Schwachstelle: Hacker legen Systeme der Ruhr-Universität Bochum lahm

Aufgrund der Coronakrise sind nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Stu­den­ten ans Home-Office gebunden. Wer an der Ruhr-Universität Bo­chum eingeschrieben ist, schaut jetzt allerdings in die Röhre. Ein Hacker-Angriff hat große Teile der Online-Systeme vollständig lahmgelegt. Das wurde auf der offiziellen Internetseite der Ruhr-Universität Bochum be­kannt­ge­ge­ben. Durch einen Computerangriff war es nötig, zentrale Elemente der Infrastruktur vom Netz zu nehmen. Damit stehen viele Systeme bis auf weiteres nicht mehr zur Ver­fü­gung. Zu den be­trof­fe­nen Diensten zählen der Webmail-Server, das VPN sowie das interne Serviceportal.


Online-Lehre womöglich eingeschränkt

Die Universität betont, dass Dienste wie E-Mail, Moodle, Rub-Cast, Zoom und Matrix weiterhin zur Verfügung stehen. Es wäre also denkbar, dass die digitale Lehre über diese Plattformen weiterhin stattfinden kann. Dennoch könnte das Angebot stark eingeschränkt werden. Vor allem der VPN-Tunnel ist wichtig, um sicheren Zugriff auf einige Dienste und Daten zu erhalten.

Bisher ist noch offen, welche Art von Attacke genau durchgeführt wurde und welche Kon­se­quen­zen der Angriff mit sich bringt. Momentan wird die Situation analysiert und die weitere Vorgehensweise geplant.

Ende 2019 war bereits Gießen betroffen

Wann die Probleme behoben und die Services wieder vollständig nutzbar sein werden, bleibt derzeit noch unklar. Bei der Attacke auf die Ruhr-Universität Bochum handelt es sich nicht um den ersten Hackerangriff auf eine deutsche Universität. Bereits im vergangenen Jahr gab es eine größere Attacke auf die Universität Gießen. Die Server wurden von Emotet befallen. Es hatte etwa einen Monat lang gedauert, bis die Systeme wieder genutzt werden konnten.
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