Verbände melden Bedenken zur Fusion von Vodafone und Unitymedia an
Es gibt noch keine offizielle Entscheidung der zuständigen EU-Kommission zur Übernahme des Kabelnetzbetreibers Unitymedia durch Vodafone - aber deutliche Signale, dass die EU die Fusion untersagen wird. Nun meldet sich der Bundesverband Breitbandkommunikation zu Wort und spricht sich noch einmal in aller Klarheit gegen das Vorhaben aus.
In der vergangenen Woche war durchgesickert, dass die EU-Kommission die Übernahme von Unitymedia durch Vodafone wohl nicht genehmigen werde. Wie es aussieht, ist die Wettbewerbskommission auch nicht zu Eingeständnissen mit Einschränkungen bereit. Diese negative Grundstimmung gegen die Übernahme von Unitymedia nutzt der Bundesverband Breitbandkommunikation nun noch einmal.
Der Bundesverband Breitbandkommunikation befürchtet zudem einen Einfluss auf die Medienvielfalt, wenn die Übernahme durchgehen sollte. Das neue Angebot könnte als Marktmacht Preise diktieren und sich exklusive Inhalte wie Sportrechte unter den Nagel reißen, ohne dass Mitbewerber eine Chance hätten. Das alles gehe zu Lasten der Kunden.
Ob der Verband in der schon weit vorangeschrittenen Untersuchung durch die EU noch Gehör findet, darf man allerdings bezweifeln. Es gibt zudem auch Befürworter, die sich durch den Zusammenschluss erhoffen, dass Vodafone der Telekom besser gegenübertreten könne.
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Siehe auch:
Re-Monopolisierung des Kabelmarktes?
In dessen Erklärung heißt es nun unter anderem, dass Vodafone die Re-Monopolisierung des Kabelmarktes in Deutschland anstrebt. "Zwanzig Jahre nach der Liberalisierung des Marktes liegt damit ein Fusionsvorhaben bei der EU-Kommission zur Prüfung, das einen Mega-Player mit über 14 Millionen angeschlossenen Haushalten und 80 Prozent Marktanteil im Kabelmarkt erschaffen würde. Kleinere Wettbewerber würden dadurch aus dem Markt gedrängt, zum Schaden der Endkunden", heißt es weiter.Der Bundesverband Breitbandkommunikation befürchtet zudem einen Einfluss auf die Medienvielfalt, wenn die Übernahme durchgehen sollte. Das neue Angebot könnte als Marktmacht Preise diktieren und sich exklusive Inhalte wie Sportrechte unter den Nagel reißen, ohne dass Mitbewerber eine Chance hätten. Das alles gehe zu Lasten der Kunden.
Verschärfte Preispolitik
Zudem befürchtet man auch eine Preispolitik, die nicht den Kunden, sondern nur den Profit im Auge hat: "Aufgrund der Marktmacht des fusionierten Unternehmens stünde zu befürchten, dass Einzeltarife, die den individuellen Bedarf von Konsumenten berücksichtigen, durch immer teurer werdende intransparente Bundle-Angebote substituiert würden." Teurer werde es dann für alle Kunden.Ob der Verband in der schon weit vorangeschrittenen Untersuchung durch die EU noch Gehör findet, darf man allerdings bezweifeln. Es gibt zudem auch Befürworter, die sich durch den Zusammenschluss erhoffen, dass Vodafone der Telekom besser gegenübertreten könne.
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Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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