Bargeld ist auch bei Deutschen weniger beliebt als man glaubt
Die Diskussionen ums Bargeld erwecken den Eindruck, als sei der deutsche Verbraucher der Fels in der Brandung, wenn es um die Verteidigung von Münzen und Banknoten geht. Dem ist allerdings keineswegs so. Längst wünscht sich eine deutliche Mehrheit, überall die Möglichkeit eine bargeldlosen Zahlung zu haben.
Ziemlich genau zwei Drittel der Bundesbürger ärgern sich nach eigenen Angaben häufig, weil sie nicht überall zumindest die Möglichkeit haben, mit der Karte oder ihrem Smartphone zu bezahlen. Das ist das Ergebnis einer Erhebung, die Bitkom Research, die Marktforschungsabteilung des IT-Branchenverbandes Bitkom durchführte. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr, als der Wert noch bei 53 Prozent lag.
62 Prozent der Befragten gaben sogar an, dass sie es begrüßen würden, wenn alle Geschäfte gesetzlich verpflichtet würden, auch bargeldlose Zahlungen zu akzeptieren. Einem Eingreifen des Gesetzgebers hatten im vergangenen Jahr erst 50 Prozent der Befragten zugestimmt. "Es passt nicht in die digitale Zeit, dass Kunden zur Bargeld-Zahlung gezwungen werden", kommentierte Julian Grigo aus dem Bitkom-Vorstand die Daten. Infografik: Klare Mehrheit für mehr bargeldloses Zahlen
Besonders groß ist der Wunsch nach überall verfügbaren elektronischen Zahlungsoptionen natürlich unter den jüngeren Verbrauchern. 71 Prozent sind es beispielsweise bei den Deutschen zwischen 16 und 29 Jahren. Aber auch unter den Verbrauchern im Rentenalter haben 62 Prozent kein Verständnis mehr dafür, wenn sie in einem Geschäft oder Restaurant nicht mit der Karte zahlen können.
62 Prozent der Befragten gaben sogar an, dass sie es begrüßen würden, wenn alle Geschäfte gesetzlich verpflichtet würden, auch bargeldlose Zahlungen zu akzeptieren. Einem Eingreifen des Gesetzgebers hatten im vergangenen Jahr erst 50 Prozent der Befragten zugestimmt. "Es passt nicht in die digitale Zeit, dass Kunden zur Bargeld-Zahlung gezwungen werden", kommentierte Julian Grigo aus dem Bitkom-Vorstand die Daten. Infografik: Klare Mehrheit für mehr bargeldloses Zahlen
Mehrheiten auch bei Älteren
Das bedeutet nicht, dass Bargeld als gesetzliches Zahlungsmittel abgeschafft werden soll. Es geht vielmehr darum, dass immer mehr Menschen solches einfach nicht mehr mit sich herumtragen wollen - vor allem, wenn sie im Ausland die Erfahrung gemacht haben, dass man auch kleine Beträge unkompliziert mit dem Mobiltelefon transferieren kann.Besonders groß ist der Wunsch nach überall verfügbaren elektronischen Zahlungsoptionen natürlich unter den jüngeren Verbrauchern. 71 Prozent sind es beispielsweise bei den Deutschen zwischen 16 und 29 Jahren. Aber auch unter den Verbrauchern im Rentenalter haben 62 Prozent kein Verständnis mehr dafür, wenn sie in einem Geschäft oder Restaurant nicht mit der Karte zahlen können.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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