Snowden: NSA sorgte 2012 für Internet-Totalausfall in Syrien

Nsa, National Security Agency, NSA Logo Bildquelle: NSA
Der US-Geheimdienst NSA war offenbar der Auslöser hinter einem im Jahr 2012 erfolgten vollständigen Internet-Blackout in Syrien. Wegen eines fehlgeschlagenen Hack-Angriffs soll das vom Krieg gebeutelte Land damals vom Internet abgetrennt worden sein.
Die National Security Agency (NSA) soll laut den Angaben des nach Russland geflüchteten Whistleblowers Edward Snowden für einen Komplett-Ausfall des Internets in Syrien im Jahr 2012 verantwortlich sein. Dies sagte Snowden unter Berufung auf ihm vorliegende Informationen aus Dokumenten der NSA in einem Interview mit der US-Zeitschrift WIRED.

Eine Gruppe von NSA-Mitarbeitern habe den Auftrag bekommen, sich Zugriff auf Router eines großen Internet-Providers zu verschaffen, um der NSA Zugang zur E-Mail-Kommunikation in dem Land zu geben. Das Vorhaben scheiterte jedoch und in der Folge war Syrien tagelang vom Internet abgeschnitten, während es zu massiven Kampfhandlungen im Zuge des Bürgerkriegs kam.

Statt den Router für den Zugriff durch die NSA zu öffnen und den Geheimdienstlern so Zugang zu E-Mails und anderem Internet-Traffic in dem Land zu verschaffen, legten die Angreifer aus den USA das Gerät angeblich vollständig lahm. Durch den Ausfall des Routers, verlor Syrien seine Anbindung an das Internet, ohne dass die US-Regierung als Auslöser bekannt wurde.

Panik bei den NSA-Hackern

Die NSA-Hacker versuchten Snowden zufolge noch, unter Hochdruck ihre Spuren zu verwischen und den Router aus der Ferne wieder funktionstüchtig zu machen. Es sei darum gegangen, die Entdeckung der von ihnen verwendeten "höchst fortgeschrittenen Infiltrations-Software, die zum Zugriff auf das Netzwerk verwendet wurde" zu verhindern, doch weil der Router komplett ausfiel, konnten sie nichts mehr ausrichten.

Der Betreiber des Routers war später jedoch so sehr damit beschäftigt, das System wieder lauffähig zu bekommen, dass man sich nicht mit den Ursachen des Ausfalls beschäftigte. Angeblich machten sich die gescheiterten Angreifer in den USA noch darüber lustig, dass man ja, sollte man erwischt werden, jederzeit "mit dem Finger auf Israel zeigen" könne. Im November 2012 hatte es in Syrien einen länger andauernden Ausfall der Anbindung der Netzwerke des Landes an das weltweite Internet gegeben. Damals wurde schnell die Regierung Syriens verantwortlich gemacht, weil Sicherheitsexperten nachgewiesen hatten, dass die Behörden immer wieder Knotenpunkte abschalteten. Ob der von Snowden beschriebene Vorfall mit dem Ausfall des Internets in Syrien im November 2012 im Zusammenhang steht, ist derzeit vollkommen unklar. Nsa, Geheimdienst, Keith Alexander Nsa, Geheimdienst, Keith Alexander NSA
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