Essential Phone: Patentstreit zwischen iPod- und Android-Erfinder
Startup gegen Startup: Für das Essential Phone von Android-Erfinder Andy Rubin sieht es derzeit nicht gut aus. Nach Berichten über schleppenden Verkauf klagt jetzt der iPod-Erfinder und Keyssa-Gründer Tony Fadell gegen Essential.
Im Grunde geht es dabei um eine Patentrechtverletzung für ein drahtloses Übertragungsprotokoll, berichtet der Nachrichtensender CNBC. Keyssa arbeitet seit 2009 an einem neuen Standard, der kabelgebundene Übertragung von großen Datenmengen überflüssig machen soll. Auch WLAN-Übertragungen sollen damit überflüssig werden. 2014 zeigten sie mit ihrem System namens KISS bereits die Übertragung von einem Gigabyte in weniger als einer Sekunde. Nun erklärt Keyssa, dass das Essential Phone Teile des Patents ohne eine entsprechende Lizenzierung nutzt.
Essential wollte sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen äußern. Es ist aber klar, dass die erneuten Schlagzeilen dem Startup alles andere als gelegen kommen. Nachdem Andy Rubin zunächst sein Smartphone nicht zu dem geplanten Termin liefern konnte gibt es schon länger Gerüchte, dass das PH-1 nun wie Blei in den Regalen des Startups liegt. Erst seit September ist das PH-1 in den USA zu haben. Ein kostspieliges Verfahren oder eine außergerichtliche Einigung könnte dem Unternehmen, das dringend einen finanziellen Erfolg braucht, nun endgültig den Todesstoß verpassen.
Siehe auch: Andy Rubins Essential-Smartphone verkauft sich wohl ziemlich mies
KISS soll Übertragung revolutionieren
Laut der Nachrichtenagentur Reuters steckt die Keyssa-Technologie nun in den Zubehörteilen, die Essential für das PH-1-Smartphone anbietet, und zwar in der 360 Grad-Kamera. Wird diese auf das Smartphone aufgesetzt, überträgt sie ihre eingefangenen Videos drahtlos mit Hilfe eines Chipsatzes, der auf KISS-Prinzipien basiert - das geht zumindest aus der Klageschrift hervor.Essential wollte sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen äußern. Es ist aber klar, dass die erneuten Schlagzeilen dem Startup alles andere als gelegen kommen. Nachdem Andy Rubin zunächst sein Smartphone nicht zu dem geplanten Termin liefern konnte gibt es schon länger Gerüchte, dass das PH-1 nun wie Blei in den Regalen des Startups liegt. Erst seit September ist das PH-1 in den USA zu haben. Ein kostspieliges Verfahren oder eine außergerichtliche Einigung könnte dem Unternehmen, das dringend einen finanziellen Erfolg braucht, nun endgültig den Todesstoß verpassen.
Siehe auch: Andy Rubins Essential-Smartphone verkauft sich wohl ziemlich mies
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Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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