Hersteller wie Microsoft und Sony setzen auf 'illegale' Garantiesiegel

Seit vergangener Woche ist die Xbox One S erhältlich und auch diese hat ein Garantiesiegel. Dieses warnt den Besitzer, dass er bei einer Beschädigung jedes herstellerseitige Recht auf eine Reparatur verliert. Microsoft ist nicht das einzige Unternehmen, ... mehr... Microsoft, Konsole, Xbox, Xbox One, Spielkonsole, E3, Microsoft Xbox One, E3 2016, Xbox One S, Microsoft Xbox One S Bildquelle: Microsoft Microsoft, Konsole, Xbox, Xbox One, Spielkonsole, E3, Microsoft Xbox One, E3 2016, Xbox One S, Microsoft Xbox One S Microsoft, Konsole, Xbox, Xbox One, Spielkonsole, E3, Microsoft Xbox One, E3 2016, Xbox One S, Microsoft Xbox One S Microsoft

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Garantie eines Herstellers ist FREIWILLIG und keine gesetzliche Vorschrift! Von daher finde ich es völlig legitim und richtig, dass ein Hersteller keine freiwillige Garantie mehr leisten kann, wenn der Kunde das Gerät auseinander geschraubt hat und ggf. selbst für den "Garantiefall" verantwortlich ist.
 
@DerKritiker: Ja, in der EU - bei uns gibts nur die Gesetzlich verpflichtende Gewährleistung. Und wenn mir nach einem dreiviertel Jahr die Xbox eingeht weil billige Bauteile verbaut wurden, dann ist das dennoch Microsofts Kaffee, selbst wenn ich mir ne 2TB platte eingebaut habe.
 
@Ludacris: nein, nach 6 Monaten erfolgt die Beweislastumkehr. Nun musst du nachweisen, dass der Schaden schon bei Kauf vorhanden war. - Bei elektronischen Bauteilen faktisch unmöglich.

Gewährleistung besteht übrigends immer gegenüber dem Händler, nicht dem Hersteller.

Es ist also nicht "Microsofts Kaffee".
 
@dognose: kommt aufs selbe. Der Händler geht dann zum nächsten Händler und das ist im Normalfall Microsoft.
 
@Ludacris: Interessiert Dich aber als Kunden nicht.
 
@Ludacris: Und? Dein Vertragspartner als Kunde ist aber der Händler und du hast nur Ansprüche gegenüber diesem! Was der Händler dann macht, ist für deinen Fall als Kunden sch*** egal.
 
@Scaver: ach ne! Dennoch, wenn die Konsole mit schlechten Bauteilen produziert wird gehts über etliche ecken am ende dann dennoch zu Microsoft. Und wenn ichs in nem Microsoft Store bestell genauso.
 
@Ludacris: Wenn Du direkt bei MS kaufst, dann auf jeden Fall. Ansonsten nicht unbedingt.
Manche Händler schreiben so etwas auch einfach ab und leiten es nicht weiter.

Und dein Beispiel oben ist schlicht nur dann zutreffend, wenn man selber den Mangel nach der Beweislastumkehr nach 6 Monaten nachweisen kann.
Nimmt der Händler dann die Ware aus Kulanz zurück, sind die Nachfolgenden Instanzen oder gar der Hersteller noch lange nicht dazu verpflichtet.
 
@Scaver: ja das ist mir schon klar aber ich denke du weißt worauf ich hinaus will oder? Wenn beispielsweise Saturn jetzt etliche Beschwerden bekommt dass die one hin ist werden Sie wohl das ganze auch an den Händler weiter reichen.
 
@Ludacris: zeig mir den Händler, der direkt bei Microsoft einkauft und selbst an Endkunden verkauft! dazwischen gibt es keine Händler in deinem Sinne sondern Distributoren (Verteiler).
 
@dognose: "Bei elektronischen Bauteilen faktisch unmöglich"

Wenn diese vor Ablauf von 2 Jahren einfach ihren Dienst versagen dann muss man deren, von Anfang an bestehenden Defekt nicht nachweisen. Dann ist es offensichtlich ein Produktionsfehler wovor ja die Gewährleistung schützen soll. Denn die soll ja die reibungslose Funktion über 2 Jahre gewähren.

Bei deinen Beispiel geht es vielmehr um offensichtliche Mängel, die erst später reklamiert werden.
 
@daaaani: Die Gewährleistungsfrist beträgt nach § 438 BGB 24 Monate und kann bei Gebrauchtwaren per AGB oder Vereinbarung zwischen beiden Parteien auf 12 Monate verkürzt werden. Sie kann aber nicht vertraglich ausgeschlossen werden.

