Android: Dreister Werbescam geht auf Batterie und Datenvolumen

Internet, Betrug, Schadsoftware, Phishing Bildquelle: CC0 / Pixabay
Eine groß angelegte Betrugskampagne mit Anzeigen unter Android wurde entdeckt, die auf das massenhafte Einbinden von Video-Anzeigen hinter Bannerwerbung setzt. Ärgerlicher Nebeneffekt: Die Masche hat bei Geräten, auf denen die Mehrfachanzeigen ausgespielt werden, deutlichen Einfluss auf Datenvolumen und Batterieverbrauch.

Dreiste Masche für mehr Werbeeinblendungen macht den Akku leer

Das Sicherheitsunternehmen Protected Media hat laut Bericht von Buzzfeed eine groß angelegte Betrugskampagne entdeckt, bei der Android-Geräte manipuliert werden, um mit Werbung Geld zu verdienen. Wie die Sicherheitsexperten ausführen, war es den Hintermännern möglich, hinter der normalen Bannerwerbung in Android-Apps gleich mehrere Werbevideos zu platzieren, die "übereinandergestapelt" wurden. Protected Media Werbescam AndroidDreiste Masche: Gestapelte Videos hinter Bannerwerbung Diese zusätzlichen Werbungen werden dann von dem entsprechenden Werbenetzwerk als angesehen registriert und generieren so für die Hintermänner mit einer Einblendung mehrfach Umsatz - das alles, ohne dass der Nutzer zunächst davon etwas mitbekommen könnte. Laut Buzzfeed wurden die In-App-Anzeigen von mehreren Android-Apps so übernommen, dass auch die entsprechenden Entwickler keine Kenntnis von dem Problem hatten.

Allerdings verraten sich die Werbeanzeigen an anderer Stelle: So musste ein betroffener Entwickler laut der Schilderung von Buzzfeed feststellen, dass sich seine Nutzer über ungewöhnlich hohen Akku- sowie Datenverbrauch im Zusammenhang mit seiner Anwendung beschwerten. Eine Untersuchung zeigte auf, dass diese durch die versteckte Mehrfachanzeige der Werbung verursacht wurden.

Kompliziertes Geflecht

Buzzfeed will bei seiner Recherche einen Zusammenhang zum israelischen Werbevideodienstleister Aniview hergestellt haben, das Unternehmen wehrt sich aber gegen den Vorwurf, selbst an der Betrugsmasche beteiligt zu sein. Vielmehr hätten Dritte Code ausgenutzt, der wiederum von einer Tochtergesellschaft erstellt worden sei. Wie Asaf Greiner, CEO von Protected Media analysiert, schätzt er den Wert der über diese Masche erzielten Werbeeinnahmen auf "mehrere zehn Millionen Dollar pro Monat". Internet, Betrug, Schadsoftware, Phishing Internet, Betrug, Schadsoftware, Phishing CC0 / Pixabay
Mehr zum Thema: Android
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren7
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!
Einloggen

Tipp einsenden