Fundis fordern von Netflix Good Omens-Aus (Spoiler:
Läuft auf Amazon)
Good Omens heißt eine vor kurzem veröffentlichte Miniserie, die auf dem gleichnamigen Roman von Neil Gaiman und Scheibenwelt-Maestro Terry Pratchett basiert. Sie wirft einen satirischen Blick auf die Apokalypse und greift auch so manches religiöse Element auf. Das wiederum ist christlichen Fundamentalisten ein Dorn im Auge, sie fordern das Aus der Serie.
Netflix, Amazon, alles Teufelszeug
Der Dämon Crowley (David Tennant) und der Engel Aziraphale (Martin Sheen) haben ein Problem: Der Antichrist ist geboren worden und die Apokalypse steht vor der Tür, allerdings wurden die Babys bei der Geburt verwechselt und nun ist der schöne Plan vom Ende der Welt, dem letzten Gefecht und all dem Rest dahin. Denn keiner weiß so richtig, wo der Antichrist genau ist. Überhaupt ist Crowley und Aziraphale die Erde ans Herz gewachsen und sie versuchen ihr Bestes, das Ende der Welt zu verhindern.
Das ist die Story von Good Omens, die Serie lebt entsprechend von religiösen Anspielungen und arbeitet mit viel Augenzwinkern. So sind Engel und Dämonen eitel und inkompetent, die vier Reiter der Apokalypse eine Motorradgang, Gott ist eine Frau und so weiter und so fort.
Ob die christliche Gruppierung die Serie überhaupt gesehen hat, ist aber fraglich: Denn man forderte Netflix auf, die Serie abzusetzen, rund 20.000 Unterzeichner schlossen sich dem an. Das Blöde: Good Omens läuft auf Amazon Prime und ist eine Koproduktion mit der BBC. Netflix hat mit der Sache also gar nichts zu tun.
Mittlerweile haben sich die Petitionsersteller korrigiert (in der URL steht aber immer noch Netflix), doch die Blamage bekommen sie nicht aus der Welt. Auch Autor Neil Gaiman amüsierte sich über den Fehler und schrieb auf Twitter: "Ich liebe es, dass sie Netflix schreiben wollen, um eine Absetzung von Good Omens zu erreichen. Das sagt wirklich alles." Übrigens meldeten sich bei Gaiman auch unzählige Christen zu Wort, die meinten, dass sie die sechsteilige Serie geliebt hätten, weil sie Freundschaft, Liebe und Vergebung thematisiert.
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Netflix, Amazon, alles Teufelszeug
Der Dämon Crowley (David Tennant) und der Engel Aziraphale (Martin Sheen) haben ein Problem: Der Antichrist ist geboren worden und die Apokalypse steht vor der Tür, allerdings wurden die Babys bei der Geburt verwechselt und nun ist der schöne Plan vom Ende der Welt, dem letzten Gefecht und all dem Rest dahin. Denn keiner weiß so richtig, wo der Antichrist genau ist. Überhaupt ist Crowley und Aziraphale die Erde ans Herz gewachsen und sie versuchen ihr Bestes, das Ende der Welt zu verhindern.
Das ist die Story von Good Omens, die Serie lebt entsprechend von religiösen Anspielungen und arbeitet mit viel Augenzwinkern. So sind Engel und Dämonen eitel und inkompetent, die vier Reiter der Apokalypse eine Motorradgang, Gott ist eine Frau und so weiter und so fort.
Blasphemie!
Für Fundis ist Religion aber kein Spaß und Satire ist Blasphemie. Deshalb hat die American Society for the Defense of Tradition, Family and Property eine Petition gestartet, die die sofortige Absetzung der Serie fordert (via Variety). Man empört sich unter anderem, dass "Gott als Tyrann und der Teufel als gut" dargestellt werden (Anmerkung: was nicht stimmt), der Allmächtige die Stimme einer Frau (Frances McDormand) hat und noch einiges mehr.Ob die christliche Gruppierung die Serie überhaupt gesehen hat, ist aber fraglich: Denn man forderte Netflix auf, die Serie abzusetzen, rund 20.000 Unterzeichner schlossen sich dem an. Das Blöde: Good Omens läuft auf Amazon Prime und ist eine Koproduktion mit der BBC. Netflix hat mit der Sache also gar nichts zu tun.
Mittlerweile haben sich die Petitionsersteller korrigiert (in der URL steht aber immer noch Netflix), doch die Blamage bekommen sie nicht aus der Welt. Auch Autor Neil Gaiman amüsierte sich über den Fehler und schrieb auf Twitter: "Ich liebe es, dass sie Netflix schreiben wollen, um eine Absetzung von Good Omens zu erreichen. Das sagt wirklich alles." Übrigens meldeten sich bei Gaiman auch unzählige Christen zu Wort, die meinten, dass sie die sechsteilige Serie geliebt hätten, weil sie Freundschaft, Liebe und Vergebung thematisiert.
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