Zu Gunsten eines Verbrauchers wird in den ersten 6 Monaten nach Übergabe vermutet, dass die Ware schon zum Lieferzeitpunkt mangelhaft war, es sei denn, der Verkäufer kann nachweisen, dass der Mangel zum Zeitpunkt der Lieferung noch nicht bestand. Bemerkt der Kunde später als 6 Monate nach dem Kauf den Mangel, so ändert sich die Beweislast, d.h. nun muss er beweisen, dass der Gegenstand schon bei der Übergabe einen Mangel aufwies.

Die Folgen des Sachmangels ergeben sich für das Kaufrecht aus § 437 BGB. Bei Mangelhaftigkeit der Sache stehen dem Käufer die folgenden gesetzlichen Rechte zu:
- Anspruch auf Nacherfüllung (§ 439 BGB),
- Rücktrittsrecht (§ 440; § 323; § 326 Abs. 5 BGB und die dort genannten Vorschriften),
- Minderung (§ 441 BGB),
- Anspruch auf Schadensersatz (§ 437 Nr. 3 BGB und die dort genannten Vorschriften).
 
@daaaani: Deine Aussage ist Falsch. Bei der Gewährleistung sind die Händler idr so Kulant und Akzeptieren es einfach (wobei es in den seltensten Fällen einen Umtausch gibt sondern meist nur noch eine Zeitwert Erstattung) es gibt aber auch immer wieder welche die es drauf anlegen und dann musst du sehrwohl nachweisen, wenn der kauf länger wie 6 Monate her ist, das es ein Werksseitiger Defekt war. Das kannst du allerdings nicht und dann geht die Arsch Karte an dich und du hast Pech.
Schon einige dieser Fälle im Bekanntenkreis gehabt und du hast dann so gut wie keine Chance. Das geht dann nur noch über Gutachter die bestätigen das es ein Werkseitiger defekt war was aber leider bei vielen Bauteilen einfach unmöglich festzustellen ist. Alternativ schicken die es zum Hersteller und der "begutachtet" das dann... Je nachdem wie Freundlich der ist gibt er dir Recht oder auch nicht. Hast du vorher kein Gutachten anfertigen lassen... war es das.
Zumal es heute bei sowas dann sowieso nur noch eine Zeitwert Erstattung gibt die bei den Meisten Geräten weit unter dem Neupreis liegen und auch teils weit unter dem Preis um sich ein vergleichbares Gerät neu zu kaufen.
Man darf aber nicht vergessen das die aller meisten Geräte hier in Deutschland 2 Jahre Werksgarantie haben und die meisten berufen sich nach Ablauf der 6 Monate dann eben genau auf diese und bei der muss gar nichts nachgewiesen werden.
Es ist zwar eine Freiwillige Sache ABER wenn sie freiwillig gewährt wurde dann muss sich der Garantie Geber auch an die entsprechenden Gesetze und die von ihm versprochenen Leistungen halten.
Er kann dann nicht kommen "das Siegel wurde verletzt also gibt's nix".
Das ganze ist auch oft recht schnell gelöst: Anwalt einschalten, ein Brief an Hersteller mit Klage Drohung und idr war es das dann.
Die meisten lassen es auf die Klage erst gar nicht ankommen da sie wissen das sie am ende verlieren und sie die Kosten zu tragen haben. Allerdings das Anwaltliche schrieben ist meist nötig. Leider.
 
@Eagle02: Wollte dir erst ein + geben, wurde dann aber ein - wegen dem Satz "Er kann dann nicht kommen "das Siegel wurde verletzt also gibt's nix"."
Doch kann er. Garantie ist rechtlich nicht geregelt, außer der allgemeinen Pflicht, sich an Verträge zu halten, die geschlossen wurden (sofern nicht geltendes Recht verletzt wird).
Und Verträge dürfen in DE frei formuliert werden. Das heißt wenn der Hersteller sagt "Garantie nur, wenn das Siegel unversehrt ist!", dann ist das Bestandteil des Garantie Vertrages und ist gültig!

Und in DE und auch der EU ist das höchstrichterlich längst geregelt. Garantie Bedingungen gelten wie normale Bedingungen. Sie dürfen nicht gegen geltendes Recht oder die guten Sitten verstoßen oder den Kunden einseitig zu stark benachteiligen.

