WDR bestätigt: Computerclub-Moderator Wolfgang Back ist tot

Moderator Wolfgang Back, einer der beliebten "beiden Wolfgangs" des legendären WDR Computerclubs, ist Anfang Dezember verstorben. Das hat der Westdeutsche Rundfunk jetzt bestätigt. Back wurde nur 76 Jahre alt und prägte die Anfangsjahre des Computers.
Wdr, Wolfgang Back, Computerclub
WDR
Wolfgang Back gehört für viele Computer-Begeisterte aus den frühen Jahren des PCs wohl zu den wichtigsten Erinnerungen. Back war einer der ersten Journalisten, der dieses Nerd-The­ma groß im TV mit rausbrachte. Immer mit Witz und Leichtigkeit brachte Back die für Ot­to-Normal-Verbraucher noch komplett fernen Themen im Fern­seh­pro­gramm für jedermann leicht verständlich rüber.

Er begeisterte damit sicherlich auch den einen oder anderen, der ei­gent­lich (noch) kaum etwas mit Personal Computern, Floppy Discs und dem Internet zu tun hat­te. Auch wenn viele Zuschauer nur staunend vor der Flimmerkiste saßen und den Kopf schüt­tel­ten, was die beiden Wolfgangs wieder für Neuheiten und verrückt-teuren Com­pu­ter­kram vorstellten. WDR ComputerclubWolfgang Back und Wolfgang Rudolph während der CeBIT 2007

Von Nerds für Gleichgesinnte und ein breites Publikum

Wolfgang Back hatte zusammen mit Moderator-Kol­le­ge Wolfgang Rudolph von 1983 bis 2003 den WDR Computerclub moderiert und schon davor das Computer-Magazin "Eff Eff" etabliert. Auch mit dem Hobbythek-Gründer Jean Pütz moderierte Back die eine oder andere Show, wenn es dabei um Computer-Technik ging. Back und Rudolph brachten die Computer-Wis­sen­schaft einem breiten Publikum nahe, das stetig wuchs. Back selbst hatte vor Jah­ren in einem Interview mit dem WDR verraten, wie ihn das Fieber für den PC ge­packt hatte.

"In den siebziger Jahren hatten meine Kum­pels so eine Kiste und wenn ich zu Besuch kam stand da auf dem Bild­schirm "Hallo Wolf­gang, wie geht es Dir?". Das habe ich nicht ver­stan­den und gedacht: 'Da geht die Post ab und du kriegst das nicht mit.' Dann habe ich mir so ein Ding besorgt und war ver­schwun­den und habe bis nachts um vier versucht, eine Uhr zu pro­gram­mie­ren. Hinzu kam meine Be­geis­te­rung für den Jour­na­lis­mus, so dass wir vol­ler Be­gei­ste­rung be­gon­nen haben, den Com­pu­ter­club zu machen", so Back.

Nach dem offiziellen Ende der TV-Show fand man die beiden als Eigenproduzenten wie­der, sie machten ihre Shows künftig für Lokalsender und natürlich für das Internet. Neben der ei­ge­nen Webseite für den Computerclub 2 landeten die beiden Wolfgangs so auch bei YouTube und als Podcast bei Apple iTunes.

Zusammenschnitt der beiden Wolfgangs aus über 400 Sendungen Computerclub:

Auf YouTube ansehen
Quelle: Heise
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