Intel: Qualcomm ist an unserem Scheitern bei (5G)-Modems Schuld
Intel wirft dem US-Chiphersteller Qualcomm massive Verletzungen des Wettbewerbsrechts vor, die den Halbleitergiganten letztlich zum Ausstieg aus dem Rennen um 5G gezwungen haben sollen. Statt eigener Fehler und Versäumnisse in der Hardware-Entwicklung, sieht man die Schuld bei Qualcomm.
In einem Blog-Eintrag und einem bei einem US-Gericht eingereichten Schreiben behauptet Intel, dass das Vorgehen der US-Behörden gegen Qualcomm wegen möglicher Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht vollkommen berechtigt ist. Im Mai hatten US-Richter entschieden, dass Qualcomms Gebahren im Umgang mit der Preisgestaltung von Lizenzen für seine patentierten Technologien rund um das Thema 5G illegal sein würden.
Intel argumentiert, dass Qualcomms Versuche, die Entscheidung der Richter hinfällig zu machen, keinerlei Berechtigung haben, weil man selbst von dem in San Diego ansässigen Mobilfunkspezialisten aus dem Markt gedrängt worden sei. Im Juli hatte Intel seine Modem-Sparte inklusive der bisher entwickelten 5G-Produkte an Apple verkauft - nur Stunden nachdem bekannt wurde, dass Apple und Qualcomm einen lange schwelenden Streit um zu hohe Lizenzgebühren für Mobilfunk-Patente beigelegt hatten.
Intel sei dadurch gezwungen worden, aus dem Markt für Mobilfunkmodems auszusteigen und seine entsprechenden Geschäftszweige mit "Milliardenverlusten" abzustoßen. Dass Intels 5G-Modems schlichtweg weit von der Marktreife entfernt waren und anders als die Chips von Qualcomm noch nicht über das Stadium der Prototypen hinaus kamen, verschweigt der Konzern dabei.
Anders als Qualcomm hatte Intel bis zuletzt keine einsatzbereiten 5G-Produkte im Sortiment - und es wird wohl auch noch bis 2021 dauern, bis Apple die zugekauften Produkte so weit entwickelt hat, um sie anstelle von Qualcomm-Modems in seinen iPhones zu verwenden. Unterdessen muss sich Qualcomm durchaus vorwerfen lassen, dass man auf höchst agressive Art und Weise versucht, den Markt für Mobilfunkmodems zu kontrollieren.
Weil der Konzern mit viel Aufwand in Technologien rund um UMTS, LTE und inzwischen auch 5G investiert hat, versucht man über Lizenzabgaben auch dann zu verdienen, wenn gar nicht die eigenen Modems in Endgeräten verbaut werden sollen. So wurde Qualcomm in der von den US-Wettbewerbsbehörden angstrengten Klage unter anderem vorgeworfen, exorbitante Lizenzgebühren zu erheben, selbst wenn die Hersteller von Smartphones gar keine Modems aus San Diego verbauen.
Intel argumentiert, dass Qualcomms Versuche, die Entscheidung der Richter hinfällig zu machen, keinerlei Berechtigung haben, weil man selbst von dem in San Diego ansässigen Mobilfunkspezialisten aus dem Markt gedrängt worden sei. Im Juli hatte Intel seine Modem-Sparte inklusive der bisher entwickelten 5G-Produkte an Apple verkauft - nur Stunden nachdem bekannt wurde, dass Apple und Qualcomm einen lange schwelenden Streit um zu hohe Lizenzgebühren für Mobilfunk-Patente beigelegt hatten.
Intel lieferte Modems für das iPhone 11 - bei 5G war Scheitern absehbar
Intel habe Milliarden investiert, tausende Mitarbeiter engagiert, mehrere Firmen übernommen und "innovative Produkte auf Weltklasse-Niveau" entwickelt, die letztlich auch in Geräten wie dem Apple iPhone 11 landeten. Letztlich habe Intel aber keine Chancen mehr gesehen, die künstlichen und unüberwindbaren Barrieren im Markt zu überwinden, die Qualcomm mit seinen wettbewerbsschädlichen Aktivitäten geschaffen hatte.Intel sei dadurch gezwungen worden, aus dem Markt für Mobilfunkmodems auszusteigen und seine entsprechenden Geschäftszweige mit "Milliardenverlusten" abzustoßen. Dass Intels 5G-Modems schlichtweg weit von der Marktreife entfernt waren und anders als die Chips von Qualcomm noch nicht über das Stadium der Prototypen hinaus kamen, verschweigt der Konzern dabei.
Anders als Qualcomm hatte Intel bis zuletzt keine einsatzbereiten 5G-Produkte im Sortiment - und es wird wohl auch noch bis 2021 dauern, bis Apple die zugekauften Produkte so weit entwickelt hat, um sie anstelle von Qualcomm-Modems in seinen iPhones zu verwenden. Unterdessen muss sich Qualcomm durchaus vorwerfen lassen, dass man auf höchst agressive Art und Weise versucht, den Markt für Mobilfunkmodems zu kontrollieren.
Weil der Konzern mit viel Aufwand in Technologien rund um UMTS, LTE und inzwischen auch 5G investiert hat, versucht man über Lizenzabgaben auch dann zu verdienen, wenn gar nicht die eigenen Modems in Endgeräten verbaut werden sollen. So wurde Qualcomm in der von den US-Wettbewerbsbehörden angstrengten Klage unter anderem vorgeworfen, exorbitante Lizenzgebühren zu erheben, selbst wenn die Hersteller von Smartphones gar keine Modems aus San Diego verbauen.
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