eBay-Gründer Omidyar will Gnade für PayPal-Hacker

Hacker, Anonymous, Ddos, Vereinigung, Guy Fawkes Maske Bildquelle: Anonymous
Pierre Omidyar, Gründer und Vorsitzender von eBay, hat sich dafür ausgesprochen, jene 14 Hacker, die 2010 den Bezahldienstleister per DDoS angegriffen haben, mit Nachsicht zu behandeln. Das Bemerkenswerte dabei: PayPal ist eine eBay-Tochter.
Diese Woche müssen sich 14 Hacker, die dem Anonymous-Kollektiv zugeschrieben werden, vor Gericht für einen DDoS-Angriff auf PayPal im Jahr 2010 verantworten. Dieser war eine Reaktion auf die damalige Aussetzung der Beziehungen zur Whistleblower-Seite Wikileaks. PayPal hatte nach der Veröffentlichung von über 250.000 US-Botschaftsberichten das Konto der Enthüllungsplattform gesperrt und damit den Zorn der Hacker auf sich gezogen.

Omidyar schreibt nun auf Huffington Post, dass er als Chairman von eBay schon damals gleich nach dem Bekanntwerden der Entscheidung dem Management der Unternehmenstochter PayPal seine Bedenken mitgeteilt habe.

In seinem Beitrag erläutert der in Frankreich geborene US-Amerikaner mit iranischen Wurzeln, dass er große Bedenken zu dieser Art des Umgangs mit Pressefreiheit habe. Dabei betont Omidyar, dass auch Julian Assange als Presseverleger gesehen werden müsse und dass die US-Regierung Druck auf Unternehmen wie PayPal ausgeübt habe, um den Wikileaks-Chef "zum Schweigen" zu bringen.

In weiterer Folge stellt sich Pierre Omidyar die Frage, ob eine DDoS-Attacke nicht eine "legitime Form des (Online-)Protests" sei. Aus unternehmerischer Sicht sei ein derartiger Angriff natürlich "schädlich und kostspielig", insbesondere weil sich die Kunden eines Bezahldienstleisters auf ihren Anbieter verlassen müssten.

Gleichzeitig habe er aber auch Verständnis für die Verärgerung, die sich gegen PayPal gerichtet hat: Viele hatten das gefühlt, dass sie dabei lediglich an einer Online-Demonstration teilnehmen würden. "Das ist auch ihr Recht und ich unterstütze Meinungsfreiheit, selbst wenn meine eigene Firma das Ziel ist."

Ein weiteres Problem seien laut Omidyar die Werkzeuge, die über Anonymous verteilt werden: Diese sind "extrem leistungsfähig" und können deshalb nicht mit anderen Protestformen verglichen werden. Zudem müsste die Anklage nicht vom Gesamtschaden ausgehen, sondern nur jenem, den ein jeweiliger Angeklagter tatsächlich angerichtet hat. Denn derzeit werden auch jene Beträge dazugerechnet, die für die (künftige) Absicherung der Server investiert wird, letzteres ergebe für Omidyar "keinen Sinn" und sei auch nicht fair.

Weite Teile unserer Gesellschaft müssten sich an derartige Online-Protestformen erst gewöhnen, die durch den ersten Zusatzartikel der US-Verfassung garantierte Meinungsfreiheit müsse off- sowie online gelten. Omidyar plädiert deshalb für Milde für die "PayPal 14". Hacker, Anonymous, Ddos, Vereinigung, Guy Fawkes Maske Hacker, Anonymous, Ddos, Vereinigung, Guy Fawkes Maske Anonymous
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