Gericht stoppt Xerox-Verkauf an Fujifilm wegen selbstsüchtigen CEOs

Der Plan der Xerox Corp. sich an den japanischen Rivalen Fujifilm Holding Corp. zu verkaufen wurde vorübergehend von einem New Yorker Richter blockiert. Per einstweilliger Verfügung stoppte der Richter den Deal.
Xerox, Kopierer, Workcentre
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Hintergrund sind Bedenken, die sich bezüglich des derzeitigen Xerox-CEO Jeffrey Jacobson ergaben. Zwei Großaktionäre - Carl Icahn und Darwin Deason - beschuldigten den CEO, ohne Genehmigung des Aufsichtsrats gehandelt zu haben, als die Übernahme vereinbart wurde. Jeffrey Jacobson soll es, so heißt es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, nur um die Sicherung seines eigenes Jobs gegangen sein.


Hofflungsloser Konflikt

Die Fakten "zeigen deutlich, dass Jacobson, nachdem er am 10. November erfahren hatte, dass der Vorstand aktiv einen neuen CEO suchte, um ihn zu ersetzen, während seiner Verhandlungen über eine strategische Akquisitionstransaktion, die zu einer kombinierten Einheit führen würde, in der er CEO sein würde, hoffnungslos in Konflikt geriet", erklärte der Richter. "Es gibt genügend Beweise, dass er mit Fuji zusammengearbeitet hat, um sich für die Transaktion unentbehrlich zu machen."

Auf Kosten der Anleger

Der New Yorker Richter befand die gegen Jacobson vorgebrachten Anschuldigungen für wichtig genug, um die Übernahme vorerst zu stoppen und genaue Untersuchungen einzuleiten.

Der Deal zwischen dem Erfinder des Fotokopieres und Fujifilm soll bisher nur auf Kosten des Shareholder Value gegangen sein. Die Aktionäre seien die Verlierer, und das obwohl Xeroxs Ausgangposition in das Übernahmegeschäft eigentlich sehr gut gewesen sei.

Die Anwälte von Xerox selbst bezeichneten die Behauptungen der Großaktionäre als "sehr unaufrichtig" und baten den Richter, die Blockade abzulehnen. Das Unternehmen sagte in einer Erklärung, dass es gegen die Entscheidung Berufung einlegen werde.
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