Angriffe auf Android-Handys nehmen sprunghaft zu

Google, Android, Malware, Virus, Schadsoftware Bildquelle: Google
Das Security-Unternehmen Kaspersky Lab warnt in seinem Malware-Report für Oktober vor einen bedenklichen Anstieg neuer Android-Malware. Zum ersten Mal richtet sich die Mehrzahl aller mobilen Schädlinge gegen das Google-Betriebssystem, teilte die Firma mit.
Die Gesamtzahl der Schädlinge für Android überstieg zum ersten Mal die Zahl der Schädlinge für die Plattform J2ME (Java 2 Micro Edition), die bereits seit den 1990er Jahren im Umlauf ist. Zum Ende des Monats gab es bereits 1.916 Schadprogramm-Varianten für das Google-Betriebssystem, die sich auf 92 unterschiedliche Familien verteilen. Allein im Oktober wurden 808 neue Android-Schädlinge entdeckt. Dies bedeutet, dass 42 Prozent der Android-Schadprogramme erst im Oktober 2011 entdeckt wurden. Für die Plattform J2ME wurden bisher insgesamt 60 Familien mit 1.610 Varianten gefunden.

An erster Stelle der attackierten Mobile-Systeme lag Android so mit 46 Prozent, auf Platz zwei J2ME mit 41 Prozent und auf Platz drei lag mit 9 Prozent Symbian. Die Zunahme von mobilen Schädlingen, die Android-Nutzer attackieren, scheint unaufhörlich. So machte Android-Malware bis zum 10. November bereits 50,41 Prozent aller mobilen Schadprogramme aus. Aktuell hat es die Malware für diese Smartphone-Plattform in erster Linie auf den Diebstahl persönlicher Daten abgesehen.

Aber auch abseits der mobilen Plattformen war im Oktober im Security-Bereich so einiges geboten. So verzeichneten Sicherheitsforscher zielgerichtete Attacken des Duqu-Trojaners im Iran und Sudan. Das Schadprogramm ähnelt in einigen Merkmalen dem Stuxnet-Wurm, der im vergangenen Jahr iranische Industrieanlagen im Visier hatte.

Duqu enthält ein Spionage-Modul, das zielgerichtet sensible Informationen stiehlt. Die eindeutige Ausrichtung des Schädlings auf Spionage und nicht auf Sabotage wie im Falle von Stuxnet lässt noch einige Fragen offen und wird die IT-Sicherheitswelt in nächster Zeit noch weiter beschäftigen, hieß es.

Im Oktober sorgte außerdem der so genannte Staatstrojaner für Aufsehen in der Öffentlichkeit. Dieser wurde von der deutschen Polizei bei ihren Ermittlungen zum Abhören von VoIP-Gesprächen und zum Abfangen von Mitteilungen auf Computern von Verdächtigen eingesetzt. Alle Komponenten des Backdoor-Trojaners wurden als Rootkit vom Typ R2D2 identifiziert.

Mitte Oktober entdeckte Kaspersky Lab aber auch eine neue Version des Trojaners Trojan-Downloader.OSX.Flashfake.d unter Mac OS X. Die Hauptfunktionalität dieses Schädlings besteht im Herunterladen von Dateien. Wie gehabt, tarnt sich der Mac-Schädling als Konfigurationsdatei des Adobe Flash Player.

Allerdings wurde in dem Programm eine für Mac-Schädlinge neue Funktionalität umgesetzt: Vor zwei Jahren stattete Apple sein Betriebssystem mit Xprotect aus, einem System zum Schutz vor Malware. Im Prinzip handelt es sich dabei um einen einfachen Signatur-Scanner, der die Verfügbarkeit von Updates der Antiviren-Datenbanken prüft. Trojan-Downloader.OSX.Flashfake.d kann den Schutz von Xprotect außer Kraft setzen, indem er seine Hauptdatei zerstört. Daraufhin empfängt das Schutzsystem keine Updates mehr von Apple, die Effektivität von Xprotect sinkt gegen Null. Google, Android, Malware, Virus Google, Android, Malware, Virus Google
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