PlayStation 4 im Test: Gaming als höchste Priorität

Energie-Verbrauch
Beim Test der Xbox One gab es einige kritische Kommentare zum Thema Stromverbrauch, insbesondere die beiden Standby-Modi ("echtes" energiesparendes Aus sowie ein Bereitschafsmodus) sorgten für einige Debatten.

Auch die PS4 hat zwei Arten wie man sie ausschalten kann, im Grunde deckt sich das mit der Xbox One, allerdings kann man in den Einstellungen vorgeben, was die PS4 in diesem Fall "im Hintergrund" tun darf (etwa Update-Download). Im Komplett-Aus braucht die PS4 übrigens knapp 0,5 Watt, im Bereitschaftsmodus sind es etwa 9 Watt. Bei der Xbox One liegen die Werte bei 0,3W und rund 17W. Sony PlayStation 4PlayStation 4: 90 Watt im Idle Die Unterschiede zeigen sich erst im echten Betrieb: Idle, also auf der Benutzeroberfläche, sind es 88 Watt, die Xbox One braucht auf dem Dashboard an die 63 Watt. Beim Spielen ist der Unterschied am größten: Bei Killzone kamen wir immerhin auf knapp 150 Watt, alle von uns getesteten Xbox-One-Spiele erreichten maximal 75 Watt. AnandTech kommt bei der Xbox One auf höhere Werte, doch auch dort ist die PS4 (im Betrieb) der größere Stromfresser, übrigens auch bei der Blu-ray-Wiedergabe (PS4: 98W; Xbox One: 80W).

Rückwärts-Kompatibilität
Bevor wir zur für die PlayStation 4 entscheidenden bzw. wichtigsten Kategorie, den Games, kommen, muss ein kurzer Ausflug in Richtung Rant eingeschoben werden. Allerdings muss dabei betont werden, dass dies explizit für Sony und Microsoft gilt: Warum zur Hölle sind beide Konsolen nicht rückwärtskompatibel?

Das technische Argument hinsichtlich der Architekturen von PlayStation 3 und Xbox 360 (CELL und PowerPC) wollen wir mal außen vor lassen, es ist schon klar, dass man die Spiele nicht "einfach so" 1:1 übernehmen kann. Das interessiert den Kunden aber nicht die Bohne. Aber als Konsolen-Gamer muss man sich schon die Frage stellen, warum man viele Jahre Geld in eine Plattform investiert hat, um bei der nächsten Generation festzustellen, dass sie auf einer neuen Konsole nicht mehr zur Verfügung stehen.


Klar, es geht hier ums liebe Geld: Nicht unbedingt nur jenes, das der treue Kunde in die mittlerweile alte Konsolengeneration gesteckt hat, sondern auch die Investitionen, die für die Konsolenhersteller bei Portierungen anfallen würden.

Das werden sich die Anbieter schon genau durchgerechnet haben, dennoch ist es für den langjährigen PS3- oder Xbox-360-Besitzer nicht nachvollziehbar, warum ein simples (aber spaßiges) Arcade-Game nicht auch auf der Next-Gen-Konsole zur Verfügung steht.

Diese Politik ist auch aus einem anderen Grund kurzsichtig: Ja, die Unternehmen müssten Geld in derartige Umsetzungen stecken. Hätten sie es getan, dann wären die Chancen aber viel höher, dass die bisherigen Nutzer ihnen treu bleiben, eben weil sie schon zahlreiche Spiele zum Next-Gen-Start hätten. So wird alles auf null gesetzt und jeder kann auch zur Konkurrenz wechseln.

Die PlayStation 4 bietet immerhin eine Upgrade-Aktion an: Dabei kann man einige aktuelle Spiele (darunter Assassin's Creed 4, CoD: Ghosts und Battlefield 4), die man sich vor der PS4-Veröffentlichung für die PS3 gekauft hat, gegen Aufpreis auch für die neue Konsole als Download holen. In den USA kostet ein derartiges Cross-System-Upgrade zehn Dollar, der Euro-Preis dürfte ebenfalls in dieser Höhe liegen.

