No Man's Sky-Fiasko hat Folgen:
Steam verlangt nun echte Screenshots

Valves PC-Spiele-Distributionsplattform Steam wird demnächst von Entwicklern nur noch echte Screenshots aus ihren Games auf den Store-Seiten akzeptieren. Damit will man erreichen, dass Nutzer einen repräsentativen Eindruck eines Titels bekommen. Auslöser ist wohl No Man's Sky, da das Science-Fiction-Spiel auf Bildern Features gezeigt und angekündigt hat, die es bis heute nicht gibt.
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Steam/WinFuture
Entwickler wurden von Valve in Kenntnis gesetzt, dass im Zuge des Discovery Update 2.0 alle Spiele bzw. deren Seiten im Steam-Store echte Bildschirm-Aufnahmen zeigen müssen. Der Steam-Betreiber schreibt, dass man in Vergangenheit in den Richtlinien nicht genau genug in Bezug auf Screenshots gewesen sei und man nun die Gelegenheit nutzen möchte, dies klarzustellen (via Polygon).

No Man's SkyNo Man's SkyNo Man's SkyNo Man's Sky
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Alden Kroll, UI-Designer bei Steam, dazu: "Wenn die Screenshot-Sektion einer Store-Seite für Bilder genutzt wird, die etwas anderes zeigen als Screenshots aus dem Spiel, dann kann das Konsumenten erschweren, zu verstehen, was das Produkt ist, das sie suchen." Anders gesagt: Man will vermeiden, dass Nutzer auf den Screenshots etwas anderes sehen als später im Spiel.

Valve selbst hat dies bereits bei Dota 2 umgesetzt und alle bisherigen Illustrationen auf der Steam-Store-Seite entfernt. Ab sofort sind dort nur noch "echte" Screenshots (Interface und ähnliches inklusive) zu sehen.


Irreführung bei No Man's Sky

Der Name No Man's Sky fällt zwar nicht explizit, es gibt aber kaum Zweifel, dass das mit dem kontroversen Spiel in Zusammenhang steht. Denn der Hello Games-Titel hat auf einigen Bildern Features gezeigt, die nicht umgesetzt worden sind und bis heute fehlen. Das hat No Man's Sky unter anderem in Großbritannien eine Untersuchung wegen irreführender Werbung eingebracht.

Kroll hat sich nicht dazu geäußert, ob und wie Steam die eingereichten Screenshots prüfen wird. Es ist aber zweifelsfrei die Absicht von Valve, dass Entwickler nur noch Material einreichen und veröffentlichen, das den tatsächlichen Zustand des Spiels zeigt.

Siehe auch: Britische Werbeaufsicht untersucht unlautere No Man's Sky-Werbung
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