Hersteller wie Microsoft und Sony setzen auf 'illegale' Garantiesiegel
Seit vergangener Woche ist die Xbox One S erhältlich und auch diese hat ein Garantiesiegel. Dieses warnt den Besitzer, dass er bei einer Beschädigung jedes herstellerseitige Recht auf eine Reparatur verliert. Microsoft ist nicht das einzige Unternehmen, das auf sowas setzt, auch Sony und viele andere mehr "schützen" die Hardware auf diese - wohlgemerkt "illegale" - Weise.
Die Praxis ist alles andere als neu, doch auszurotten ist sie dennoch nicht: Die Rede ist von jenen Aufklebern, die auf vielen technischen Geräten aufgebracht sind und die den Nutzer warnen, dass er seine Garantieansprüche verliert, wenn er dieses Siegel beschädigt oder entfernt. Im Zuge der Veröffentlichung der Xbox One S hat sich Motherboard diesen "Schutz" näher angesehen. Das Blog beleuchtet dabei die Situation in den USA, viele der Erkenntnisse gelten aber sicherlich auch für den Konsumentenschutz in Europa.
Kurz gesagt: Derartige Sticker sind illegal und verstoßen in den USA gegen Bundesgesetze. Denn Hersteller können es den Nutzern nicht vorschreiben, dass in ihrem Besitz befindliche Geräte nicht geöffnet werden dürfen. In den Staaten ist das entsprechende Gesetz bereits über 40 Jahre alt und nennt sich Magnuson-Moss Warranty Act (MMWA). Dieses verbietet es Herstellern, die Besitzer von Geräten zu bestimmten Ersatzteilen oder autorisierten Werkstätten zu zwingen.
Im Fall der Xbox One S suggeriert der Sticker aber beides: Dort kann man nachlesen, dass "Öffnen, Modifizieren und Manipulieren" nicht erlaubt seien und die Konsole auch "nur von Microsoft repariert werden darf". Laut Frank Dorman, Sprecher für die Handelsbehörde Federal Trade Commission (FTC), könne man die Sticker auch als irreführend und täuschend sehen bzw. ist diese Formulierung das auch. Konsolen seien auch ein guter "Testfall" für MMWA, meint Motherboard, denn der Tausch einer Festplatte erfordert es auch, das Siegel zu brechen.
Kurz gesagt: Derartige Sticker sind illegal und verstoßen in den USA gegen Bundesgesetze. Denn Hersteller können es den Nutzern nicht vorschreiben, dass in ihrem Besitz befindliche Geräte nicht geöffnet werden dürfen. In den Staaten ist das entsprechende Gesetz bereits über 40 Jahre alt und nennt sich Magnuson-Moss Warranty Act (MMWA). Dieses verbietet es Herstellern, die Besitzer von Geräten zu bestimmten Ersatzteilen oder autorisierten Werkstätten zu zwingen.
Im Fall der Xbox One S suggeriert der Sticker aber beides: Dort kann man nachlesen, dass "Öffnen, Modifizieren und Manipulieren" nicht erlaubt seien und die Konsole auch "nur von Microsoft repariert werden darf". Laut Frank Dorman, Sprecher für die Handelsbehörde Federal Trade Commission (FTC), könne man die Sticker auch als irreführend und täuschend sehen bzw. ist diese Formulierung das auch. Konsolen seien auch ein guter "Testfall" für MMWA, meint Motherboard, denn der Tausch einer Festplatte erfordert es auch, das Siegel zu brechen.
Klage lohnt sich nicht
Microsoft ist wie erwähnt keinesfalls das einzige Unternehmen, das so etwas macht, es ist vielmehr die Regel. Warum die Firmen damit durchkommen, auch wenn die gesetzliche Lage klar ist? Weil sie wissen, dass die Kunden in der Regel nicht dagegen vorgehen werden. Denn den Hersteller zu verklagen kostet im Normalfall weit mehr als das Gerät wert ist. Xbox One S Launch Edition mit 2 TB Jetzt im Microsoft Store kaufen Neuer Wireless Controller Xbox Elite Wireless Controller Gears of War 4 Edition
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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