Fahrdienst zum Schnäppchenpreis:
Uber startet Test im ländlichen Raum
Der US-amerikanische Fahrdienst-Vermittler Uber konnte in Deutschland bisher nur schwer Fuß fassen. Jetzt hat das Unternehmen im Raum München ein neues Projekt gestartet: Zum günstigen Festpreis will man auf dem Land einen "On-Demand-Fahrservice" erproben.
Der Bundesverband Taxi schoss nach der Bekanntmachung sofort mit scharfen Worten gegen den Konkurrenten: Das Angebot in München sei nur ein "Feigenblatt-Test fürs Image". Eine konkrete Auseinandersetzung und Analyse des Versuchs im Vergleich mit dem eigenen Angebot wollte der Verband aber nicht liefern. Uber-Deutschlandchef Christoph Weigler weist die Kritik klar von sich: "Mit dem Pilotprojekt wollen wir verstehen, wie ein On-Demand-Fahrservice auch in weniger dicht besiedelten Regionen (...) funktionieren kann." Die besonders günstigen Fahrpreise habe man gewählt, damit der Dienst auch viel genutzt wird: "Wie eine wirtschaftliche Kalkulation im Regelbetrieb aussehen könnte, wollen wir bei dem Projekt lernen", so Weigler. Zum Start investiere man damit "quasi in Marktforschung".
Siehe auch: Fahrer bewerten Passagiere: Uber will gegen Problemkunden vorgehen
Wie kann man den ländlichen Raum anknüpfen? Uber versucht sich
In den USA haben Unternehmen wie Uber und Lyft für eine echte Revolution im Taximarkt gesorgt, in Deutschland wurde ein solcher Umbruch durch den Gesetzgeber und große Gegenwehr der Taxibranche verhindert. Aktuell ist Uber deshalb in sechs deutschen Großstädten lediglich als Vermittler für Taxifahrten aktiv. Jetzt hat das Unternehmen angekündigt, dass man im ländlichen Raum aktiv wird. Wie die Eßlinger Zeitung berichtet, wird Uber in fünf Kleinstädten östlich von München Fahrten zum Festpreis anbieten: Für fünf Euro sind dann Fahrten bis in den Nachbarort möglich. Besonders attraktiv: Nachts fährt Uber für 15 Euro von und nach München - bei einer vergleichbaren Taxifahrt wäre deutlich mehr zu bezahlen. Infografik: Der Uber-IPO im Vergleich
Der Bundesverband Taxi schoss nach der Bekanntmachung sofort mit scharfen Worten gegen den Konkurrenten: Das Angebot in München sei nur ein "Feigenblatt-Test fürs Image". Eine konkrete Auseinandersetzung und Analyse des Versuchs im Vergleich mit dem eigenen Angebot wollte der Verband aber nicht liefern. Uber-Deutschlandchef Christoph Weigler weist die Kritik klar von sich: "Mit dem Pilotprojekt wollen wir verstehen, wie ein On-Demand-Fahrservice auch in weniger dicht besiedelten Regionen (...) funktionieren kann." Die besonders günstigen Fahrpreise habe man gewählt, damit der Dienst auch viel genutzt wird: "Wie eine wirtschaftliche Kalkulation im Regelbetrieb aussehen könnte, wollen wir bei dem Projekt lernen", so Weigler. Zum Start investiere man damit "quasi in Marktforschung".
Kirchheim, Poing, Aschheim, Pliening und Feldkirchen
Uber ist nach eigener Aussage aktuell weltweit in 700 Städten aktiv, der Modellversuch im Raum München ist aber auch für das Unternehmen Neuland: "Das Kirchheim-Projekt hat auch für Uber absoluten Modell-Charakter", so Weigler. Aktuell umfasst der Test neben Kirchheim auch Poing, Aschheim, Pliening und Feldkirchen und ist vorerst auf drei Monate Laufzeit begrenzt. Öffentliche Zuschüsse erhält das Unternehmen dabei nicht.Siehe auch: Fahrer bewerten Passagiere: Uber will gegen Problemkunden vorgehen
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