon, Facebook, Google oder Netflix ihre Systeme in die Ein­richtungen stellen und so für kurze Wege zu den Nutzern sorgen. Dafür spricht, dass immerhin rund 5 Millionen pri­vate User direkt an der Infra­struktur hängen. Das wäre auch für den großen Knoten in Frankfurt am Main eine Entlastung. Der Traffic, den das DE-CIX zu bewältigen hat, steht kurz davor, in den zwei­stelligen Terabit-pro-Sekunde-Bereich zu wachsen.

Beim DE-CIX sieht man den neuen Knoten auch als Blaupause für zukünftig entstehende weitere lokale Knoten. Diese sollen dann einen wichtigen Beitrag zum Gaja-X-Projekt der Bundesregierung leisten, in dessen Rahmen man eine europaweite Cloud-Infrastruktur schaffen will, die wettbewerbsfähig gegenüber den großen US-Betreibern ist.

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