"Erhebliche Gefahr":
Telefónica wettert gegen Unitymedia & Vodafone
Zwar ist Telefónica selbst nicht am Ausbau von Glasfaser in Deutschland beteiligt, trotzdem macht man jetzt seiner großen Sorge über die Branche öffentlich Luft: Die Übernahme von Unitymedia durch Vodafone sei eine "erhebliche Gefahr für Verbraucher" und würde Investitionen in die Infrastruktur hemmen.
Für Telefónica brächte die Übernahme mit sich, dass es zwei Jahrzehnte nach der Privatisierung des Kabelnetzes zu einer "Quasi-Monopolisierung des deutschen TV-Kabelmarkts sowie einem Duopol im Breitband-Festnetzmarkt" kommt - das Unternehmen bezieht sich dabei auf den Zusammenschluss aus Vodafone und Unitymedia sowie die Telekom. "Anreize für Investitionen in Glasfaserinfrastruktur werden für die beiden Duopol-Unternehmen und die verbleibenden Festnetzanbieter schwinden", so Telefónica.
Demnach geht man bei dem Unternehmen davon aus, dass es nach einer Übernahme sowohl für Vodafone als auch für die Telekom "attraktiver" wird, Kunden an die bestehenden Netze anzuschließen, als sich einen kostspieligen "Infrastrukturwettlauf" zu liefern. Da rund 70 Prozent der Kunden vertraglich an Kupfer- und Kabelnetze gebunden sind, sei auch der Anreiz für Dritte sehr gering, in den Ausbau von Glasfaser zu investieren.
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Kein Ausbau im Haus, aber einen guten Blick auf die Anderen
Die Übernahme von Unitymedia durch Vodafone durchläuft aktuell alle erforderlichen Instanzen und ist jetzt bei der EU-Kommission angemeldet. Wie Inside Handy berichtet, meldet sich jetzt die Konkurrenz von Telefónica in der öffentlichen Debatte um das Für und Wider der Firmenübernahme zu Wort. Wie das Unternehmen in einer Stellungnahme mitteilt, stelle der Unitymedia-Vodafone-Deal "eine erhebliche Gefahr für Verbraucher, den Glasfaserausbau und den Wettbewerb in Deutschland dar". Infografik: Kaum Glasfaser in Deutschland
Für Telefónica brächte die Übernahme mit sich, dass es zwei Jahrzehnte nach der Privatisierung des Kabelnetzes zu einer "Quasi-Monopolisierung des deutschen TV-Kabelmarkts sowie einem Duopol im Breitband-Festnetzmarkt" kommt - das Unternehmen bezieht sich dabei auf den Zusammenschluss aus Vodafone und Unitymedia sowie die Telekom. "Anreize für Investitionen in Glasfaserinfrastruktur werden für die beiden Duopol-Unternehmen und die verbleibenden Festnetzanbieter schwinden", so Telefónica.
Demnach geht man bei dem Unternehmen davon aus, dass es nach einer Übernahme sowohl für Vodafone als auch für die Telekom "attraktiver" wird, Kunden an die bestehenden Netze anzuschließen, als sich einen kostspieligen "Infrastrukturwettlauf" zu liefern. Da rund 70 Prozent der Kunden vertraglich an Kupfer- und Kabelnetze gebunden sind, sei auch der Anreiz für Dritte sehr gering, in den Ausbau von Glasfaser zu investieren.
Kein Wettbewerb mehr
Für Telefónica-Deutschland-Chef Markus Haas ist das Resümee deshalb klar: "Diese Übernahme wäre gleichbedeutend mit dem Ende des Wettbewerbs im Kabelmarkt und im Breitband-Festnetz und der finale Hemmschuh für den Glasfaserausbau." Man rechne damit, dass Verbraucher neben schwindender Angebotsvielfalt und weniger Wettbewerb im Service auch Preiserhöhungen hinnehmen werden müssen, so die Stellungnahme des Münchner Konzerns.Großer Internet-Vergleichs-Rechner
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