Ein solche Siegel erfüllt keiner dieser Punkte. Ganz im Gegenteil. Das Siegel ist für Hersteller eine Sicherheit, dass der Schaden eben nicht durch unsachgemäße Manipulation erfolgte, für welche der Hersteller nicht bereit ist, Garantie zu geben.
Ebenfalls würde in so einem Fall, durch eigene Beschädigung, auch die gesetzliche Gewährleistung nicht greifen!
 
@Eagle02: Ja das weiß ich ja alles und habe es so ja auch gesagt. Aber vieles stimmt eben auch nicht. Das mit dem Zeitwert ist richtig aber dieses Angebot musst du ja nicht annehmen und das ist auch ganz klar gesetzlich geregelt. Gutachten kommen in der Regel immer dann zu tragen wenn etwas unplausibel erscheint und/oder Versicherungen involviert sind, denen der Sachverhalt ebenfalls fraglich ist.

Denn im Schlimmsten Fall Zahlt der Leistungserbringer dann nämlich zusätzlich noch die Gutachten. Welche ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden in Bezug auf die Sache und dadurch auch Risiko darstellt.

Ich hatte schon mehrfach Handy dessen Speicher Defekte aufwies nach weit mehr als einen Jahr. Dafür gibt es verschiedene Anzeichen und immer wollte man mir die nach Erfüllung verweigern oder in Rechnung stellen. Aber am ende kam ich immer zu meinem Recht. Klar versuchen die es und merken schon in den ersten 2 Sekunden bei wem sie damit durchkommen. Und klar macht man sich unbeliebt und man muss, auf Deutsch gesagt Menschen anscheißen, die erstmal ebenfalls nur Opfer der Situation sind.

Aber pauschal zu sagen nach 6 Monaten geht gar nix mehr oder es wird immer ein Gutachten Fällig oder nur damit geht noch was, ist ebenso falsch!

Man sollte natürlich immer vorbereitet an die Sache gehen, immer das schlimmste einkalkulieren, ruhig aber sehr bestimmend bleiben, und vor allem Hartnäckig!
 
@Scaver: soweit richtig nur steht in den allermeisten fällen in den Garantie Bedingungen eben genau das nicht drinnen. Da steh oft recht viel drinnen aber eben nichts von einem unbeschädigtem Siegel.

Sagte ich ja auch das er sich an seine eigenen Bedingungen halten muss. Wenn das mit dem Siegel drinne steht... klar nur steht es eben sehr häufig da nicht.
 
@Nigg: Das inkludiert aber nicht Produktionsmängel und wenn teile schon vor ablauf dieser 24 Monate ihren dienst bei normalen gebrauch versagen, dann liegt so einer vor und da muss man nix beweisen, weil das einstellen der Funktion ja schon der beweis ist.
 
@Scaver:

Wer verbietet mir denn in meinen neu gekauften Rechner eine zusätzliche Festplatte, oder eine zusätzliche Soiundkarte, etc. einzubauen?
Um das machen zu können, muss ich ja wohl das Siegel "brechen", wenn eins verhanden ist.
Geht jetzt am dem PC z.B. die werksseitig verbaute Grafikkarte kaputt, habe ich trotzdem die Garabtie, das der Händler, bzw. Hersteller mir diese während der Garantiezeit ersetzen muss.
 
@Scaver: Das stimmt nicht ganz. Du kannst dein Auto auch in jeder Werkstatt reparieren lassen. Haben die Autohersteller auch jahrelang versucht zu verhindern.
Ich kann mich noch daran erinnern, dass Elektrogeräten früher Schaltpläne und Ersatzteillisten mit beigelegt wurden.
 
@daaaani: genau diesem Irtum sitzen viele auf. Wenn der Hersteller garantiert, dass etwas 24 Monate funktioniert, dann ist es eine freiwillige Garantie (und rechtlich bindend)

Gewahrleistung sagt nur aus, dass die Ware beim Kauf frei von Mängeln ist. Geht etwas nach 7 Monate kaputt, Müsstest du beweisen, dass die Ware schon beim Kauf nicht einwandfrei war, um Ansprüche zu haben.
Allein die Tatsache, DASS etwas nach 7 Monate kaputt geht reicht nicht aus, denn es steht nirgends geschrieben, dass etwas eine bestimmte Lebensdauer hat / haben muss.
 
@dognose: Du hast 24 monate zeit einen mangel anzuzeigen. Einen Produktionsmengel, der ja vorliegt wenn das Gerät bei normaler nutzung seine vorgesehene lebensdauer nicht erreicht, musst du nicht beweisen, da er selbst der beweis ist, weil Produktionsmengel in der Regel vor kauf der wahre stattfinden.

