Anonymous greift Hacker-Kollektiv Telecomix an

Hacker, Logo, Anonymous Bildquelle: Anonymous
Anhänger des Online-Kollektives Anonymous haben gestern damit begonnen, die Server der Aktivisten-Gruppe Telecomix anzugreifen. In ihrem Aufruf zu der Aktion verfangen sie sich in einem Netz aus wilden Verschwörungstheorien und Anti-Feminismus.
Bei Telecomix handelt es sich um ein loses Hacker-Kollektiv mit Beteiligten aus mehreren Ländern, der Ursprung liegt im Wesentlichen in Schweden. Die Gruppe machte sich unter anderem einen Namen, als sie während des arabischen Frühlings damit begann, die Internet-Sperrungen der Regime in der Region zu umgehen und die Menschen vor Ort mit Zugängen zum Netz zu versorgen.

In einem auf Pastebin veröffentlichten Dokument behaupten Anonymous-Anhänger nun aber in bester Manier von Verschwörungstheoretikern, dass Telecomix mitnichten Netzaktivisten seien, denen die Freiheit des Netzes am Herzen liegt. Statt dessen wird ein Szenario aufgebaut, nachdem die Gruppe unter dem Einfluss neokonservativer Kräfte aus der Industrie und der Regierung Schwedens steht und eigentlich die Ziele der US-Außenpolitik unterstützt.

Laut dem Dokument würden viele Telecomix-Aktivisten von der schwedischen Regierung oder Konzernen finanziert. Konkretes wird nicht genannt. Allerdings liegt die Vermutung nahe, dass die fraglichen Hacker lediglich normalen Jobs in Unternehmen oder dem öffentlichen Dienst nachgehen. Ein weiterer - in den Augen der Verfasser - Kritikpunkt lautet: "Sie sind alle Feministen (der Feminazi-Typ), sogar die männlichen Mitglieder."

In letzterem liegt vermutlich der Hintergrund für den Aufbau der oben genannten Verschwörungstheorien verborgen. Immerhin wird der Aktionsaufruf mit dem Zitat des Wikileaks-Mitbegründers Julian Assange untertitelt: "Schweden ist das Saudi Arabien des Feminismus, ich bin in ein Nest des revolutionärem Feminismus gefallen."

Dies bezieht sich auf die Vorwürfe, die die schwedische Justiz gegen Assange erhebt. Dieser soll während seines Aufenthalts in Schweden unter anderem ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einer schlafenden Frau praktiziert haben, die ihm zuvor eindeutig zu verstehen gegeben hatte, nur geschützt mit ihm schlafen zu wollen. Ein solcher Sachverhalt wäre keine sexuelle Handlung in gegenseitigem Einvernehmen und fiele damit unter den Strafbestand der Vergewaltigung.

Nach Ansicht von Maskulinisten sei dies aber völlig ungerechtfertigt und die Vorwürfe würden ausschließlich dem Vorwand dienen, Assange über den Zwischenstopp in Schweden an die USA zu überstellen. Die Antwort auf die Frage, warum dies nicht von Großbritannien, einem engen Partner der USA, aus möglich gewesen wäre, bleiben sie dabei allerdings schuldig.

Die DDoS-Attacke sorgt - wenn man die Diskussion darüber auf Twitter verfolgt - derzeit lediglich dafür, dass Anonymous von einer noch größeren Zahl von Internet-Nutzern keine Sympathien mehr entgegengebracht und die Beteiligten lediglich als vandalisierende Halbstarke angesehen werden. Hacker, Logo, Anonymous Hacker, Logo, Anonymous Anonymous
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