Intel hat endlich einen neuen Chef:
Finanz-Manager soll die Firma retten

Intel hat endlich einen neuen Chef. Der Finanzspezialist Robert Swan tritt nun die Nachfolge von Brian Krzanich an, der im Sommer 2018 überraschend abgetreten war. Swan hatte schon seit dem Abschied seines Vorgängers als Übergangs-CEO gedient. Ob er Intels Probleme lösen kann, ist offen.
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Infografik: Intels CPU-Bezeichnungen kurz erklärtIntels CPU-Bezeichnungen kurz erklärt
Aus der Zwischenlösung wird etwas Dauerhaftes: Robert Swan, der seit dem unerwarteten Ausstieg des langjährigen Intel-Chefs Brian Krzanich als Interims-CEO die Geschäfte des CPU- und Chipherstellers kommissarisch leitete, wird nun doch selbst zum neuen Intel-Boss. Ob Swan nur zweite Wahl und somit eine Notlösung in Ermangelung anderer Kandidaten ist, dürfte uns Intel wohl eher nicht offiziell verraten.

In seiner Meldung zur Ernennung von Swan zum CEO gibt sich Intel jedenfalls euphorisch. Swan sei der richtige Kandidat für den Chefposten, habe man nach einer ausführlichen Prüfung einer breiten Auswahl an internen und externen Optionen festgestellt. Es sei darum gegangen, die richtige Führungsposition für einen kritischen Zeitpunkt in Intels Entwicklung zu finden.

Swan konnte angeblich vor allem durch seine "hervorragende" Arbeit während der sieben Monate als Interims-CEO überzeugen, heißt es. Er kenne sich in Intels Geschäft aus, habe mit seiner Leistung beeindruckt und sich den Respekt von Kunden, Teilhabern und Kollegen erarbeitet, wodurch bestätigt worden sei, dass er der richtige Manager sei, um Intel zu führen.

Swan selbst war zuvor Finanzchef des Konzerns und kam erst 2016 zu Intel, nachdem er unter anderem neun Jahre lang die Finanzen von eBay verwaltete. Er ist nun Chef von gut 107.000 Mitarbeitern in aller Welt und hat die Aufgabe, den Konzern aus einer schwierigen Phase zu führen. Das Unternehmen kämpft seit Jahren mit der Umstellung seiner CPU-Produktion auf neue Prozesse mit weniger als 14 Nanometern Strukturbreite.

Die dadurch aufgetretenen Engpässe bei der Fertigung kommen Konkurrenten wie AMD erheblich zugute, während Partner wie Microsoft und die PC-Hersteller ihrerseits darunter leiden. So musste Microsoft erst gestern mitteilen, dass man weniger Lizenzen von Windows & Co verkaufen konnte, weil die PC-Hersteller durch den Mangel an Intel-Prozessoren nicht die vorhandene Nachfrage nach neuen PC-Systemen erfüllen können und daher weniger Microsoft-Lizenzen abnehmen.

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