Qualcomm: Chrome bald nativ auf Windows 10-basierten ARM-Geräten

Microsoft, Windows 10, Cpu, Qualcomm, Snapdragon, Windows 10 on ARM, Snapdragon 835 Bildquelle: Microsoft/Qualcomm
Wer ein Notebook oder Tablet mit Windows 10 und ARM-Prozessor sein Eigen nennt, hat beim Browser bisher kaum eine Wahl. Microsofts hauseigener Browser Edge profitiert von nativem Betrieb, während Konkurrenten durch die x86-Emulation ausgebremst werden. Jetzt arbeitet Qualcomm angeblich zusammen mit Google an einer speziellen Version von Chrome. Wie das US-Blog Android Authority unter Berufung auf Gespräche mit Qualcomm anlässlich der ARM TechCon-Konferenz berichtet, soll bald mit einer angepassten Variante von Chrome zu rechnen sein, die unter Windows 10 auf ARM-basierten Laptops und Tablets mit Snapdragon-Prozessoren nativ läuft und dadurch nicht mehr von den mit der Emulation einer x86-Basis verbundenen Nachteilen betroffen sein soll.

Zwar kann man Google Chrome schon jetzt auf ARM-basierten Laptops mit Windows 10 verwenden, doch ist dabei nur die Verwendung einer x86-Version möglich. Damit diese auf den ARM-Geräten funktioniert, emuliert Windows 10 eine entsprechende Umgebung, wodurch natürlich Performance-Verluste in Kauf genommen werden müssen. Mit einer nativ für das ARM-Windows entwickelten Version, wäre dies nicht mehr der Fall.

So richtig konkret äußert sich Qualcomm nicht

In seiner Antwort auf eine entsprechende Frage der Kollegen drückte sich Miguel Nunes, Senior Director of Product Management bei Qualcomm etwas unklar aus, denn er sagte, dass man mit "mit diversen OEM-Anbietern und Designs arbeite", so dass man ab der zweiten Hälfte des nächsten Jahres mit Ergebnissen rechnen könne. Was genau Nunes mit dieser Antwort meinte, ist unterdessen nicht ganz eindeutig geklärt.

Konkret muss Qualcomm eigentlich nur mit zwei Partnern wirklich direkt kooperieren, um Chrome auf Geräten mit Windows 10 on ARM nativ nutzbar zu machen: Zuallererst Google als Hauptakteur hinter dem weltweit meistgenutzten Webbrowser und außerdem Microsoft als Plattformanbieter hinter Windows.

Denkbar ist, dass Qualcomm und Google den Chrome-Browser zunächst in begrenztem Umfang auf bestimmten Geräten von ausgesuchten Hardware-Partnern verfügbar machen. Erst später würde dann eine Ausrollung auf anderen Plattformen oder eine generelle Verfügbarkeit erfolgen. Microsoft ist zwar mit Edge eigentlich auch Googles Konkurrent, dürfte aber gleichermaßen an einer breiten Auswahl an Software für sein Windows 10 auf ARM-Geräten interessiert sein.

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