Microsoft gab NSA & Co wohl Zugriff auf OneDrive, Skype & Co
Die NSA hat oder hatte offenbar anders als von Microsoft im Zuge der letztjährigen Enthüllungen aufgrund der Dokumente von Whistleblower Edward Snowden behauptet, umfangreichen Zugriff auf die Daten der Nutzer von Diensten wie Outlook.com, OneDrive und Skype.
Im Rahmen der Veröffentlichung eines neuen Buchs hat der Snowden-Vertraute Glen Greenwald jüngst diverse neue Dokumente veröffentlicht, die aus der internen Kommunikation der US-Geheimdienste stammen und nahelegen, dass NSA & Co im Rahmen ihres Überwachungsprogramms PRISM nicht nur die Verschlüsselung der Webchat-Funktionen von Outlook.com umgangen haben, sondern dabei aktive Hilfe von Microsoft erhalten haben, berichtet TechCrunch.
Offenbar hatten die Schnüffler während des letzten Jahres so ihre Probleme damit, dass Microsoft den Skype-Nutzern nicht nur die Anmeldung mit einem Microsoft-Konto, sondern auch mit speziellen Skype-Accounts und somit beliebigen E-Mail-Adressen ermöglicht. Bei diesen Nutzerkonten sei das Abgreifen von Daten nicht möglich gewesen, hieß es im April 2013, doch bis zum Sommer 2013 wollte man auch dieses "Problem" beseitigen.
Offenbar hatten die Geheimdienste auch die Möglichkeit, seit April 2013 die Logs früherer Skype-Gespräche der Anwender zu durchforsten und hofften auf die Möglichkeit, Kontaktlisten, Kreditkartendaten, Anrufdaten, Nutzerkontendaten und diverse andere Informationen abgreifen zu können. Bei der Skype-Überwachung rühmte man sich außerdem, "eine wichtige Nische" abgedeckt zu haben und dabei unter anderm Informationen zur Opposition in Syrien und der dortigen Regierung erlangt zu haben.
Seit Anfang März 2013 hatten NSA und FBI durch PRISM auch direkten Zugriff auf Microsofts Cloud-Speicher SkyDrive, der heute unter dem Namen OneDrive bekannt ist. Um dies zu erreichen, habe das FBI "über viele Monate mit Microsoft zusammengearbeitet", um die oben erwähnten Verschlüsselungsmaßnahmen zu umgehen. Die Redmonder hatten als Reaktion auf frühere Berichte zu den Aktivitäten der US-Geheimdienste mehrfach darauf bestanden, dass man "keiner Regierung direkten Zugriff" auf die eigenen Dienste geben würde.
Überwachungsmöglichkeit für FBI & Co geschaffen
So spricht eines der Papiere aus dem Fundus von Snowden (PDF) ausdrücklich davon, dass "Microsoft in Zusammenarbeit mit dem FBI eine Überwachungsmöglichkeit geschaffen hat", um die Ende Juli 2012 eingeführte SSL-Verschlüsselung des Web-basierten Chats mittels Outlook.com zu umschiffen. Tatsächlich erfassten die US-Geheimdienste anscheinend schon zuvor neben schriftlichen Gesprächsdaten auch Video- und Sprachinhalte, die die Nutzer der Microsoft-Plattform austauschten.Offenbar hatten die Schnüffler während des letzten Jahres so ihre Probleme damit, dass Microsoft den Skype-Nutzern nicht nur die Anmeldung mit einem Microsoft-Konto, sondern auch mit speziellen Skype-Accounts und somit beliebigen E-Mail-Adressen ermöglicht. Bei diesen Nutzerkonten sei das Abgreifen von Daten nicht möglich gewesen, hieß es im April 2013, doch bis zum Sommer 2013 wollte man auch dieses "Problem" beseitigen.
Offenbar hatten die Geheimdienste auch die Möglichkeit, seit April 2013 die Logs früherer Skype-Gespräche der Anwender zu durchforsten und hofften auf die Möglichkeit, Kontaktlisten, Kreditkartendaten, Anrufdaten, Nutzerkontendaten und diverse andere Informationen abgreifen zu können. Bei der Skype-Überwachung rühmte man sich außerdem, "eine wichtige Nische" abgedeckt zu haben und dabei unter anderm Informationen zur Opposition in Syrien und der dortigen Regierung erlangt zu haben.
Seit Anfang März 2013 hatten NSA und FBI durch PRISM auch direkten Zugriff auf Microsofts Cloud-Speicher SkyDrive, der heute unter dem Namen OneDrive bekannt ist. Um dies zu erreichen, habe das FBI "über viele Monate mit Microsoft zusammengearbeitet", um die oben erwähnten Verschlüsselungsmaßnahmen zu umgehen. Die Redmonder hatten als Reaktion auf frühere Berichte zu den Aktivitäten der US-Geheimdienste mehrfach darauf bestanden, dass man "keiner Regierung direkten Zugriff" auf die eigenen Dienste geben würde.
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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