Apple-Aufsichtsrat berät Nachfolge von Steve Jobs

Die Mitglieder des Apple-Aufsichtsrats haben angeblich über einen Nachfolger von Firmenchef Steve Jobs beraten und ziehen dafür auch Kandidaten aus anderen Unternehmen in Betracht. Steve Jobs selbst bezeichnet den Bericht des 'Wall Street Journals' als "Schwachsinn". Unter Berufung auf Quellen, die mit der Situation vertraut sind, meldet die Zeitung, dass es bei dem inoffiziellen Treffen nicht darum ging, einen neuen Firmenchef zu bestimmen, sondern die verfügbaren Möglichkeiten auszuloten. Die beteiligten Aufsichtsratsmitglieder agierten dabei auch nicht im Namen des gesamten Gremiums. Im Aufsichtsrat von Apple sitzen sieben Personen, darunter auch Steve Jobs.

Als der amtierende Apple-Chef mit dem Bericht des Wall Street Journals konfrontiert wurde, bezeichnet er ihn als "Schwachsinn". Das Gespräch zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern fand kurz nach der Bekanntgabe der gesundheitlichen Auszeit von Steve Jobs im letzten Winter statt. Auslöser des Gesprächs sollen die Kontaktaufnahmen von Personalvermittlern gewesen sein. Eine Entscheidung wurde laut dem Bericht jedoch nicht getroffen.

Derartige Gespräche sollen laut einer weiteren Quelle der Zeitung jedoch keine Seltenheit sein und haben in den letzten 12 Jahren regelmäßig unter Ausschluss von Steve Jobs stattgefunden. Die Investoren des Unternehmens sollen über die Pläne für einen Nachfolger erst dann unterrichtet werden, wenn eine Situation eintritt, die es notwendig macht. Man sei sich einig, dass der Wegfall von Steve Jobs "traumatische" Auswirkungen hätte.
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