Digitale Krise: In 150 Jahren gibt es mehr Bits als Atome auf der Erde

Es ist ein interessantes Gedankenspiel, das man in Bezug auf das Wachs­tum von Informationen anstellen kann: Rechnet man Trends weiter, wür­de in etwa 150 Jahren die Anzahl der Bits der Anzahl der Atome auf der Erde entsprechen. Das führt zu weiteren kuriosen Schlussfolgerungen.

Wie geht es mit dem Informationszeitalter wirklich weiter

Um den immer weiter wachsenden Hunger nach mehr Rechenleistung und Platz zur Informationsspeicherung zu befriedigen, werden natürliche Ressourcen wie Kohle, Öl, Erdgas, Kupfer, Silizium und Aluminium aufgewendet - genau betrachtet wird hier also in vielen Fällen Erdmaterie von physischen Atomen zu digitalen Informationen umgewandelt. Wie jetzt Phys schreibt, spielt ein Beitrag im Fachmagazin AIP Advances diesen Trend jetzt als Gedankenspiel in die Zukunft weiter.
Die Informationskatastrophe (AIP Advances)Rechnet man aktuelle Trends weiter... Die Informationskatastrophe (AIP Advances)...ergeben sich kuriose Zukunftsbilder
"Wir verändern den Planeten buchstäblich Bit für Bit und es ist eine unsichtbare Krise", sagte der Autor Melvin Vopson. Die Überlegung: Folgt man der Kurve der Entwicklung, erreicht die Menschheit irgendwann eine Periode, in der digitale Bits die Zahl der Atome auf der Erde übertreffen werden, eine Welt, "die größtenteils vom Computer simuliert und von digitalen Bits und Computercode dominiert wird", so die Schlussfolgerung Vopsons.

Doch wie viel Zeit bleibt der Menschheit bis zu diesem Punkt? Vopson versucht sich hier an einer Untersuchung der Faktoren, die die digitale Entwicklung vorantreiben. Dabei gelangt die Menschheit nach seiner Überlegung schon sehr bald an den Punkt, an dem der Planet in Sachen Energie, die zur Produktion von Bits benötigt wird, an seine Grenzen stoßen könnte.

Kuriose Gedankenspiele

Eine Überlegung: Vopson setzt die aktuellen Datenspeicherdichten, die Anzahl der pro Jahr produzierten Bits und die Größe eines Bits im Vergleich zur Größe eines Atoms in Zusammenhang. Sein Ergebnis: bei einer jährlichen Wachstumsrate von 50 % würde die Anzahl der Bits der Anzahl der Atome auf der Erde in etwa 150 Jahren entsprechen.

In 130 Jahren sei demnach der Punkt erreicht, an dem alle aktuell produzierte Energie für den Erhalt digitaler Information aufgewendet werden müsste. "Bis 2245 wäre die Hälfte der Masse der Erde in digitale Informationsmasse umgewandelt", schlussfolgert Vopson weiter. "Das Wachstum der digitalen Information scheint wirklich unaufhaltsam zu sein", so der Autor. Internet, Erde, IT Internet, Erde, IT Flickr
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