Bahn: Neue IC-Züge booten eine Stunde, Firmware stürzt oft ab
Die Erneuerung der Fahrzeugflotte der Deutschen Bahn hat einen erheblichen Rückschlag zu verkraften. Komplett neue Intercity-Züge, die von Bombardier entwickelt und gebaut wurden, können aufgrund massiver Software-Probleme nicht in Betrieb genommen werden.
Die ersten 17 Züge wurden bereits vor fast einem Jahr an die Bahn übergeben. Mit der Zeit zeigten sich aber so gravierende Mängel, dass es zu einem ausgewachsenen Streit zwischen den Vertragspartnern kam und die Bahn sich aktuell weigert, noch 25 bereits fertiggestellte Züge abzunehmen. Denn diese würden nach jetzigem Stand im Wesentlichen Stellplatz verbrauchen, statt die Flotte auf der Schiene zu entlasten.
Die Süddeutsche Zeitung berichtet unter Berufung auf interne Vermerke der Bahn, dass man es mit grotesken Zuständen zu tun habe. So soll das Betriebssystem der neuen Doppelstock-Züge immer wieder abstürzen. Das geschieht vor allem beim Wechsel der Fahrtrichtung. Und um das Problem dann in den Griff zu bekommen, wird ein zweiter Zugführer benötigt. In den meisten Fällen bedeutet das aber, dass der Zug komplett ausfällt.
Der ganze Auftrag hat ein finanzielles Volumen von rund 400 Millionen Euro. Und die neuen Züge, die höhere Passagierzahlen befördern können sollen, werden dringend gebraucht - vor allem auf Strecken mit ständigen Kapazitätsproblemen. Die Bahn hat von Bombardier jetzt eine schnelle Behebung der Mängel gefordert und mit rechtlichen Schritten gedroht.
Langsam sollte wohl ohnehin die Frage gestellt werden, ob Bombardier noch als Partner für zukünftige Projekte in Frage kommt. Denn das Unternehmen fällt inzwischen seit Jahren immer wieder durch gravierende Probleme auf, seien es nun fehlerhafte Schweißnähte in den neuen ICE4-Zügen oder erhebliche Verzögerungen bei der Lieferung von Regionalbahnen für den Raum Stuttgart. Die ersten Doppelstockzüge lieferte der Hersteller schon im Jahr 2015 - und in diesen traten so starke Schwankungen auf, dass einige Passagiere mit Übelkeit zu kämpfen hatten.
Siehe auch: Jahreswechsel-Bug: Neue Hamburger ÖPNV-Züge stürzen ab
Die Süddeutsche Zeitung berichtet unter Berufung auf interne Vermerke der Bahn, dass man es mit grotesken Zuständen zu tun habe. So soll das Betriebssystem der neuen Doppelstock-Züge immer wieder abstürzen. Das geschieht vor allem beim Wechsel der Fahrtrichtung. Und um das Problem dann in den Griff zu bekommen, wird ein zweiter Zugführer benötigt. In den meisten Fällen bedeutet das aber, dass der Zug komplett ausfällt.
Züge werden dringend gebraucht
Hinzu kommt, dass die Firmware extrem lange zum booten benötigt. Die Technik sei nach Aussagen des Technikpersonals der Bahn so rückständig, dass das Personal eine Stunde vor Abfahrt vor Ort sein muss, um das System hochzufahren. Und dies, obwohl die Ausrüstung der Fahrzeuge mit dem automatischen Zugsteuerungssystem ETCS sogar noch auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wurde.Der ganze Auftrag hat ein finanzielles Volumen von rund 400 Millionen Euro. Und die neuen Züge, die höhere Passagierzahlen befördern können sollen, werden dringend gebraucht - vor allem auf Strecken mit ständigen Kapazitätsproblemen. Die Bahn hat von Bombardier jetzt eine schnelle Behebung der Mängel gefordert und mit rechtlichen Schritten gedroht.
Langsam sollte wohl ohnehin die Frage gestellt werden, ob Bombardier noch als Partner für zukünftige Projekte in Frage kommt. Denn das Unternehmen fällt inzwischen seit Jahren immer wieder durch gravierende Probleme auf, seien es nun fehlerhafte Schweißnähte in den neuen ICE4-Zügen oder erhebliche Verzögerungen bei der Lieferung von Regionalbahnen für den Raum Stuttgart. Die ersten Doppelstockzüge lieferte der Hersteller schon im Jahr 2015 - und in diesen traten so starke Schwankungen auf, dass einige Passagiere mit Übelkeit zu kämpfen hatten.
Siehe auch: Jahreswechsel-Bug: Neue Hamburger ÖPNV-Züge stürzen ab
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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