Easy Money Telefon-Gutschrift: 320.000 Euro verlangt ein Kunde von O2

Logo, O2, Mobilfunkbetreiber, Mobilfunkanbieter Bildquelle: O2
Der Mobilfunkriese Telefónica ist von einem O2-Kunden auf die Zahlung von 320.000 Euro verklagt worden. Es geht dabei um alte Handy-Verträge mit einer Cashback-Funktion, mit der der Kunde mehr als 210.000 Euro Guthaben angehäuft hatte. "Easy Money" hieß das Gutschriften-Programm von O2 für die beiden Alt-Tarife Loop Mobile Option und Loop Classic, mit dem sich jetzt, gut 14 Jahre nachdem die Tarife gestartet sind, ein Gericht befassen muss. Es geht dabei um eine clevere Idee von O2 aus dem Jahr 2005. Man versprach Kunden eine Gutschrift über zwei Cent je Minute eingehenden Telefonats - das sollte der Kundenbindung dienen und war aufgrund der hohen Kosten für Telefonate recht attraktiv. Doch dann kamen die Flatrates, die das Telefonieren zum inklusiven kostengünstigen Vergnügen machten.

210.000 Euro Guthaben aus "Easy Money"-Gutschriften

Darüber freute sich ein Kunde aus München. Der findige Mann hatte über 500 SIM-Karten mit den alten Tarifen noch immer aktiv laufen - bis O2 ihm die Verträge im Jahr 2015 sperrte. Da waren schon rund 210.000 Euro Guthaben auf den über 500 SIM-Karten angehäuft. Dazu kamen laut dem Münchner noch einmal rund 14.000 Euro an Prepaid-Guthaben, das er gekauft hatte. Nach der Sperrung durch O2 verlangte der Kunde die Auszahlung des gesamten Guthabens, also rund 224.000 Euro.

Wer jetzt denkt, O2 habe irgendwann einmal das Rabatt-Programm geschlossen, der irrt. Aus Sicht des Mobilfunkanbieters war das vielleicht auch kein großes Problem, denn man hat in den Nutzungsbedingungen festgelegt, dass ein Guthaben aus dem Rabatt-Programm nicht ausgezahlt werde, sondern nur zur Verrechnung dient.

SIM-Karten mit "Sammlerwert"

Nun treffen sich Telefónica und der Kunde vor dem Oberlandesgericht in München. Denn Telefónica-Tochter O2 weigert sich zu zahlen. Jetzt verlangt der Ex-Kunde dazu 100.000 Euro Schadensersatz für den Sammlerwert der SIM-Karten, da diese durch das "Easy Money"-Programm begehrte Sammlerstücke sein sollen. Telefónica soll angeboten haben, eine Summe von 25.000 Euro auszuzahlen, mehr aber nicht. Der Kunden will über 320.000 Euro.

Der zuständige Richter soll laut der Süddeutschen Zeitung schon angedeutet haben, dass er gern einen Vergleich durchsetzen will, nachdem der Ex-Kunde die Hälfte des Guthabens plus sein Prepaid-Guthaben, insgesamt 119.000 Euro, ausgezahlt bekäme. Er habe sich sein Urteil noch nicht abschließend gebildet, aber es steht 50/50.

Beide Seiten seien mit dem Vergleich gut beraten, aber besonders aus Unternehmenssicht wäre das die beste Lösung. "Sonst bekommen Sie am Ende ein Urteil, in dem Sätze stehen, die Ihnen nicht gefallen", zitiert die Süddeutsche den Richter - denn entscheidet der Richter sich für die komplette Auszahlung, könnten sich auch andere "Easy Money"-Kunden darauf berufen.

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