Riesen-Übernahme: Telekom kann US-Regierung weichklopfen

Die US-Regierung ist bereit, die Deutsche Telekom als dritten großen Mobilfunkbetreiber im Land zu akzeptieren. Die Übernahme des Konkurrenten Sprint könnte nach langen Verhandlungen genehmigt werden. Doch es gibt noch eine weitere Hürde, die der Bonner Konzern nehmen muss, um voranzukommen. Die Telekom arbeitet bereits seit einiger Zeit daran, mit ihrer US-Tochter T-Mobile den Konkurrenten Sprint zu übernehmen. Dadurch würde auf dem US-Markt ein dritter großer Netzbetreiber neben AT&T und Verizon entstehen. Da aber vor allem im mittleren Segment somit eine ordentliche Lücke entstehen würde und die Gefahr bestünde, dass die drei Großen dann quasi den ganzen Markt unter sich aufteilen, waren die Wettbewerbsbehörden nicht gerade begeistert.

Unter anderem erklärte sich die Telekom in den Verhandlungen mit dem zuständigen US-Justizministerium bereit, einen Teil der Funklizenzen der beiden Konzerne nach der Fusion an Dritte abzugeben, berichtet das Wall Street Journal. Weiterhin sollen Netzkapazitäten an Mobilfunk-Provider vermietet werden. Ferner verkauft man den Mobilfunk-Discounter Boost, der sich im Besitz Sprints befindet, an Dish, einen Anbieter von Satellitenfernsehen, der schon seit einigen Jahren freie Funkfrequenzen aufkauft und bisher aber noch keine eigenen Dienste startete. Insgesamt werden letztlich wohl rund 5 Milliarden Dollar von Dish an T-Mobile/Sprint fließen.

Verkäufe sorgen für neuen Discounter

Das ist angesichts des finanziellen Volumens der Übernahme, das bei rund 26 Milliarden Dollar liegen wird, natürlich eine willkommene Erleichterung. Die dafür wegfallenden Prepaid-Kunden sind sicherlich zu verschmerzen und die Lizenzen, die ebenfalls an Dish gehen, sind nach einem Zusammenschluss beider Netzbetreiber zum überwiegenden Teil ohnehin nicht unbedingt notwendig.

Die Zustimmung der Bundesbehörden stellt allerdings noch nicht das Ende der Übernahme-Vorbereitungen dar. Denn darüber hinaus ist noch eine Klage gegen den Zusammenschluss fällig, die 13 Bundesstaaten und der District of Columbia eingereicht haben.

Siehe auch: Widerstand im Funklochland: Telekom bekommt keine LTE-Standorte Logo, Deutsche Telekom, Telekom, Telekommunikationsunternehmen, Flagge Logo, Deutsche Telekom, Telekom, Telekommunikationsunternehmen, Flagge Telekom
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