PlayStation 4 im Test: Gaming als höchste Priorität

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Vor einer Woche hat Microsoft (in Europa) vorgelegt, nun folgt die Sony-Konsole PlayStation 4. Und auch wenn sich die beiden Geräte technisch in so mancher Hinsicht gleichen: Die Ausrichtung könnte unterschiedlicher nicht sein.
Spielegerät oder Multimediazentrale: Das ist die Frage, die sich Next-Gen-Interessierte derzeit stellen müssen. Denn die Microsoft-Konsole Xbox One will mehr bieten als nur Gaming, sie bietet TV-Integration, Skype-Kommunikation und Zugriff auf Cloud-Dateien (via SkyDrive). Der Ansatz der PlayStation 4 (PS4) ist dagegen konservativer, sie bietet im Wesentlichen drei Aspekte: Spielen, Gaming und Zocken.

Ein kleiner Hinweis vorneweg: Während wir beim Xbox-One-Test auf Vergleiche mit der PS4 weitgehend verzichtet haben, wird es diese nun mehrfach geben. Das liegt natürlich am Ablauf des Tests, da uns das Microsoft-Gerät zuerst vorlag.

Design
Diese Konsolengeneration wird wohl eher nicht in den Museen für Design landen. Wie immer ist das Geschmackssache, doch einen echten Vorteil kann sich die PS4 nicht sichern. Das Sony-Gerät sieht von der Seite wie ein Parallelogramm aus, insgesamt hat man den Eindruck, einen schiefen Monolithen vor sich zu haben. Und Klavierlack (der etwa ein Drittel ausmacht) ist auch nicht jedermanns Geschmack, warum diese Oberfläche auch 2013 nach wie vor so populär ist, können wir uns nicht erklären. PlayStation 4: das Hardware-DesignDie PlayStation 4 von der Seite betrachtet Im Gegensatz zur Xbox One kann die PS4 aufgestellt werden, doch um bei der "2001 - Odyssee im Weltraum"-Anspielung zu bleiben: Herumwüten und -springen sollte man in ihrer Nähe nicht. Denn besonders stabil scheint die PS4 in diesem Fall nicht zu stehen, ausprobiert haben wir allerdings auch nicht, ob man sie so "zu Fall" bringen kann.

Einen Punkt entscheidet die PS4 aber klar für sich: die Größe. Während der Microsoft-"Videorecorder" (der allerdings durchaus auch seinen Retro-Charme hat) sehr wuchtig wirkt, ist die PS4 überraschend klein und kompakt. Vielleicht sogar zu klein und kompakt: Denn die Next-Gen-PlayStation ist nicht nur flacher und nicht ganz so breit (dafür durch das "kursive" Design etwas tiefer), sondern schafft es dabei, auch das Netzteil in die Konsole zu packen, bei Microsoft ist dieses extern.

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Die Platzersparnis ist eindeutig, ob das bezüglich Belüftung eine gute Idee war, wird sich erst zeigen. In den kommenden Wochen und Monaten sollte man australische Webseiten im Auge behalten, da sich während des Sommers auf der Südhalbkugel wohl zeigen wird, ob die PS4 zu Überhitzung tendiert. Bisher liegen allerdings keine Berichte dazu vor, PS4-Interessenten können also optimistisch sein.

Controller
Das Steuergerät der PlayStation 4 hat Sony in vielerlei Hinsicht überarbeitet, aber dabei auch etwas übertrieben. Grundsätzlich orientiert sich die Formgebung am klassischen DualShock-Design, der Controller ist allerdings etwas breiter, dicker und größer geworden. Damit liegt er besser in der Hand, der größere Abstand, den die Hände nun zueinander haben, ermöglicht eine spürbar komfortablere Halte-Position. Sony PlayStation 4PlayStation 4 Controller & Konsole Die breitere Bauart liegt vor allem am neuen Touchpad, das sich in der Mitte befindet. Das neue berührungsempfindliche Element (etwa 5 x 3,8 Zentimeter groß) kann auch in seiner Gesamtheit gedrückt werden und nimmt den Großteil des Platzes zwischen dem digitalen Steuerkreuz und den Knöpfen auf der rechten Seite ein. Ein etwas störender Nebeneffekt dabei ist, dass die Optionstaste zwischen Touchpad und den Knöpfen rechts etwas eingequetscht ist und sich nicht ganz so komfortabel erreichen lässt wie beim PS3-Pendant.

Ohnehin wissen wir nicht so recht, was wir mit dem Touchpad tun sollen: Denn allzu viele Funktionen bietet die Einheit nicht: Beim neuen Killzone kann man damit (vier) Fähigkeiten seiner Drohne auswählen, das war es aber auch schon. Bequem ist das jedoch nicht, mit kleinen Händen muss man umgreifen, um an das Pad zu kommen.


Ein finales Urteil über die Sinnhaftigkeit des Touchpads kann man noch nicht fällen, da es möglicherweise künftig Spiele geben wird, die das Element cleverer einsetzen als bisher. Einen echten Sinn hätte das Touchpad schon jetzt, allerdings nur in der Theorie. Denn auch die PS4 hat einen integrierten Browser. Den Zeiger kann man aber nur per Analog-Stick bewegen und nicht über die berührungsempfindliche Fläche am Controller (was wir eigentlich auch erwartet hätten). Das wird aber Sony hoffentlich noch nachreichen.

Besonders auffällig ist auch die "Lightbar" auf der Hinterseite. Diese leuchtet im PS4-Hauptmenü blau, was aber nicht weiter stört. Diese Leuchtleiste soll allerdings mehr als ein optisches Gimmick sein: In Spielen will Sony eine Zusatzfunktion ermöglichen. Bei Killzone leuchtet die Einheit grün, wenn man sich bester Game-Gesundheit erfreut, Orange deutet nachlassende Energie an, Rot hingegen einen baldigen Bildschirmtod. Sony PlayStation 4Die 'Lightbar' des PS4-Controllers empfinden manche als irritierend Der Nutzen ist fragwürdig, da der "Informationsgehalt" dieses Leuchtens schließlich auch am Bildschirm zu sehen ist. Im Gegenteil: Das sich immer wieder verändernde Licht irritiert ziemlich (das wird jedoch unterschiedlich empfunden), deaktivieren lässt es sich leider jedoch nicht. Sony PlayStation 4Der neue PS4-Controller im Vergleich mit dem originallen PS3-Steuergerät In die Kategorie Gimmick fällt ebenfalls der im Controller integrierte Lautsprecher. Auch das ist eine bedingt sinnvolle Spielerei, die man eher von Nintendo erwartet hätte. Wirklich störend ist es zwar nicht, wenn etwa bei Killzone Audio-Logs darüber abgespielt werden (bei Knack klimpert es andauernd), vermisst hätten wir diese Art der Audio-Ausgabe jedoch auch nicht. Sony, PlayStation 4, PS4, Sony PlayStation 4, Design Sony, PlayStation 4, PS4, Sony PlayStation 4, Design
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