DDoS: Britischer Geheimdienst griff Anonymous an

Hacker, Anonymous, Vereinigung, Guy Fawkes Maske Bildquelle: Anonymous
Die DDoS-Angriffe, für die das Anonymous-Netzwerk bekannt ist, waren keine Einbahnstraße. Der britische Geheimdienst GCHQ schlug unter anderem mit dem gleichen Mittel gegen die Aktivisten zurück.
Als erste westliche Regierungs-Organisation soll der GCHQ damit auf DDoS-Attacken zurückgegriffen haben, um gegen vermeintliche Gegner vorzugehen. Das Ziel bestand darin, die Kommunikationswege der Aktivisten zu stören. Dies geht aus Dokumenten aus dem Snowden-Archiv hervor, die dem Nachrichtensender NBC News vorliegen. Diese wurden dem US-Geheimdienst im Rahmen einer Tagung mit Partner-Geheimdiensten zur Verfügung gestellt.

Für die Attacken war demnach eine Einheit namens Joint Threat Research Intelligence Group (JTRIG) verantwortlich. Deren Aktionen richteten sich unter anderem gegen IRC-Server, auf denen sich vermeintlich kriminelle Hacker in Chaträumen trafen. Der Geheimdienst soll im Zuge seiner Operationen aber auch in Webserver eingedrungen sein. Dabei seien verschiedene Seiten - nicht nur aus dem direkten Anonymous-Umfeld - manipuliert oder gelöscht worden.

Die Agenten der JTRIG versuchten aber auch die Gruppen, die sich unter dem Anonymous-Label zusammenfanden, selbst zu infiltrieren, um an Hinweise zu kommen, welche Personen hinter den jeweiligen Pseudonymen stecken. Dies fand vor allem im Zuge der "Operation Payback" statt, mit der das Aktivisten-Netzwerk gegen die Blockade der Spendenflüsse zugunsten der Wikileaks-Informantin Chelsea Manning durch PayPal protestierte.

Zumindest in einem Fall, der in den Unterlagen angeführt wird, hätten die Aktivitäten der JTRIG auch zur Verurteilung einer Person geführt. Diese hatte zahlreiche Datensätze von PayPal-Servern entwendet. Wegen des Datendiebstahls erfolgte letztlich eine Verurteilung zu 26 Monaten Haft.

Michael Leiter, ehemaliger Chef des National Counterterrorism Center der US-Regierung, hält die Aktivitäten des GCHQ für gerechtfertigt. Immerhin sei man hier gegen Personen vorgegangen, die weit über die Meinungsfreiheit hinausgingen. Es gebe keinen Grund, dass eine Regierung Gesetzesbrecher in Ruhe lässt, erklärte er.

Es gibt aber auch Kritik an den Aktionen. So seien hier überwiegend Menschen betroffen gewesen, die nie wegen einer Straftat angeklagt worden seien. Deren freie Meinungsäußerung sei in verschiedenen Fällen klar eingeschränkt worden. Hinzu komme, dass es auch viele Jugendliche traf und auch keiner der Betroffenen je darüber informiert wurde, Ziel geheimdienstlicher Aktivitäten geworden zu sein. Hacker, Anonymous, Vereinigung, Guy Fawkes Maske Hacker, Anonymous, Vereinigung, Guy Fawkes Maske Anonymous
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