Wie auch immer, ist der Anspruch gerechtfertigt, lässt man sich nicht in die irre führen und argumentiert schlüssig, dann braucht man kein Gutachten. Hatte ich noch nie gebraucht. Hab meinem gegenüber auch immer zu verstehen gegeben, dass ich hartnäckig bin und es sehr teuer werden kann und ich mich von dem grundlägensten nicht abbringen lasse, wäre das Produkt wie vom Hersteller vorgesehen in Ordnung wäre ich nicht da.

Wenn ich ein Gummiboot kaufe und es nach 8 Monaten benutze, dann plötzlich festellen muss, dass sich die Farben im Wasser ablösen, dann muss ich da auch nicht beweisen das dieser Mangel bei kauf bestand. Der umstand, dass das passiert zeugt von einem Mangel bei der Produktion.
 
@daaaani: es gibt aber keine "Vorgesehene Lebrnsdauer". Weder bei Gummibooten, noch bei sonst was. (Okay, es gibt Opas "Früher het' n Fernseher 15 Joahr ghebt!") - Doch beim Gummiboot müsstest du das auch, zumin. Könnte der Händler das verlangen. Könnte ja sein du warst 8 Monate lang jeden Tag raften.

Praktisch werden viele Händler aber Kulant sein.
 
@dognose: Lebensdauer ist nicht explizit erwähnt wird aber in vielerlei Gesetzgebungen eingebunden. Eine 24 Monatige Mängelhaftung macht keinen Sinn wenn Wahren nicht so lange halten, das kann man also als grundlegendste Mindestlebensdauer oder Nutzungsdauer ansehen. Und in vielerlei anderen Regelungen wird ebenfalls indirekt Bezug genommen. Zum Beispiel wenn es um Abschreibungen in Unternehmen geht, da wird für die verschiedensten Sachen eine durchschnittliche Nutzungsdauer Definiert, in der Abgeschrieben wird.

Das klingt für den Moment weit hergeholt, spielt dann aber spätestens bei einer Gerichtlichen Auseinandersetzung eine Rolle.

Und mit der Kulanz und Händler das kann ich so nicht bestätigen eher das Gegenteil. Bei Kleinkram wie USB Stick oder 50€ Festplatte mag das vielleicht noch zutreffen, nicht aber bei Handys, Computer, Fernseher, etc. Da wird sich gedrückt was das Zeug hält und sie verstricken sich in eigene Wiedersprüche. Da kommen Geräte angeblich als repariert zurück, die offensichtlich niemals angefasst wurden. Oder rechtliche Ansprüche werden ignoriert und der Kunde wird unrechtmäßig zur Kasse gebeten.

Kulanz kann ich wirklich nur bei namenhaften Herstellern erkennen wie Apple, Microsoft, LG usw. Oder ironischerweise bei Discountern die nahezu alles zurücknehmen.

Und mit dem Gummiboot müsste ich garne beweisen, diese Fiktive Wasserlöslichkeit der Farbe könnte ich vorführen aber beweisen, dass es von Anfang an so war muss ich nicht. Denn das ist offensichtlich. Und wenn tatsächlich ein Händler so dämlich sein sollte und einen Beweis für das offensichtliche zu fordern und damit schon absehbar ist, dass er Gutachten zahlen müsste, dann ist auch das kein Problem.
 
@Scaver: Nein, Verträge dürfen weder in Deutschland noch in der EU oder Amerika frei formuliert werden. Bei einem Vertrag auf Augenhöhe ist das so, wenn dieser gemeinsam ausgehandelt wird. Bei einem Vertrag, den man eingehen muss und somit der schwächere Verhandlungspartner ist gibt es Einschränkungen, so darf ein Vertrag die schwächere Seite nicht einseitig belasten.
Das hat aber alles überhaupt nichts mit den Aufklebern zu tun. Wer den Sticker an einer Festplatte verstört und diese öffnet und Staub eindringen lässt hat natürlich seine Garantie und Gewährleistung verloren, da nach so einer Manipulation von einem selbst verschuldeten Schaden auszugehen ist und auch eine Reparatur in staubfreier Umgebung nichts mehr bringt.

Wenn MS auf die Kleber schreibt, dass nur Microsoft diese Geräte reparieren darf gehen sie aber einen Schritt zu weit. Ein Fachmann braucht nicht von Microsoft lizenziert sein, eine Reparatur hat wieder eine Gewährleistung, die der Techniker leisten muss. Wenn das Siegel gebrochen wird und eine fachmännische Manipulation stattfindet ist dies kein Grund für MS die Garantie abzulehnen, wenn es sich um einen Mangel handelt, der von der Garantie gedeckt ist und nicht auf die Manipulation zurück zu führen ist.

