Es reicht: Intel schmeißt Chef-Ingenieur raus und baut alles um
Die nicht abreißenden Probleme bei der Weiterentwicklung der Prozesstechniken bei Intel haben nun Konsequenzen. Unter anderem entzieht man dem Chef-Ingenieur die Verantwortung. Murthy Renduchintala muss den Konzern verlassen.
Hintergrund dessen sind die anhaltenden Schwierigkeiten, die Zeitpläne beim Fortschritt der Fertigungstechnologien auch nur annähernd einzuhalten. Jahrelang schaffte es das Unternehmen nicht, die längst geplanten Produkte im 10-Nanometer-Design zur Marktreife zu bringen. Und nun verschiebt sich auch die darauffolgende Einführung der 7-Nanometer-Prozesse noch einmal deutlich.
Das bringt Intel zunehmend in eine Position, in der man befürchten muss, ordentlich Marktanteile an die Konkurrenz zu verlieren. Der Konzern hatte es schon nicht geschafft, bei der Entwicklung des wichtigen Mobile-Segments eine Rolle zu spielen. Hier konnte man sich zumindest darauf berufen, dass hinter vielen Anwendungen in dem Bereich diverse Cloud-Dienste stehen. Und die Rechenzentren sind bisher fest in Intels Hand - allerdings ist inzwischen nicht mehr so sicher, dass dies auch so bleibt. Denn die Konkurrenz kann auch hier Impulse setzen.
Schöne Roadmap - leider nicht haltbar.
Intel hatte Renduchintala im Februar 2016 von Qualcomm abgeworben und ihm die Verantwortung über kritische Konzernbereiche übertragen. Zumindest in technischer Hinsicht war er für alles von der Entwicklung der Fertigungs-Technologien bis hin zur Chip-Architektur selbst zuständig. Heute muss man feststellen, dass er an dieser Aufgabe weitgehend gescheitert ist.
Das soll auch dazu beitragen, dass pragmatische Entscheidungen nicht mehr von Befindlichkeiten und überzogenen Ansprüchen an die eigenen Möglichkeiten beeinflusst werden. Das betrifft vor allem auch das Novum, dass Intels Chip-Designer nicht mehr alle ihre Entwicklungen nur in den eigenen Werken produzieren lassen. Ein Teil soll nun auch an Auftragshersteller übergeben werden. Gerüchten zufolge gibt es bereits Verhandlungen mit TSMC über die Produktion von Grafikeinheiten.
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Das bringt Intel zunehmend in eine Position, in der man befürchten muss, ordentlich Marktanteile an die Konkurrenz zu verlieren. Der Konzern hatte es schon nicht geschafft, bei der Entwicklung des wichtigen Mobile-Segments eine Rolle zu spielen. Hier konnte man sich zumindest darauf berufen, dass hinter vielen Anwendungen in dem Bereich diverse Cloud-Dienste stehen. Und die Rechenzentren sind bisher fest in Intels Hand - allerdings ist inzwischen nicht mehr so sicher, dass dies auch so bleibt. Denn die Konkurrenz kann auch hier Impulse setzen.
Schöne Roadmap - leider nicht haltbar.
Intel hatte Renduchintala im Februar 2016 von Qualcomm abgeworben und ihm die Verantwortung über kritische Konzernbereiche übertragen. Zumindest in technischer Hinsicht war er für alles von der Entwicklung der Fertigungs-Technologien bis hin zur Chip-Architektur selbst zuständig. Heute muss man feststellen, dass er an dieser Aufgabe weitgehend gescheitert ist.
Umbau in kleinere Strukturen
Das Intel-Management sieht im Zuge dessen auch ein, dass die Technology Systems Architecture and Client Group eine viel zu große Gesamtabteilung ist. Diese wird jetzt in fünf getrennte Bereiche aufgespalten. Zukünftig unterliegen die Technologie-Entwicklung, die Fertigung, das Design, die grundlegenden Architekturen und die Lieferkette jeweils eigenen Verantwortlichkeiten, die direkt unter Konzernchef Bob Swan angesiedelt sind.Das soll auch dazu beitragen, dass pragmatische Entscheidungen nicht mehr von Befindlichkeiten und überzogenen Ansprüchen an die eigenen Möglichkeiten beeinflusst werden. Das betrifft vor allem auch das Novum, dass Intels Chip-Designer nicht mehr alle ihre Entwicklungen nur in den eigenen Werken produzieren lassen. Ein Teil soll nun auch an Auftragshersteller übergeben werden. Gerüchten zufolge gibt es bereits Verhandlungen mit TSMC über die Produktion von Grafikeinheiten.
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