Bing-Malware: AV-Test reagiert auf Microsoft-Kritik

Das Magdeburger Internet-Sicherheitsinstitut AV-Test und Microsoft krachen mittlerweile regelmäßig aufeinander, aktuelles Streitthema ist die Untersuchung zur Malware-Anfälligkeit von Suchmaschinen. AV-Test reagierte nun auf die Kritik von Microsoft. mehr... Microsoft, Malware, Bing, AV-Test Bildquelle: Microsoft Malware, Bing, AV-Test Malware, Bing, AV-Test Microsoft

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Was ist denn für einen User wichtiger? Wieviele Bösartige Seiten im Idenx sind oder auf wieviele davon der user ohne Warnung weitergeleitet wird? Vielleicht sollte sich AV Test dann einfach mal fragen ob ihr test überhaupt das testet wa für 99% der User relevant ist.
 
@paris: Genauso ist es. Für den User ist doch die Anzahl der gelisteten (potenziell gefährlichen) Seiten völlig uninteressant. Wichtig ist nur, dass er vor Besuch einer Seite auf die dies Gefährdung hingewiesen wird. Von daher kann man schon sagen, dass AV-Test an der Realität vorbei testet.
 
@paris: Aber der Chief Officer hat doch gesprochen ...
 
@paris: Wir reden hier von Microsoft! Da ist es wohl nicht zu viel verlangt bösartige Webseiten direkt vom Index zu nehmen, anstatt noch die User mit Warnmeldungen zu verunsichern.
 
@Sapo:
Das steht in der im Artikel verlinken Stellungnahme MS:
"Warum man möglicherweise kompromittierte Links überhaupt anzeigt bzw. nicht gleich ganz aus dem Index nimmt, erklärt das Unternehmen auch: Das liege daran, dass viele Seiten normalerweise sauber, aber gehackt worden sind. Nach eigenen Untersuchungen fallen diese Seiten, wenn sie über einen längeren Zeitraum infiziert bleiben, automatisch aus dem Ranking heraus, da sie nicht angeklickt werden."

Persönlich halte ich diese Vorgehen für sinnvoll.
 
@wori: Ich wette, es gibt dann noch genug Idioten die dann trotzdem auf die Seite draufgehen wollen.
 
@Sapo: Das ist doch dann deren Problem man sollte die Entscheidung nicht komplett abnehmen. Was wäre denn z.B. mit versehentlichen false positiv? Die Seiten wären komplett aus dem Index!
 
@paris: Genau diesen Gedanken hatte ich auch. Für den Endnutzer zählt das, was der Endnutzer eben sieht. Der rest ist trockene Theorie.
 
"nicht getestet, wie gut die Suchmaschinen vor dem Besuchen von potentiell bösartigen Webseiten schützen" Aber ist nicht genau DAS das entscheidende?! o_O
 
@hhgs: Je nachdem, was mit den Suchergebnissen passiert. Wenn eine Metasuchmaschine z.B. mit den Ergebnissen weiterarbeitet, dann greift ggfs. nicht der Schutz vom originalen Suchanbieter. Zudem stellt sich für den Benutzer schon die Frage, will ich bei einer Suchanfrage 100 Antworten bekommen von denen die ersten 50 alle beim Aufruf "gesperrt" sind oder möchte ich direkt nur die 50 angezeigt bekommen, die "sauber" sind? Somit ist die Fragestellung der aktuellen Studie zumindest nicht ganz falsch; aber sich sicherlich hätte man eigentlich im gleichen Zuge die Fragen berücksichtigen können und sollen, die jetzt in einer weiteren Studie angegangen werden sollen.
 
@Runaway-Fan: Bin mir sicher da gibt es ein Parameter-Flag in der Bing API dass angibt ob die Seite gefährlich ist oder nicht.
 
Wer zensiert eher? Bing oder Google? Es benutzt wirklich jemand Bing?
 
@0815unknown: Da tun sich die Suchseiten alle nicht viel. Und die zensierten Ergebnisse werden so oder so nicht angezeigt; bestenfalls ein Hinweis wie bei Google, dass Ergebnisse entfernt wurden, weil Vater Staat was dagegen hat.
 
@0815unknown: Zu deiner ersten Frage: Google zensiert wohl mehr. Microsoft hat angegeben, dass sie nicht alle als potenziell gefährlich bekannten Seiten sperren, sondern beim Versuch die Seite aufzurufen nur einen Hinweis geben, da eine Seite auch zu Unrecht als gefährlich eingestuft seien kann (z.B. weil sie in der Vergangenheit gekapert worden war, mittlerweile vom rechtmäßigen Besitzer aber wieder in einen ungefährlichen Zustand versetzt wurde). Da Google aber rigoroser sperrt, kann man in gewisser Weise schon sagen, dass Google MEHR zensiert (im Zweifelsfall unberechtigterweise). Zu deiner zweiten Frage: Ja, es gibt sie, die Bing-Verwender. Schon seit der Einführung und mit großer Zufriedenheit.
 
@AhnungslosER: Es genügt schon wenn auf einer Seite Werbung eingeblendet ist die von einer gekaperten Seite kommt um bei Google gesperrt zu werden, entsperren geht nur wenn sich der Webmaster an Google wendet und viel Geduld mitbringt.
 
Ja, ich weiß. Alle zensieren. Aber die allgemeine Firmenpolitik und Philosophie von Microsoft ist deutlich strikter als die von Google.
Daher ist bei Bing mit einer spürbar stärkeren Zensur zu rechnen.
Vorausgesetzt man deaktiviert den Searchfilter, wenn der an ist, findet man auch bei Google nix mehr. Ich mag Microsoftprodukte, aber die Firma ist etwas ZU prüde. :)
 
Wo hat AV-Test jetzt eigentlich gekontert? Aus dem Artikel lese ich irgendwie nur eine Bestätigung der von MS gemachten Aussagen.
 
@karstenschilder: Naja, sie haben MS gesagt, wie man den Test zu interpretieren hat ;) Andersrum mach MS ja bei seinen Studien nix anderes, man vergleicht z.B. Produkte anhand der puren Anzahl gefundener Sicherheitslücken und nicht anhand offener. Man vergleicht Browser anhand von Scores aus Internen Tests, und stellt dann seinen als zu 100% fähig hin..... es trifft in diesem Fall keinen Falschen, wenn der Test nun falsch interpretiert wird ;)
Kommentar abgeben Netiquette beachten!