Die Garantie ist zwar freiwillig, aber durch den Kauf des Produktes hat man diese freiwillige Leistung versprochen bekommen und somit ist es eine gesetzlich verpflichtete vertragliche Leistung und überhaupt nicht mehr freiwillig. MS hätte sie nicht anbieten brauchen, da liegt die Freiwilligkeit.
Jeder Punkt der zu einseitig ist und gegen andere Rechte des Verbrauchers verstößt wird gegen geltendes Recht oder eine gemeinsame Absprache mit dem Hersteller ausgetauscht oder wird eben ersatzlos gestrichen.

Wenn man an seiner Konsole ein Siegel bricht und eine fachmännische Reparatur durchführt und eine andere Komponente später kaputt geht, die nachweislich nichts mit der Modifikation zu tun hat, kann MS es eben nicht auf einen kaputten Aufkleber schieben und sich aus der Garantie befreien.
 
@Ludacris: In DE und der EU gibt es beides, die gesetzliche Gewährleistung und die freiwillige Garantie der Hersteller oder Händler, sofern welche angeboten werden.
 
@Ludacris: ganz so einfach ist es nicht... was ist wenn Microsoft sagt du bist schuld das der Fehler hier ist... wie willst du beweisen können, dass es anders ist???

Das Siegel "verbietet" dir auch nicht die X-Box zu öffnen (das wird oben etwas "Übertrieben" dargestellt) es verändert lediglich die Bedingungen...
Ich bin mir sicher, wenn ein Fehler auftaucht, der "einfach bekannt" ist, dann ist das kein Problem... mir wenn jetzt die Hauptplatine den Geist aufgibt und Microsoft sagt, "klar, es kam ~vermutlich~ zu einer 'Elektrostatischen-Entladung' auf den empfindlichen Bauteilen die beim Öffnen der Box verursacht wurden" dann ist das wieder dein Bier! :)
Selbst wenn du mit ESD-Band gearbeitet hast...
=> was anderes ist, wenn eine "Rechtsfähige" Person unter Eid bezeugt, dass du auf einer ESD-Fähigen Unterlage mit ESD-Armband gearbeitet hast, dann wechselt der Staffelstab... aber auch dann könnte dem Hersteller schnell wieder was neues einfallen... und so weiter und so fort...
Fakt ist -> dein Konto leert sich und das Konto vom Hersteller-juckt das kaum...

> wie wir allerdings alle wissen, gehört es zum Marketing hier auch mal Kulant zu sein... und in 90% aller (mit bekannten) Fällen war es auch so!
 
@DerKritiker: Um dieses "ggf. selbst für den "Garantiefall"" geht es ja. Und eben das muss dann ermittelt werden. Man kann es nicht pauschal mit so einen Aufkleber erzwingen bzw. einen berichtigten Anspruch auf dem Kunden abwälzen! Denn ein Intakter Aufkleber ist für die Funktion des Gerätes nicht von Relevanz, von daher kann man es nicht an diesen festmachen.

Edit: Hier geht es weniger darum, sich vor unberechtigten Garantieansprüchen zu schützen, als vielmehr dafür zu sorgen das die Kunden die Geräte nicht selber warten und aufrüsten können. Denn daran verdienen die Firmen abermals enorm dran.
 
@daaaani: Solch ein Aufkleber erleichtert es dem Hersteller aber enorm, im Schadensfall schnell die Entscheidung zu treffen, ob der Kunde direkt im Tausch ein Neugerät bekommt (Siegel intakt), oder ob man da doch mal genauer checken sollte, was denn da wohl passiert ist (Siegel gebrochen).
 
@DON666: Und genau das ist eben illegal da der Aufkleber im Technischen sinne keine Aufgabe erfüllt also kann dieser auch über den Schaden nix aussagen. Sondern lediglich ob das Gerät geöffnet war oder nicht.

Damit will man sich so zusagen einem Anspruch pauschal und ohne weitere Untersuchungen entziehen. Oder um es mal auf dem Punkt zu bringen, wenn es nicht um austauschbare teile geht (also in der Regel nicht um Umrüstungen seitens des Kunden), dann möchte man ein eigentlichen Garantiefall in der Regel wegen eines defekten Siegels in Rechnung stellen.

Das Siegel dient nicht dem vermeidlichen Schutz vor unberechtigten Ansprüchen, die gibt es keine frage, es geht hier um ein riesen Geschäft! Kunde kann nicht selber reparieren, Aufrüstungen werden teurer weil am den tauschbaren Teilen meist ein Siegel klebt und berechtigte Ansprüche kann man in Rechnung stellen.

