Magic Leap: Hoch gehyptes Augmented-Reality-Startup sucht Käufer

Als das auf Augmented-Reality spezialisierte Startup Magic Leap vor einigen Jahren an den Start ging, arbeitete man unter größter Geheim­haltung und sammelte Milliarden ein. Dann kamen erste, eher enttäu­schende Produkte. Jetzt steht Magic Leap zum Verkauf.
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Magic Leap
Wie der US-Wirtschaftsdienst Bloomberg berichtet, sucht Magic Leap derzeit nach Optionen, um ein weiteres Bestehen der Firma zu sichern. Dabei steht sowohl die Suche nach neuen Geldgebern als auch ein Verkauf des gesamten Unternehmens im Raum. Außerdem erwägt man angeblich auch einen Börsengang oder eine Partnerschaft mit einem anderen Unternehmen.


Aktuell könnte Magic Leap nach Einschätzung der mit den Überlegungen des Unternehmens vertrauten Quellen von Bloomberg mit einem Verkaufspreis von über 10 Milliarden Dollar rechnen, heißt es. Unter anderem soll es Gespräche mit Facebook und dem Medizinkonzern Johnson & Johnson gegeben haben. Die Diskussionen mit Facebook sollen aber bisher nicht zu einem Verkauf geführt haben.

Neuausrichtung auf den überladenden Business-Markt

Magic Leap versucht derzeit, seine Produkte vor allem im Enterprise- und Business-Bereich zu etablieren, weil das Interesse an Augmented-Reality-Produkten auf Seiten der Endverbraucher bisher hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Allerdings ist auch das Business-Geschäft mit Virtual- und Augmented-Reality-Produkten ein hart umkämpfter Markt, in dem auch große Konkurrenten wie Amazon, Facebook und Microsoft aktiv sind.

Bisher hat Magic Leap bereits gut 2,6 Milliarden Dollar von diversen Investoren eingesammelt, zu denen unter anderem Google und der chinesische Online-Handelsgigant Alibaba gehören. Der Marktwert des Unternehmens soll zwischen sechs und acht Milliarden Dollar liegen. Das Magic Leap-Headset der ersten Generation konnte allerdings trotz hoher Erwartungen nicht überzeugen.

Das Gerät wird seit 2018 zum Preis von rund 2300 Dollar verkauft und bietet nach Meinung von Kritikern nicht das, was man aufgrund der über Jahre immer wieder erneuerten großen Versprechungen der Firma erwarten würde. Der Verkauf von Magic Leap an ein anderes großes Unternehmen würde vor allem ein Zeitpolster schaffen. So könnte die Firma ihre Technologie weiterentwickeln, um das in diesem Jahr geplante AR-Headset der zweiten Generation auf den Markt zu bringen und endlich den Endkundenmarkt erfolgreich anzusprechen.

Siehe auch: "Tragischer Haufen" - Oculus-Gründer vernichtet MR-Brille Magic Leap
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