IKEA kommt nun doch nicht zu Amazon:
Wir sind bekannt genug

Nun wird man zukünftig doch kein Billy-Regal einfach bei Amazon bestellen können. Der Möbelkonzern IKEA sieht von einer Zusammenarbeit mit dem großen Versandhaus ab. Entsprechende Überlegungen, die vor einigen Monaten bekannt wurden, sind inzwischen zu den Akten gelegt worden.
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IKEA
Und das ist nicht etwa grundsätzlichen Überlegungen gegenüber dem US-Konzern geschuldet. Vielmehr ist die Listung der eigenen Produkte auf der Amazon-Plattform für die meisten Anbieter in erster Linie ein Marketing-Schachzug. Denn nirgendwo sonst trifft man eher mit Kaufinteressierten zusammen. "Wir brau­chen kei­ne Hil­fe, um sicht­bar zu sein", erklärte nun aber IKEA-Chef Jesper Brodin gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Das Unternehmen sei auch ohne zusätzliche Hilfe in Deutschland gut aufgestellt und bekannt. Auf dieser Basis wolle man lieber eine längerfristige direkte Kundenbindung erreichen und setze dafür auf die eigene Plattform. Bei dieser habe man außerdem den Vorteil, keine Provisionen an Außenstehende abführen zu müssen, so dass es keine Notwendigkeit gebe, die Preise zu erhöhen um die gleichen Margen aus einem Produkt zu ziehen.


Der Anteil des Online-Umsatzes beträgt bei IKEA aktuell rund 7,5 Prozent. Das ist vergleichsweise wenig, aber auch nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass der Ausflug in die Möbelhäuser, in denen man alles direkt anschauen und prüfen kann, dann doch immer noch eine wichtige Erfahrung darstellt.

Daher sieht Brodin in den stärkeren Ambitionen des Konzerns im Netz auch kein Risiko für die Filialen vor Ort. Im Gegenteil: Das Offline-Geschäft wachse weiterhin stark und IKEA arbeitet an Konzepten für eine dichtere Anbindung an die Innenstädte. Zumindest für einen Teil der Produkte soll man zukünftig nicht mehr in die großen Häuser am Stadtrand fahren müssen, sondern kann in kleinere Niederlassungen in der Nähe kommen.
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