Bing-Malware: AV-Test reagiert auf Microsoft-Kritik

Microsoft, Malware, Bing, AV-Test Bildquelle: Microsoft
Das Magdeburger Internet-Sicherheitsinstitut AV-Test und Microsoft krachen mittlerweile regelmäßig aufeinander, aktuelles Streitthema ist die Untersuchung zur Malware-Anfälligkeit von Suchmaschinen. AV-Test reagierte nun auf die Kritik von Microsoft.
Anfang der Woche hat AV-Test eine Studie veröffentlicht, in der man Microsofts Suchmaschine Bing attestiert, dass diese fünf Mal so viele Malware-verseuchte Webseiten findet wie Google. Das hatte das Redmonder Unternehmen von sich gewiesen und AV-Test vorgeworfen, dass die Studie ungenau und die daraus gewonnen Schlüsse "falsch" seien.

Siehe auch: Bing-Malware - Microsoft kritisiert erneut AV-Test

Nun kontert AV-Test: Maik Morgenstern, Chief Technology Officer (CTO) des Instituts, hat WinFuture per Mail mitgeteilt, dass er gerne Stellung zu den Microsoft-Aussagen nehmen würde, "da sich die Rechtfertigung von Microsoft leider nicht ganz am eigentlichen Inhalt der Studie orientiert." Man habe Microsoft am 16. April ausführlich über die Testmethodik unterrichtet und stehe mit Redmond ohnehin in "regelmäßigen und guten Kontakt", auch sei man definitiv nicht auf "Konfrontationskurs."

Bei der aktuellen Untersuchung habe es aber dennoch "Verwirrung um die Testmethodik" gegeben, teils durch Medien, aber auch durch Microsoft selbst: Man habe "nicht getestet, wie gut die Suchmaschinen vor dem Besuchen von potentiell bösartigen Webseiten schützen", so Morgenstern. Vielmehr sei untersucht worden, "wie viele potentiell bösartige Webseiten im Index vorhanden sind."

Der CTO von AV-Test widerspricht der Reaktion bzw. Stellungnahme von Microsoft: Für die jetzige Studie spiele es keine Rolle, ob "wir die Bing-API oder die Bing-Seite selbst für unsere Datenerhebung nutzen, da beide die gleichen URLs zurückgeben." Morgenstern kündigt an, dass man eine Untersuchung, die diesen Umstand aufgreift, für die Zukunft plane. Darin werde man sich laut AV-Test auch folgenden Fragen widmen:

  • Vor wie vielen der potentiell bösartigen Webseiten wird gewarnt? Wird vor allen gewarnt oder nur einem Teil?
  • Wie schnell sind die Warnungen im System oder gibt es einen Zeitraum in dem es keine Warnungen gibt?
  • Wie sichtbar und verständlich sind die Warnungen für Nutzer?
  • Gibt es Fehlalarme, sprich werden harmlose Webseiten fälschlicherweise als bösartig eingestuft?
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Mehr zum Thema: Bing
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