Raumfahrt: Fehler aus Gewohnheit kostet Russland 45 Millionen Dollar

Satellit, Rakete, Sojus, Arianespace, O3B Bildquelle: Arianespace
Es gibt Fehler, die trotz gewissenhafter Prüfungen einfach nicht entdeckt werden, weil sie allen Beteiligten zu vertraut vorkommen. Durch einen solchen wurden in Russland vor einigen Wochen fast 45 Millionen Dollar in den Sand gesetzt, als man kurz nach dem Start den Kontakt zu einem neuen Satelliten verloren hat. Die russische Raumfahrtagentur Roscosmos hatte eine Sojus-Trägerrakete auf den Weg geschickt, auf der unter anderem der neue Wetter-Satellit Meteor-M in den Orbit transportiert werden sollte. Weiterhin gehörten mehrere kleinere Flugkörper von Forschungsprojekten aus diversen Ländern, darunter auch aus Deutschland, mit zur Nutzlast. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters müssen diese allesamt abgeschrieben werden.

Die Ursache dafür war, wie die Untersuchungen inzwischen zutage förderten, ein sehr menschlicher Fehler. Die gesamte Mission wurde auf Grundlage falscher Koordinaten gestartet - und dass dies bei den Prüfungen nicht auffiel, lässt sich auch recht nachvollziehbar erklären. Denn gearbeitet wurde fälschlicherweise mit Koordinaten, die den Beschäftigten in der russischen Raumfahrt über Jahre und Jahrzehnte wohlbekannt sind.


Es geht um 6.000 Kilometer

Dem Vernehmen nach wurde die gesamte Navigation der Trägerrakte mit Daten versorgt, die zu dem traditionellen Weltraumbahnhof im kasachischen Baikonur gehören. Die Rakete wurde aber vom neuen Kosmodrom in Wostotschny gestartet, das immerhin über 6.000 Kilometer östlich auf russischem Staatsgebiet gebaut wurde. Eine solche Abweichung konnte das System nicht mehr über die kleineren noch möglichen Korrekturen ausgleichen.

Die fehlgeschlagene Mission war erst der zweite Start von Wostotschny aus. Der Jungfernflug im April 2016 war erfolgreich. Mit dem neuen Kosmodrom will sich Russland unabhängiger von Baikonur machen, das seit dem Ende der Sowjetunion nicht mehr zum eigenen Staatsgebiet gehört. Allerdings lief bei der Planung einiges schief, die Kosten stiegen massiv an und es stellte sich auch heraus, dass vom neuen Startplatz aus keine bemannten Flüge zur Internationalen Raumstation unternommen werden können. Denn die dabei genutzten Raumschiffe sind für Landungen auf festem Land ausgelegt und würden, wenn etwas schief geht, direkt in den nahegelegenen Pazifik fallen. Satellit, Raumfahrt, Rakete, Baikonur Satellit, Raumfahrt, Rakete, Baikonur Roskosmos
2017-12-29T12:29:00+01:00
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