PlayStation 4 im Test: Gaming als höchste Priorität

Oberfläche und System
Das blaue Interface der PlayStation 4 greift die Xross-Media-Bar (XMB) der PS3 auf, das horizontale Element ist wie schon beim Vorgänger ganz oben platziert. Allerdings hat Sony dieses entschlackt und zahlreiche Menüpunkte entfernt, da die Funktionen an anderer Stelle untergebracht worden sind oder schlichtweg fehlen (etwa diverse Medienfunktionalitäten, dazu aber später mehr).

PlayStation 4: Neue Bilder der OberflächePlayStation 4: Neue Bilder der OberflächePlayStation 4: Neue Bilder der OberflächePlayStation 4: Neue Bilder der Oberfläche
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Eigentlich hat die neue XMB mit der alten nicht mehr viel gemeinsam, da dort nicht mehr die diversen Medien im Vordergrund stehen, sondern die für den Spieler relevanten Funktionen. Das sind (von links nach rechts): PlayStation Store, (System-)Benachrichtigungen, Freunde, (Spieler-)Nachrichten, Gruppen-Chat, Profil, Trophäen, Einstellungen und Ausschalten.

Unter dieser neuen XMB ist eine zweite vertikale Symbolleiste zu finden (dort landet man auch am Anfang): Hier sind die zuletzt genutzten Apps und Games zu finden, auch kommen einige vorinstallierte Anwendungen dazu, darunter die Sony-eigenen Musik- und Video-Dienste ("Music Unlimited" und "Video Unlimited"), Webbrowser, der Playroom, der Live-Streaming-"Kanal" und die Bibliothek. Letztere ist übrigens etwas verwirrend, da dort nicht alle installierten Spiele landen, sondern nur die Downloads - Disc-basierte Installationen sind als quadratische "Kachel" in der Hauptnavigation zu finden. Eine Möglichkeit, sie nach eigenen Vorstellungen zu ordnen, fehlt.


Das wahrscheinlich wichtigste "soziale" UI-Element ist der "Neuigkeiten"-Bereich, der ganz links platziert ist: Dort landen alle Aktivitäten und Erfolge und zwar die eigenen sowie jene der PlayStation-Freunde. Man erfährt, wer welches Spiel gerade gestartet hat, welche Trophäe und welches Video freigeschaltet bzw. geteilt worden ist und ähnliches.

Diese Neuigkeiten informieren den PS4-Besitzer über alle relevanten Aktivitäten, bei Nutzern mit einem großen PlayStation-Freundeskreis ist jedoch zu befürchten, dass das sehr schnell unübersichtlich wird. Vor dem offiziellen Europa-Launch ist davon noch nichts zu sehen, aber besonders geordnet sieht das auch jetzt schon nicht aus.


Ein kleiner Nachteil der PS4 ist es, dass es im Gegensatz zur Xbox One kein echtes Multitasking gibt. Hier erweist sich die Xbox One als flexibler, in der Praxis stört das aber nur selten. Bei der Bedienung und der Navigation auf der UI reagiert die PS4 sogar etwas flotter als die Microsoft-Konsole.

Multimedia & TV
Gehen sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen. So oder so ähnlich könnte man die Nicht-Spiele-Inhalte auf der PS4 umschreiben. Es gibt zwar einen Bereich bzw. Menüpunkt namens "TV & Video", das ist aber nur ein Verzeichnis, das zu Apps führt, vor dem Launch waren dort lediglich die Anwendungen für Watchever und Twitch zu finden (dazu kommen die Sony-eigenen Mediendienste für Musik und Videos). Da werden zwar sicher noch einige dazu kommen, Microsofts Ansatz ist hier aber definitiv innovativer, auch wenn die Umsetzung auf der Xbox One noch nicht optimal ist.

Externe Inhalte sind auf der PS4 ohnehin kaum möglich, außer sie kommen über die Internet-Leitung oder per DVD bzw. Blu-ray. Bereits im Vorfeld sorgte die Ankündigung Sonys für einiges an Verärgerung, da die PS4 zum Start keine MP3-Funktion hat, weder DLNA-Streaming noch externe Speichermedien (auch keine USB-Sticks etwa mit Videos) unterstützt. Das ist ganz klar enttäuschend, auch wenn Sony in Aussicht gestellt hat, das nach Möglichkeit per Update nachzureichen.

Live-Spiele-Streaming
Ein besonders wichtiges Feature ist "Live from PlayStation": Das ist jener Streaming-Dienst, mit dem man sein eigenes Gamplay in Echtzeit ins Netz schicken kann (Hoster sind wahlweise Twitch oder UStream), natürlich kann man sich derartige Videos auch über die PS4 ansehen.


Deren Qualität könnte zwar besser sein, man bekommt allerdings einen guten Eindruck vom Gameplay, was vor allem dann interessant ist, wenn man überlegt, sich ein bestimmtes Spiel zu kaufen. Die Betreiber der Streams antworten meist auch gerne auf Zuschauer-Fragen, zumindest wenn sie ihre Live-Übertragung mit diesem "aufklärerischen" Hintergrund angefangen haben. Allerdings gibt es auch genügend (derzeit noch: US-amerikanische) Selbstdarsteller, die gerade das große Lexikon der Schimpfwörter und Flüche entdeckt haben und auch gerne einmal im "Fernsehen" sein wollen.

Wer selbst ins Netz streamt, der drückt während eines Spiels (Filme können nicht auf diese Weise übertragen werden) einfach auf die "Share"-Taste auf dem Controller und kann auch gleich loslegen, sofern er bei Twitch ein Konto angelegt hat (geht allerdings schnell onscreen mit Hilfe der PS4-Daten).

Das Selbst-Streamen hat jedoch einen kleinen Nachteil: Denn unten sowie auf der rechten Seite des Bildschirms werden zwei graue Leisten eingeblendet, dort erscheinen etwa die eingehenden Chat-Nachrichten. Dadurch wird die eigene Spielansicht zu einem Fenster, das Bild wird doch signifikant kleiner. Hier wäre eine Vollbildansicht zwar wünschenswert, durch diese Komfortverbesserung wäre aber wohl auch die Hemmschwelle geringer und so mancher würde sein Spiel dauerhaft ins Netz übertragen.
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