Für Worst-Case-Szenario: Huawei hat eigenes Betriebssystem entwickelt
Vor kurzem wurde bekannt, dass das US-Justizministeriums Ermittlungen gegen Huawei aufgrund des Vorwurfs, das Embargo gegen den Iran zu unterlaufen, eingeleitet hat. Jetzt hat Zhao Ming, Chef der Huawei-Marke Honor, bestätigt, dass Huawei längst einen Plan B hat.
Für den Fall, dass die US-Regierung das chinesische Unternehmen Huawei abstraft und ihnen den Zugang zur Nutzung zum Beispiel von Android, aber auch von Windows untersagt, hat Huawei ein eigenes Betriebssystem entwickelt. Das berichtet das Online-Magazin South China Morning Post. Ausgeplaudert hat die Alternativ-Pläne der Chef der Huawei-Marke Honor, Zhao Ming, am Rande einer Veranstaltung, der Mutterkonzern hat das bestätigt.
Ein alternatives Smartphone-Betriebssystem könnte im Hinblick auf die zunehmenden Handelsspannungen mit den USA und China sehr wichtig werden. Das US-Verbot, das dem chinesischen Telekommunikationsgerätehersteller ZTE die Nutzung amerikanischer Produkte und Dienstleistungen verbietet, war die Vorlage. Die Aussicht, dass ZTE seine Lizenz zur Nutzung von Googles Android-Betriebssystem für Smartphones verlieren könnte, hat auch die Frage aufgeworfen: Braucht China ein eigenes Smartphone-OS als Backup?
Das Unternehmen habe das Betriebssystem aber bislang nicht freigegeben, weil es nicht so gut ist wie Android, vor allem nicht im Hinblick auf die Nutzung mit Drittanbieter-Anwendungen.
Bei einer Veranstaltung in Peking in der zurückliegenden Woche erklärte Honor-Chef Zhao Ming seine Sicht der Dinge: Es sei einfach eine Frage der Notwendigkeit. "Es besteht kein Zweifel, dass Huawei dazu in der Lage ist, aber im Moment halte ich es nicht für notwendig, da wir sehr eng mit Google zusammenarbeiten und das Android-System weiterhin verwenden können."
Siehe auch:
Ein alternatives Smartphone-Betriebssystem könnte im Hinblick auf die zunehmenden Handelsspannungen mit den USA und China sehr wichtig werden. Das US-Verbot, das dem chinesischen Telekommunikationsgerätehersteller ZTE die Nutzung amerikanischer Produkte und Dienstleistungen verbietet, war die Vorlage. Die Aussicht, dass ZTE seine Lizenz zur Nutzung von Googles Android-Betriebssystem für Smartphones verlieren könnte, hat auch die Frage aufgeworfen: Braucht China ein eigenes Smartphone-OS als Backup?
Für das "Worst-Case-Szenario"
Für Huawei war das demnach schon 2012 klar. Der Plan wurde von Huawei-Gründer Ren Zhengfei initiiert und es als strategische Investition zur Vorbereitung auf ein "Worst-Case-Szenario" vorangetrieben. Huawei habe nicht nur an einem OS für Smartphones gearbeitet, sondern auch sein eigenes Betriebssystem für Tablets und PCs in der Schublade, hieß es von einem Informanten.Das Unternehmen habe das Betriebssystem aber bislang nicht freigegeben, weil es nicht so gut ist wie Android, vor allem nicht im Hinblick auf die Nutzung mit Drittanbieter-Anwendungen.
Bei einer Veranstaltung in Peking in der zurückliegenden Woche erklärte Honor-Chef Zhao Ming seine Sicht der Dinge: Es sei einfach eine Frage der Notwendigkeit. "Es besteht kein Zweifel, dass Huawei dazu in der Lage ist, aber im Moment halte ich es nicht für notwendig, da wir sehr eng mit Google zusammenarbeiten und das Android-System weiterhin verwenden können."
Veröffentlichung (vorerst) nicht geplant
"Huawei hat keine Pläne, in absehbarer Zeit ein eigenes Betriebssystem zu veröffentlichen", sagte das Unternehmen in einem Statement. "Wir konzentrieren uns auf Produkte, die vom Android OS angetrieben werden und nehmen eine offene Haltung gegenüber einem alternativen mobilen OS ein."Siehe auch:
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Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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