Movie2K: FBI half deutschen Behörden, 25 Mio. Euro sicherzustellen
Das Ende von Movie2K, einer berühmt-berüchtigten Piraterie-Seite aus Deutschland, liegt sieben Jahre zurück, 2013 war das Streaming-Portal eines der größten illegalen Angebote des Internets. Die Behörden konnten nun Kryptogeld im Wert von 25 Millionen Euro sicherstellen.
Movie2K war vor allem Deutschland überaus populär und generiert mehr Seitenaufrufe als Webangebote wie Twitter, Amazon, Apple und PayPal. Die Ermittlungen dauerten aber auch nach dem Ende des auf Filme und Serien spezialisierten Piraterie-Angebots an, die Dresdener Staatsanwaltschaft gab erst im vergangenen Herbst die Verhaftung zweier mutmaßlicher Betreiber im Alter von 44 und 37 Jahren bekannt.
Die beiden - ein Programmierer und ein Berliner Immobilienunternehmer - sollen zwischen 2008 und 2013 880.000 Kopien von Filmen und TV-Serien verbreitet haben. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden gab nun bekannt (via TorrentFreak), dass die beiden inzwischen geständig seien und die Strafverfolgungsbehörden bei den weiteren Ermittlungen gegen einen noch flüchtigen zweiten Hauptbetreiber unterstützten.
Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden weiter: "Die eindeutige und beweissichere Identifizierung der Bitcoins erfolgte aufgrund von umfangreichen Ermittlungen in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt und der US-amerikanischen Sicherheitsbehörde FBI durch einen forensischen Sachverständigen. Die sichergestellten Bitcoins wurden durch den Programmierer bei seiner staatsanwaltschaftlichen Vernehmung freiwillig zur Schadenswiedergutmachung herausgegeben."
Die beiden - ein Programmierer und ein Berliner Immobilienunternehmer - sollen zwischen 2008 und 2013 880.000 Kopien von Filmen und TV-Serien verbreitet haben. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden gab nun bekannt (via TorrentFreak), dass die beiden inzwischen geständig seien und die Strafverfolgungsbehörden bei den weiteren Ermittlungen gegen einen noch flüchtigen zweiten Hauptbetreiber unterstützten.
22.000 Bitcoins gekauft
Der Programmierer hat den sächsischen Behörden auch die angesammelten bzw. verbleibenden Geldmittel ausgehändigt, schreibt die Dresdner Justiz: "Die aus Werbeentgelten und Abofalleneinnahmen erzielten Gewinne wurden seit Mitte 2012 von den zwei Hauptbetreibern dazu genutzt, in großem Umfang Bitcoins anzukaufen. Hiervon erhielt der Programmierer über 22.000 Bitcoins." Diese Summe wäre nach heutigem Stand mehr als 225 Millionen Euro wert, allerdings wurde das Geld zwischen Herbst 2013 und Mitte 2016 zum Kauf von Immobilien eingesetzt.Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden weiter: "Die eindeutige und beweissichere Identifizierung der Bitcoins erfolgte aufgrund von umfangreichen Ermittlungen in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt und der US-amerikanischen Sicherheitsbehörde FBI durch einen forensischen Sachverständigen. Die sichergestellten Bitcoins wurden durch den Programmierer bei seiner staatsanwaltschaftlichen Vernehmung freiwillig zur Schadenswiedergutmachung herausgegeben."
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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