Zeltens schaut man aus Neugier rein und macht dabei ein Gerät kaputt, meisten schaut man nach einen Defekt rein um zu schauen ob und was man machen kann.
 
@daaaani: Das ist mir doch alles klar, und ich bin ja selbst auch so ein Bastelheini, der in Geräte reinguckt, wenn's geht. Ich habe das nur mal eben aus Sicht der Hersteller geschildert. Und wenn es um Geräte geht, in deren Inneren der Kunde an sich "nichts zu suchen" hat, kann ich das auch irgendwo nachvollziehen, zumindest aus der Perspektive der Mitarbeiter, die in den Reparaturabteilungen arbeiten.
 
@DON666: Der Mitarbeiter untersucht das Gerät erst gar nicht wenn ein solches Siegel gebrochen ist, sondern macht gleich einen Kostenvoranschlag nur für das öffnen des Gerätes und eben das ist illegal. Weil so ein Siegel mit der Funktion des Gerätes ja nichts zu tun hat also kann es auch nichts über dessen Defekt aussagen.

Der Kunde ist aber Eigentümer des Gerätes und kann damit tun und lassen was er will und sofern er für den Defekt des Gerätes verantwortlich ist muss er eben Zahlen. Und wenn er es nicht ist dann muss der, der die Garantie erklärt hat auch diese erfüllen. Nur sagt darüber eben ein solches Siegel nichts aus, sondern die Technische Untersuchung.

Das mit dem Siegel ist das selbe Beispiel wie mit der Eier Packung in der Kaufhalle. Beim öffnen Schecken die Kassier/innen nicht ob alle Eier intakt sind!
 
@daaaani: Die Aufkleber sind natürlich nicht illegal, auch wenn der Author oben so einen Unsinn verbreitet. Ein Hersteller kann beliebig Aufkleber auf ein Gerät kleben: Intel Inside, NVIDIA, Premium Quality, Extended Garanty, Sonderangebot, ... Nur haben diese Aufkleber nicht unbedingt rechtlich etwas zu bedeuten. Wenn ein Hersteller bei Zerstören eines Aufklebers die Gewährleistung einschränken will, dann ist das illegal. Aber der Aufkleber an sich ist nicht illegal. Garantie wiederum ist eine völlig freiwillige Leistung des Herstellers. Wenn er gar keine Garantie geben ist, dann darf er das. Gewährleistung gilt aber trotzdem. Der Author vom Artikel oben hat einfach Quatsch geschrieben.
 
@Nunk-Junge: Nein auch wenn es Freiwillig ist kann eine Garantie nicht beliebige auflagen enthalten, dann werden diese ebenfalls unültig während der Rest der bestimmung seine rechtliche wirkung behält.

auf falschem Post geantwortet.
 
@daaaani: naja, er erfüllt schon einen Zweck. Ms hat die Hardware die verbaut wird aufeinander abgestimmt. Entferne ich nun die Festplatte und zerstöre dabei das Siegel und es kommt anschließend zu einen Defekt, weil die Festplatte warum auch immer inkompatibel ist, er ne Schraube vergessen hat welche zu nem Kurzschluß führt oder das Lüfterkabel rausgerissen wurde und die Konsole abraucht. Wir reden hier von empfindlicher Hardware wo Otto-Normalverbraucher nichts dran zu suchen hat. Insofern finde ich es vollkommen richtig die freiwillige Garantie an bestimmte Bedingungen zu knüpfen die unter anderem das durchtrennen von Siegeln betrifft.
 
@lurchie: Diese ungestühmtheit, die du so mit Otto normal bezeichnest, mag ja auf dich zutreffen, auf viele andere auf alle fälle nicht. Und ob ich ein gerät, was mir gehört öffnen darf oder nicht, entscheidet keine Firma das mache ich.

Die Restlichen Dinge die du so schön beschreibst sogar mit den Wörtern defekt, Kurzschluss, rausgerissen Kabel führen eben zu einem berechtigtem Garantieverlusst weil es ein vom Kunden verursachter Schaden ist, nicht aber ein eingerissenes stück Papier. Welches ohnehin keinen technischen zweck erfüllt.
 
@DerKritiker: Eine Garantie ist zwar freiwillig aber eine Garantie darf nicht an beliebige Voraussetzungen geknüpft werden wenn eine angeboten wird
 
@DerKritiker: Das amerikanische "Warranty" ist eher mit unserer Gewährleistungspflicht zu vergleichen als mit einer Herstellergarantie.
 
