Skandälchen: Bing-Suche 'warnt' vor Chrome oder Firefox
Microsoft ist wieder einmal in ein Fettnäpfchen getreten, auch wenn es dieses Mal eher ein kleines Marketing-Debakel ist. Mit einer prominent platzierten Information zum neuen Webbrowser Edge warnt Microsoft nun jeden, der bei Bing nach einem alternativen Browser wie Chrome oder Firefox sucht.
Dabei ist diese Werbung so angelegt, dass sie für den Nutzer im ersten Moment wie eine typische Warnung vor schädlichen Inhalten aussieht. Über den Suchergebnissen erscheint ein grau hinterlegtes Banner, mit einem Ausrufezeichen (Warnung) und dem Vermerk "Microsoft recommends Microsoft Edge for Windows 10. Learn why.". ("Microsoft empfiehlt Microsoft Edge für Windows 10. Lern warum."). Nach den ersten Erkenntnissen ist diese Werbeaktion für Edge nur in den USA zu sehen. Eine solche Kampagne würde in Europa nach dem ganzen jahrelangen Ärger um die früher eingeschränkte Browserauswahl bei Microsoft sicherlich wieder die Wettbewerbshüter auf den Plan rufen.
Nicht ganz die feine Art - Microsoft warnt bei der Bing-Suche…
… sehr eindrücklich vor der Verwendung eines der beiden Mitbewerber-Produkte.
Denn Microsoft verwendet damit seine eigene Suchmaschine, um gezielt Nutzer davon abzubringen, sich für Google Chrome oder Mozilla Firefox zu entscheiden, schreibt VentureBeat. Anders könne man das nicht interpretieren.
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Nicht ganz die feine Art - Microsoft warnt bei der Bing-Suche…
… sehr eindrücklich vor der Verwendung eines der beiden Mitbewerber-Produkte.
Seriös anmutende Warnung, oder Tarnung
Dennoch zeigt sich auch die US-Presse nicht gerade erfreut über diese Aktion für Edge. Microsoft hatte in den 1990ern auch in den USA mit den Regulatoren zu kämpfen. Wie VentureBeat schreibt, hat der Autor den Hinweis selbst erhalten und sieht ihn als eine seriös anmutende Warnung an. Eine Rückfrage bei Microsoft ergab, dass man in Redmond an der neuen Taktik den Browser zu bewerben nichts anstößiges finde, da der Nutzer ja die Wahl habe, sich aktiv für oder gegen die Installation eines anderen Browsers zu entscheiden.Ist das schon Beeinflussung?
Man kann das Banner natürlich ignorieren und nach den ersten Nutzerhinweisen dazu erscheint diese Werbung dann auch nicht wieder. Es hat dennoch ein ziemliches Geschmäckle, wie Microsoft immer wieder versucht, Nutzer davon abzuhalten, einen anderen Webbrowser zu verwenden.Denn Microsoft verwendet damit seine eigene Suchmaschine, um gezielt Nutzer davon abzubringen, sich für Google Chrome oder Mozilla Firefox zu entscheiden, schreibt VentureBeat. Anders könne man das nicht interpretieren.
Download Chrome 45 - Webbrowser von Google Download Mozilla Firefox 40.0.3 - Open-Source-Browser
Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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