Wir schließen uns dennoch Kotaku an, wo man jüngst beiden Herstellern zurief: "For fuck's sake, guys. Make your consoles backward compatible."

Launch-Games
Bevor wir zum eigentlichen Start-Spiele-Lineup kommen, sollten man feststellen, dass alle (Disc-)Games zwingend auf der Festplatte installiert werden müssen, was aber auch bei der Xbox One der Fall ist. Die Sony-Konsole erledigt das allerdings deutlich schneller, denn während man beim Microsoft-Gerät nach dem Einlegen des Datenträgers im Schnitt (geschätzt) etwa eine halbe Stunde braucht, ist das auf der PS4 innerhalb weniger Minuten erledigt.

Das Spiel, das sich Hersteller-übergreifend wohl am meisten nach Next-Gen anfühlt, ist sicherlich Killzone: Shadow Fall. Der Shooter strotzt nur so vor beeindruckenden Licht-/Schatten- sowie Partikel-Effekten, wer sich die Zeit nimmt und abseits des Geballeres auf Texturen und sonstige Details achtet, der kann Stunden damit verbringen, sie zu betrachten.


Das neue Killzone ist zweifellos ein Pflichtkauf für PS4-Neubesitzer, perfekt ist es allerdings nicht. Dazu zählt eine schwache, da klischeebeladene Story, auch der Look von Shadow Fall ist etwas zu bunt, vor allem wenn man die überaus düstere Optik der ersten beiden Teile gemocht hat. Die KI ist ebenfalls alles andere als Next-Gen-würdig, was allerdings wenig mit der neuen Hardware zusammenhängt.

Der zweite Exklusivtitel, der Plattformer Knack, ist zwar halbwegs unterhaltsam und greift die gute alte Sony-Tradition in diesem Genre auf, eignet sich allerdings kaum, um das Potenzial der PS4 zu demonstrieren. Das liegt natürlich daran, dass die Comic-hafte Optik das einfach nicht hergibt.


Das bedeutet nicht, dass man Knack auch auf der alten Generation gleich hinbekäme (schon alleine wegen der Vielzahl an Partikeln, aus denen die Hauptfigur besteht). Aber man sieht es nicht auf den ersten Blick. Insgesamt ist Knack kein Must-Have, da man sich im Verlauf des Spieles zu viele Gameplay-Schnitzer erlaubt und vor allem zu wenig Abwechslung bietet.

Call of Duty: Ghosts sieht auf der PS4 etwas besser aus, sofern man das mit freiem Auge überhaupt erkennen kann. Der Shooter wirkt etwas knackiger, vor allem weil 1080p nativ dargestellt werden, während die Xbox-One-Version von 720p auf 1080p hochskaliert wird. Für eine ausführliche Kopf-an-Kopf-Analyse fehlen an dieser Stelle Platz und Zeit, deshalb verweisen wir gerne auf die Digital Foundry-Analyse von Eurogamer, wo man klare Vorteile bei der PS4 sieht, aber auch feststellt, dass es auch dort nicht ganz problemfrei (Stichwort: Framerate-Einbrüche) abläuft.

Assassin's Creed 4 sieht im Vergleich zu Current-Gen sichtbar hübscher aus, AC4 zeigt aber auch, dass der Unterschied zwar groß, aber nicht gewaltig ist. Vor allem ist der vierte (volle) Teil der Assassinen-Saga ein gutes Beispiel, dass die Qualität eines Spiels nicht in erster Linie von der Plattform abhängt: Das Karibik-Abenteuer macht auf Xbox 360 und PS3 genauso viel Spaß wie auf den Nachfolgern, und das hat genau einen Grund: Es ist einfach ein (nach dem mäßigen Vorgänger überraschend) gutes Spiel.
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