@DerKritiker: Das Angebot einer Garantie ist Freiwillig. Ist sie erklärt wird sie verpflichtend!
 
Eigentlich ist das alles Wurst. Denn solche Praktiken stoßen nicht auf Sympathien bei Kunden. Eine solche Praxis heißt für mich in erster Linie: Finger weg, nicht kaufen.
Ein jedes Unternehmen, welches derartig fragwürdige Maßnahmen ergreift (wenn das sogar in den USA verboten ist, die nicht bekannt sind für besten Konsumentenschutz), scheint vor etwas Angst zu haben. Die Angst bezieht sich nicht auf Ahnungslose Kunden, die mal eben mit dem Schraubenzieher darin herum scratchen, sondern entweder vor der Angst der Wahrheit: In dem Gerät wird Müll verbaut und man will es so lange wie möglich verbergen, oder vor der Angst vor Manipulationen, denen man eh nicht gewachsen ist, da so ziemlich jede Maßnahme zum Schutz vor Kopien zumindest einen workaround gefunden haben. Und genau letzteres wird es sein.
 
@DerKritiker: Wie kommst du daruf das das keine gesetzliche Vorschrift ist? Jeder Hersteller der in Europa verkauft ist in der Pflicht eine Garantie zu geben!
 
Finde ich richtig, es kann gar nicht genug Siegel auf den Geräten geben ... würde auch eines über den Disc Einwurf kleben, so kann es gar nicht erst durch die unsachgemäße Nutzung des Users kaputt gehen und man hält sich die lästigen Kundenbeschwerden vom Hals.
 
Mann sollte sowas unter das Verbandsklagerecht in Deutschland oder EU stellen, dann müsste der Kunde nicht mehr klagen, sondern Institutionen wie der Verbraucherschutz könnten stellvertretend für alle Klagen!
 
Tja, wohl nicht richtig recherchiert (weder ihr noch Motherboard).

In Deutschland und ähnlich auch in den USA muss man zwischen 2 Sachen unterscheiden:
Freiwillige(!) Garantie und gesetzliche(!) Gewährleistung.

Die Bedingungen für die gesetzliche Gewährleistung sind in DE/EU natürlich durchaus anders, als jene in den USA.

Für die freiwillige Garantie und nur um die geht es, gibt es aber in beiden Staaten keine gesetzlichen Vorschriften.
Hier gilt: Ein Händler kann sie geben oder nicht und wie lange er will. Ebenfalls darf er die Bedingungen völlig selber festlegen, sofern diese nicht gegen geltendes Recht und die guten Sitten (gerade in vielen US Bundesstaaten) verstoßen.
Und eine dieser Bedingungen ist: Du darfst die Konsole nicht öffnen und um das nachzuweisen, darfst Du das Siegel nicht brechen!

Illegal ist daran nichts. Weder es anzubringen, noch es zu brechen ist ein Problem.
Das ganze ist ein privater Vertrag zwischen (her) Microsoft und dem Kunden. MS sagt "Brichst du das Siegel nicht, bekommst Du Garantie Leistungen, die über die gesetzlichen Gewährleistungen hinaus gehen!".
Hält sich der Kunde daran (und an ggf. weitere Garantie Bedingungen), kann er sich auf die Garantie berufen oder an den gesetzlichen Gewährleistungsanspruch... je nachdem.
Hält der Kunde sich nicht mehr daran, hat er den Garantievertrag gebrochen und der Händler/Hersteller kann die Garantie verweigern.

An der gesetzlichen Gewährleistung ändert das aber nichts. Weder in DE/EU noch in den USA kann ein Hersteller oder Händler die gesetzliche Gewährleistung aushebeln oder einschränken. Diese gilt IMMER!

Das Problem... beides wird oft verwechselt! Und das ist auch hier mal wieder passiert.
Denn illegal wären die Siegel nur, wenn sie sich auf die gesetzlichen Rechte beziehen würden und dann würden EU und auch die USA die Dinger nicht nur verbieten, sondern Produkte damit aus dem Verkehr ziehen.
 
@Scaver: Habe auch nach dem Hinweis im Artikel ausschau gehalten, wo genau das erwähnt wird. Normalerweise wird die Geschichte ja vorher aufgeblasen um dann im Schlusssatz die Luft wieder abzulassen. Hier wurde nur aufgeblasen...
 
