Facebook mit Schmierenkampagne gegen Google

Wirtschaft & Firmen In den letzten Tagen machte man sich im Silicon Valley darüber Gedanken, wer die international bekannte PR-Agentur Burson-Marsteller beauftragt hat, negative Presseberichte über Google zu verbreiten. Jetzt gab Facebook zu, dafür verantwortlich zu sein.
Burson-Marsteller kontaktierte einige bekannte Zeitungen und Blogs mit der Bitte, Behauptungen zu untersuchen, laut denen Google die Privatsphäre seiner Nutzer gefährdet. Einem bekannten Blogger bot man sogar an, bei der Erstellung eines Google-kritischen Artikels unter die Arme zu greifen. Damit wollte man dann in bekannten Publikationen wie der Washington Post, Politico und der Huffington Post landen. Allerdings wollte der Blogger dabei nicht mitspielen und veröffentlichte kurzerhand den E-Mail-Verkehr mit Burson-Marsteller.

Mark ZuckerbergFacebook-Gründer Mark Zuckerberg Auch die bekannte Zeitung USA Today wurde von der PR-Agentur angesprochen und berichtete daraufhin über "Flüsterpropaganda" gegen Google. 'The Daily Beast' konnte den Auftraggeber letztendlich identifizieren. Viele vermuteten anfangs Microsoft oder Apple hinter der Schmierenkampagne, doch es stellte sich heraus, dass die Verantwortlichen beim sozialen Netzwerk Facebook sitzen. Inzwischen bestätigte ein Sprecher des Unternehmens die Beauftragung von Burson-Marsteller.

Das weltweit größte Social Network nennt zwei Gründe für den Vorfall. Zum einen ist man wirklich davon überzeugt, dass Google mit seinen sozialen Diensten etwas tut, das die Privatsphäre der Nutzer verletzt. Zum anderen stört man sich daran, dass Google für seine Dienste auf Daten von Facebook zurückgreift, die verwendet werden, um ein Konkurrenzprodukt zu Facebook zu entwickeln.

Marissa MeyerMarissa Meyer ist bei Google für den Bereich Social zuständig. Die Schmierenkampagne zeigt sehr deutlich, dass man sich bei Facebook durchaus fürchtet, dass das soziale Netzwerk von Google erfolgreich werden könnte und damit Facebook schadet. Beide Firmen kämpfen um den weltweiten Online-Werbemarkt. Als einer von vielen Schritten bis zum sozialen Netzwerk hatte Google vor einigen Wochen den Dienst +1 gestartet, mit dem sich Websites empfehlen lassen, ähnlich wie der Gefällt-mir-Button von Facebook.

Burson-Marsteller hatte versucht, die Journalisten mit einer recht jungen Google-Funktion gegen den Suchmaschinenbetreiber aufzuhetzen. Dabei handelt es sich um den so genannten Social Circle, in dem Google all die Personen einordnet, mit denen ein Nutzer Kontakt hat. Dazu gehören auch Personen, mit denen man keine direkte Verbindung hat, sozusagen die Freunde von Freunden. Allerdings werden diese Informationen nur erfasst, wenn sie öffentlich verfügbar sind, so dass die angesprochenen Zeitungen und Blogger darin kein Problem sahen und somit auch nicht kritisch berichten wollten.

"Die Amerikaner müssen darauf aufmerksam gemacht werden, dass ständig versucht wird, in ihr Privatleben einzudringen, indem Google in jeder einzelnen Minute ohne Erlaubnis persönliche Daten sammelt und veröffentlich", hatte die PR-Agentur geschrieben, um die Journalisten und Blogger zu überzeugen. "Googles Social Circle wurde entwickelt, um private Daten von Nutzern zu sammeln, so dass daraus unzählige Dossiers angefertigt werden können", schrieb Burson-Marsteller.
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