Niederlande: Huawei soll angeblich "Backdoor" in Mobilfunknetz haben
Der chinesische Telekommunikationsausrüster Huawei soll laut einem Zeitungsbericht eine Art "Hintertür"-Zugang zu einem der Mobilfunknetze der Niederlande haben, über die man angeblich auch Zugriff auf Kundendaten haben könnte. Zwar prüft der niederländische Geheimdienst entsprechende Vorwürfe, noch sind aber praktisch keinerlei konkrete Details dazu bekannt.
Die Zeitung "De Volkskrant" berichtete gestern unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld des niederländischen Auslandsgeheimdienstes AIVD, dass dieser festgestellt habe, dass Huawei eine Art "Backdoor"-Zugang zu Systemen eines der großen in Holland aktiven Mobilfunkanbieters habe. Über diesen sei auch der Zugriff auf Nutzerdaten möglich, so die Geheimdienstquellen. Welcher Art der Zugang sein soll, blieb allerdings vollkommen ungeklärt.
Der AIVD prüfe nun, ob die sogenannte "Backdoor" aktiv genutzt worden sei. Auch werde untersucht, ob möglicherweise Stellen des chinesischen Staates Zugriff darauf hatten. Bisher ist allerdings auch noch völlig offen, ob es sich um eine Art Wartungszugang oder eine bisher unbekannte, den jeweiligen Netzbetreibern gegenüber nicht dokumentierte Schnittstelle handelt. Dass ein Hersteller von Mobilfunkanlagen zu Wartungszwecken Zugriff auf die Systeme seiner Kunden hat, ist wohl keineswegs ungewöhnlich.
Ein Sprecher von Huawei lehnte eine konkrete Stellungnahme zu dem Thema ab, da es sich um eine laufende Ermittlung handle. Das Unternehmen halte die in den Ländern, in denen seine Kunden unter den Mobilfunkanbietern aktiv sind, geltende Gesetze stets ein, hieß es erneut. Ebenso wiederholte man einmal mehr, dass Huawei mit keinerlei Regierungsorganisationen zum Zwecke der Spionage zusammenarbeite und ständig bemüht sei, die Sicherheit der Systeme aus der Produktion von Huawei zu wahren.
In den Niederlanden sind mit Vodafone/Ziggo, T-Mobile/Tele2 und KPN nur drei große Netzbetreiber aktiv. Jeder der Anbieter nutzt auch Huawei-Technologie in seiner Mobilfunkinfrastruktur. KPN hatte bereits vor einigen Monaten beschlossen, Huawei-Technik nicht mehr für Kernsysteme seines Netzes zu verwenden, aber weiterhin Basisstationen des chinesischen Herstellers zu nutzen. Während sich weder Vodafone noch KPN zu dem Bericht der Zeitung äußern wollten, erklärte T-Mobile/Tele2, dass man bisher nichts von Ermittlungen des AIVD erfahren habe.
Der AIVD prüfe nun, ob die sogenannte "Backdoor" aktiv genutzt worden sei. Auch werde untersucht, ob möglicherweise Stellen des chinesischen Staates Zugriff darauf hatten. Bisher ist allerdings auch noch völlig offen, ob es sich um eine Art Wartungszugang oder eine bisher unbekannte, den jeweiligen Netzbetreibern gegenüber nicht dokumentierte Schnittstelle handelt. Dass ein Hersteller von Mobilfunkanlagen zu Wartungszwecken Zugriff auf die Systeme seiner Kunden hat, ist wohl keineswegs ungewöhnlich.
Ein Sprecher von Huawei lehnte eine konkrete Stellungnahme zu dem Thema ab, da es sich um eine laufende Ermittlung handle. Das Unternehmen halte die in den Ländern, in denen seine Kunden unter den Mobilfunkanbietern aktiv sind, geltende Gesetze stets ein, hieß es erneut. Ebenso wiederholte man einmal mehr, dass Huawei mit keinerlei Regierungsorganisationen zum Zwecke der Spionage zusammenarbeite und ständig bemüht sei, die Sicherheit der Systeme aus der Produktion von Huawei zu wahren.
In den Niederlanden sind mit Vodafone/Ziggo, T-Mobile/Tele2 und KPN nur drei große Netzbetreiber aktiv. Jeder der Anbieter nutzt auch Huawei-Technologie in seiner Mobilfunkinfrastruktur. KPN hatte bereits vor einigen Monaten beschlossen, Huawei-Technik nicht mehr für Kernsysteme seines Netzes zu verwenden, aber weiterhin Basisstationen des chinesischen Herstellers zu nutzen. Während sich weder Vodafone noch KPN zu dem Bericht der Zeitung äußern wollten, erklärte T-Mobile/Tele2, dass man bisher nichts von Ermittlungen des AIVD erfahren habe.
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