@Scaver: Das ist nicht ganz richtig (aber auch nicht ganz falsch). Es gibt eine Vielzahl von Fakoren in denen die Garantiebestimmungen oder teile davon unwirksam werden.

z.B.
Wenn sie überraschend sind, oder auch den Garantie Empfänger über Gebühr benachteiligen, den Eindruck erwecken, sie würden die Gewährleistungsansprüche des Käufers gegenüber dem Verkäufer einschränken.

Und dazu gab es auch schon entsprechende Rechtsprechungen. Zum Beispiel sind Garantie Aufkleber an Computer, die das öffnen dessen mit einem Verlust der Garantie gleichsetzen inzwischen verboten. Da ein PC ein Modulares System ist und zum Aufrüsten ändern konzipiert ist, auch gesäubert werden muss etc. und darum solch eine Klausel ein unverhältnismäßige Benachteiligung ist.

Solche Aufkleber haben keine rechtliche Relevanz sind nicht genormt und können auch nichts nachweisen. Die können auch einfach so abfallen.
 
@daaaani: sag das mal fujitsu ... vor gut 10 jahren hatte ich mal nen rechner von denen auf meinem tisch ... iwas war kaputt also wollte ich es reparieren, siegel gebrochen und dann fing die kacke erst richtig an, MoBo, Graka, HDDs waren festgenietet, der CPU kühler hab ich nie runter bekommen, gefühlt war der geklebt ... also nix modular ... leider finde ich die bilder von diese ausgeburt nicht wieder
 
@1O1_ZERO: Ein Sandwich is auch modular bis du es zusammenklebst. Also naja :D
 
@daaaani: Und was bitte hat der PC mit der Konsole zu tun?!?! Eine Konsole ist kein Computer und ist nicht dafür vorgesehen vom Endkunden geöffnet zu werden, mit neuer Hardware erweitert zu werden oder die Reparatur mit im Fachhandel bestellter Hardware selbst durchzuführen (fällt eh weg weil du keine Teile dafür bekommst). Daher gelten deine hier publizierten Dinge nicht und Ms benachteiligt keine Kunden, da eine selbständige Reparatur der Konsole offiziell nicht möglich ist genauso wie die Erweiterung da das System darauf nicht ausgelegt wurde und ist. Ein Aufkleber ist hier also keineswegs verboten und Ms kann seine Garantiebestimmungen weiterhin daran knüpfen "Siegel kaputt, Pech gehabt". Zwischen Siegel kaputt reißen und es fällt ab gibt es auch noch mal nen Unterschied ;)
 
@lurchie: Pass mal auf, ich bin ohne Probleme in der lage Einzelteile zu organisieren und zu tauschen mal davon ab das es ein Beispiel war. Jedes elektrische gerät was einen Lüfter hat sollte geöffnet werden können um es zu säubern. Viele grafikdefekte von eben der selben Chips sind eben auf eine zu lange anhaltende übermäßige termische Belastung durch wegtrocknender Kühlpaste pads oder über die Jahre zugesetzter Lüfter zurückzuführen.
 
@daaaani: gerne sterben auch die elektrolyt kondensatoren bei überhitzung/alterung (wegen verstaubter lüfter etc.) und die kann jeder der es schafft nen lötkolben an der richtigen seite anzufassen, (eigendlich) selber tauschen
 
Oh ich kenne diese Dinger nur zu gut. Als ich mir einen Fernseher gekauft habe, ratet mal was ich aus Versehen beim auspacken durchlöchert habe? Richtig. Den schönen Sticker der schön blöd hinten am TV klebte. Ich finde solche Dinger echt unerhört. Hatte zwar noch kein Problem mit meinem TV, aber allgemein ist sowas doch einfach nur Scheiße. Einem Kunden sein Recht auf Reparatur zu entziehen, nur weil ein eigenes, kleines Siegelchen gebrochen wurde. Was, wie ich bereits erwähnt habe, auch komplett aus Versehen passieren kann.
 
@WindowsNutzer8: Welcher Hersteller war das den ? Bei meinem LG wüsste ich jetzt nicht das es solch einen Sticker außen am Gehäuse gibt. Bei mir musste auch schon Vorort die komplette Rückseite abgenommen und wieder angebracht werden, weil der Hersteller es geschafft hatte diese falsch anzubringen. Ein Sticker war da keiner im Weg.
 
Man gut man kann bei der PS4 die Festplatte wechselten ohne irgendein Siegel brechen zu müssen.
Es besteht also keine Notwendigkeit das gerät zu öffnen.
 
Deswegen finde ich in den USA den zusammenschluss vieler Kläger um kosten zu senken auch sehr gut. Hier in Deutschland ist eine Massenklage gar nicht möglich dank Lobbyarbeit.
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