NSA-eigenes Google bietet Zugriff auf massenhaft gesammelte Daten

überwachung, Suchmaschine, Nsa, ISREACH Bildquelle: The Intercept
Der US-Geheimdienst NSA verfügt über eine eigene Suchmaschine, die Google relativ ähnlich sein soll, verschiedenen Behörden aber die Recherche in den Informationen ermöglicht, die im Zuge der zahlreichen Überwachungsprogramme zusammengetragen werden.
Aktuell soll der Index des Dienstes "ICREACH" rund 850 Milliarden Datensätze umfassen. Zu finden seien hier vor allem Metadaten von Telefonaten, E-Mail-Korrespondenzen, Online-Chats und den Standorten von Mobiltelefonen. Das geht aus als geheim eingestuften Dokumenten hervor, die dem Magazin The Intercept vorliegen. Dieses wurde unter dem Dach der Organisation First Look aufgebaut, die von eBay-Gründer Pierre Omidyar und dem Journalisten Glenn Greenwald, der vor allem durch die Snowden-Enthüllungen berühmt wurde, gegründet wurde.

Über ICREACH sollen verschiedene andere US-Dienste und Strafverfolgungsbehörden einen direkten Zugang zu den gesammelten Daten des Geheimdienstes erhalten. Vor allem die Bundespolizei FBI und die Drogenfahnder der DEA sollen zu den Hauptnutzern gehören. Die nun vorliegenden Dokumente zeichnen damit ein anderes Bild, wie normale Polizeibehörden in den USA an entsprechende Daten gelangen. Bisher ging man gemeinhin davon aus, dass diese sich im Zweifelsfall an die NSA wenden und dann eine Analyse zurückerhalten.

Statt dessen wird nun klar, dass die Behörden jederzeit problemlos und im Einzelfall wohl auch ohne richterliche Verfügung einen direkten Zugang zu Informationen erhalten können, die mit nachrichtendienstlichen Methoden zusammengetragen wurden. Allein dies bedeutet in der Praxis eine klare Aufweichung der jeweiligen Befugnisse, die eine Polizeibehörde eigentlich hat.

Datenweitergabe auf neuem Niveau

Da die verfügbaren Daten quasi eine Essenz aus verschiedenen NSA-Überwachungsprogrammen darstellen, sind hier wohl auch Informationen enthalten, bei denen strittig ist, ob selbst die NSA sie überhaupt erheben darf. Denn seit einiger Zeit gibt es Belege dafür, dass der Dienst umfassende Informationen über das Kommunikations-Verhalten von Bürgern aus dem In- und Ausland sammelt. Dass diese auch in großem Umfang über eine einfache Suchmaschine anderen Behörden zur Verfügung gestellt werden, ist dabei im Grunde nur ein weiteres Teil im großen Puzzle.

Über ICREACH ist es den verschiedenen Behörden so möglich, Bewegungsprofile beliebiger Mobilfunknutzer zu erstellen, das Netzwerk ihrer Freunde und Bekannten unter die Lupe zu nehmen und auch religiöse oder politische Überzeugungen zu erkennen. Dabei umfasst der Datenbestand nicht nur jene Informationen, die von der NSA selbst erfasst werden. Auch die Daten von Partnerdiensten aus der so genannten 5-Eyes-Gruppe, also aus Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland, fließen mit in die Bestände ein. überwachung, Suchmaschine, Nsa, ISREACH überwachung, Suchmaschine, Nsa, ISREACH The Intercept
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