Gesichtserkennung: Managerin landet komplett schuldlos am Pranger

Kritikern am ausufernden Einsatz von Überwachungstechnologien wird immer wieder entgegengehalten, dass Unschuldige ja nichts zu befürchten hätten. Wie falsch dies ist, zeigt ein aktueller Vorfall, durch den eine bekannte chinesische Unternehmerin wegen eines vermeintlichen Vergehens öffentlich an den Pranger gestellt wurde.
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In der Stadt Ningbo erfassen Überwachungssysteme unter anderem Menschen, die bei Rot über die Fußgängerampel laufen. Die Kamera-Bilder werden anschließend durch eine Gesichtserkennung geschleust und mit verschiedenen Behörden-Datenbanken abgeglichen. Anschließend muss man damit leben, dass das eigene Fehlverhalten inklusive des Namens und eines Bildes auf einem großen Bildschirm in der Öffentlichkeit angeprangert wird.

Betroffen davon war nun auch Dong Mingzhu, die Aufsichtsrats-Chefin von Gree Electric Appliances, einem der größten Hersteller von Klimaanlagen in China. Sie landete auf dem Pranger, obwohl sie die fragliche Straßenkreuzung überhaupt nicht betreten hatte, berichtete die South China Morning Post. Stattdessen hatte die Kamera ihr Gesicht erfasst, das auf der Werbefläche eines Busses zu sehen war.

Fehler können schlimme Folgen haben

Die örtliche Polizei räumte ein, dass es hier zu einem Fehler gekommen war. Man teilte weiterhin mit, dass der fragliche Eintrag und die angefertigten Bilder schon gelöscht worden seien. Weiterhin wolle man das ganze System aufgrund des Vorfalls einer Verbesserung unterziehen, um solche Fehler zukünftig zu vermeiden.

Allerdings wird es keinesfalls Systeme geben, die komplett fehlerfrei arbeiten - und ein Pranger aufgrund des Missachtens einer roten Ampel könnte dann noch das geringere Problem darstellen. Hierzulande wurden an einem Berliner Bahnhof gerade Tests mit einem entsprechenden System durchgeführt, das allerdings Terroristen finden soll. Wer hier fälschlicherweise ins Visier gerät - was selbst bei den gefeierten hohen Trefferraten mehrmals täglich passieren würde, hätte also unter Umständen mit weitaus problematischeren Folgen zu rechnen.

Siehe auch: Berlin: Videoüberwachung an Musterbahnhof geplant
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