"Übergriffig" & "verrückt":
Apple knebelt unabhängige Reparierer
Nach Jahren des Kampfes gegen unabhängige Reparaturen hat Apple im letzten Jahr sein "Independent Repair Provider"-Programm gestartet. Jetzt wurde bekannt: Der Vertrag, den Reparatur-Shops dafür unterschrieben müssen, ist mit vielen strengen Auflagen verbunden.
Apple hat sich jahrelang mit allen verfügbaren Mitteln gegen unabhängige Reparaturen seiner Geräte gestemmt - schließlich verdient man damit selber gutes Geld. Als der Konzern im letzten Jahr dann verkündet hatte, dass man unter der Überschrift Independent Repair Provider (IRP) damit beginnt, auch unabhängige Reparatur-Shops mit Ersatzteilen, Werkzeugen und Diagnose-Diensten zu versorgen, wurde das als überfälliger Schritt in die richtige Richtung gefeiert. Wie sich jetzt zeigt, wird der Segen Apples für unabhängige Reparaturen aber nur unter strengsten Auflagen erteilt.
Wie Motherboard schreibt, hat man jetzt erstmals Einsicht in die mit dem IRP-Programm verbundenen Vertragsunterlagen erhalten. Das Dokument beinhaltet demnach Formulierungen, die sowohl Reparatur-Spezialisten als auch Rechtsexperten als "unterdrückend" und "verrückt" bezeichnen. Apple räumt sich mit diversen Klauseln weitreichende Kontrolle über Unternehmen ein, die sich für die Unterzeichnung entscheiden. Darüber hinaus sei der Vertrag aber auch für Kunden mit "übergriffigen" Bedingungen in Bezug auf die Privatsphäre verbunden.
Um an dem Programm teilnehmen zu können, müssen sich die Reparatur-Shops zu unangekündigten Inspektionen durch Apple bereit erklären, die laut Ansicht Motherboards zumindest teilweise dazu dienen, nach "unerlaubten Reparaturteilen zu suchen". Apple könne im Fall einer Entdeckung laut den Unterlagen "Strafen aussprechen". Dieses "Recht zur Durchsuchung" behält sich Apple auch noch fünf Jahre, nachdem die Teilnehmer das Programm verlassen haben, vor. In Bezug auf Kunden fordert Apple von den Reparatur-Unternehmen weitreichende Eingriffe auf Daten ein. So müssen Teilnehmer "jederzeit auf Anfrage" Namen, Telefonnummern und Adressen übermitteln.
Wie Motherboard schreibt, hat man jetzt erstmals Einsicht in die mit dem IRP-Programm verbundenen Vertragsunterlagen erhalten. Das Dokument beinhaltet demnach Formulierungen, die sowohl Reparatur-Spezialisten als auch Rechtsexperten als "unterdrückend" und "verrückt" bezeichnen. Apple räumt sich mit diversen Klauseln weitreichende Kontrolle über Unternehmen ein, die sich für die Unterzeichnung entscheiden. Darüber hinaus sei der Vertrag aber auch für Kunden mit "übergriffigen" Bedingungen in Bezug auf die Privatsphäre verbunden.
Um an dem Programm teilnehmen zu können, müssen sich die Reparatur-Shops zu unangekündigten Inspektionen durch Apple bereit erklären, die laut Ansicht Motherboards zumindest teilweise dazu dienen, nach "unerlaubten Reparaturteilen zu suchen". Apple könne im Fall einer Entdeckung laut den Unterlagen "Strafen aussprechen". Dieses "Recht zur Durchsuchung" behält sich Apple auch noch fünf Jahre, nachdem die Teilnehmer das Programm verlassen haben, vor. In Bezug auf Kunden fordert Apple von den Reparatur-Unternehmen weitreichende Eingriffe auf Daten ein. So müssen Teilnehmer "jederzeit auf Anfrage" Namen, Telefonnummern und Adressen übermitteln.
Zur Verschwiegenheit verpflichtet
Mit mehreren mit der Sache vertrauten Quellen hat Motherboard erfahren, dass Unternehmen die Vertragsunterlagen erst nach Unterzeichnung einer Verschwiegenheitserklärung zugesendet werden. Kit Walsh, Anwalt bei der Electronic Frontier Foundation zu den Vertragsbedingungen: "Diese geben Apple einen großen Spielraum, um Reparaturwerkstätten potenziell geschäfts-zerstörende Kosten und Strafen aufzuerlegen."
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